Unsere Angebote in der Schließungszeit

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Grußwort der Generalpriorin

Sehr verehrte, liebe Gäste von Kloster Arenberg,
liebe Freundinnen und Freunde unseres Hauses,

im Namen unserer Gemeinschaft grüße ich Sie sehr herzlich, und wir hoffen, Sie und Ihre Familien und Freunde sind gesund. Mögen Sie Momente des Glücks und des Friedens finden dürfen in dieser für uns alle schwierigen Zeit. Nur schon vorweg: wir beten viel für Sie, ich gestehe, mehr als sonst. Wir beten für Sie, für unser Land und unsere so verletzte Welt.

Ein Wunder wünschen Viele von uns: das Wunder, dass wir befreit werden von dieser Pandemie, die uns im Ungewissen lässt, dass diese hässliche, unberechenbare Gefahr von uns weggenommen wird und wir zurückkehren dürfen in die Unbeschwertheit, nach der wir uns gerade in diesen Wochen und Monaten ausstrecken.

Dahin geht doch oft unser Verlangen. Wir sehnen uns danach, dass das Bedrohliche von uns weggenommen wird. Ängste. Unsicherheiten, existentielle Nöte. Berechtigt, finde ich.
Und wir fragen uns zuweilen: Wo ist denn dieser GOTT, der uns rettet? Der uns hilft und beisteht? Als Christinnen und Christen schauen wir in diesen österlichen Tagen auf Jesus. Auch am Kreuz schreit es aus ihm heraus: „Mein GOTT, mein GOTT, warum hast Du mich verlassen?“

Hast Du uns denn, GOTT, verlassen? Lässt Du uns allein in unserem Schlamassel? Auch Du? Stopp! Sind wir wirklich Verlassene? Mutterseelenallein? Welch ein starkes Wort: mutterseelenallein! Verlassen von aller mütterlichen Präsenz, von bergenden Momenten.
Es ist doch so - Corona dirigiert uns: keine Umarmungen, keine tröstende Nähe, keine Berührungen, die halten, aufrichten und stärken.

Kehren wir zurück zu Jesus. Er schreit diese Worte aus dem Psalm 22 mit der Wucht eines endlos Leidenden hinaus. Scheinbar ins Leere. Gehen wir jedoch den Versen des Psalms entlang, erfahren wir: Da gibt es dieses Andere in seinem Leben, Tieferes, ihn nicht Verlassendes.
„Denn er, GOTT, hat nicht verachtet, nicht verabscheut des Elenden Elend.
Er hat sein Angesicht nicht verborgen vor ihm;
er hat gehört, als er zu ihm schrie.“

Das ist Ostern:
aus Stunden furchtbarer Dunkelheiten und Leere, ich denke an den Karsamstag, kommt dieser GOTT des Lebens seinen Jüngerinnen und Jüngern entgegen. Erst fremd – sie sind noch blind für das Neue. Seine Gefährtinnen und Gefährten haben diesen neuen Zustand zu lernen: Er kommt ganz anders: Maria von Magdala muss sich mehrmals umdrehen, bis in ihr Innerstes hinein, um ihren geliebten Herrn erkennen zu können. Einigen werden die Augen geöffnet durch das Zeichen des Brotbrechens, Anderen durch die Sichtbarkeit seiner Wunden.

Und - ein starkes Bild für unsere Situation heute: er kommt selbst durch verschlossene Türen. Er, der den Tod überwunden hat, tritt hinzu, mitten in unser alltägliches Leben. Nicht nur in festlich geschmückte Kirchen, so sehr wir sie auch brauchen, so sehr wir auch Gemeinschaft nötig haben.

Vielleicht dürfen wir dies in diesem Jahr lernen: der Auferstandene ist kommt und bleibt bei uns, wenn wir am Tisch sitzen, noch nicht frisiert, noch nicht rasiert. Er tritt hinzu, wenn wir spülen und tippen und den Garten umgraben. Wenn wir Mahl halten…
Er kommt in unser Herz. Dort steht er auf.

In diesen Wochen ist mir ein Gebet sehr nahe, ein Morgengebet der holländischen Jüdin Etty Hillesum, die 1943 mit 29 Jahren in Ausschwitz umgekommen ist: Sie betet:

"Es sind schlimme Zeiten, mein Gott. Heute Nacht geschah es zum ersten Mal, dass ich mit brennenden Augen schlaflos im Dunkeln lag und viele Bilder menschlichen Leidens an mir vorbeizogen. Ich verspreche dir etwas, Gott, nur eine Kleinigkeit: Ich will meine Sorgen um die Zukunft nicht als beschwerende Gewichte an den jeweiligen Tag hängen, aber dazu braucht man eine gewisse Übung. Jeder Tag ist für sich selbst genug. Ich will dir helfen, Gott, dass du mich nicht verlässt, aber ich kann mich von vornherein für nichts verbürgen. Nur dies eine wird mir immer deutlicher: dass du uns nicht helfen kannst, sondern dass wir dir helfen müssen, und dadurch helfen wir uns letzten Endes selbst. Es ist das Einzige, auf das es ankommt: ein Stück von dir in uns selbst zu retten, Gott. Und vielleicht können wir mithelfen, dich in den gequälten Herzen der anderen Menschen auferstehen zu lassen. […]

Ich werde in der nächsten Zukunft noch sehr viele Gespräche mit dir führen und dich auf diese Weise hindern, mich zu verlassen. Du wirst wohl auch karge Zeiten in mir erleben, mein Gott, in denen mein Glaube dich nicht so kräftig nährt, aber glaube mir, ich werde weiter für dich wirken und dir treu bleiben und dich nicht aus meinem Inneren verjagen."

Etty weiß sich in GOTTES Armen, trotz allem. Sie glaubt an seine Präsenz, selbst in der Einsamkeit kann sie vertrauen: Es wird gut. ER macht es gut.

Wir haben unsere Zukunft nicht als Besitz. Sie bleibt immer ungewiss, immer auch Überraschung, aber glauben zu dürfen, dass wir in GOTTES Händen sind, dass er uns nicht alleine lässt - diesen Glauben, dieses Vertrauen wünsche ich uns allen zutiefst.
Dir Kirchen sind zurzeit leer, unser Herz vielleicht auch. Die Verletzlichkeit und das Fragile unseres Lebens und unserer Schöpfung wird uns hautnah bewusst.

An dieser wunden Stelle darf vielleicht das Neue, das Uralte neu beginnen: Nicht nur ein besonderer, ausgewählter, geheiligter Ort (was auch immer das heißt) , sondern mein Innerstes ist Raum GOTTES. Hier, genau hier spricht er sein Wort:
„Fürchte Dich nicht, ich bin es! Ich bin da! Nah bei Dir!
Ich komme in Deine Stube und Küche, dorthin, wo Du schläfst,
im Garten treffe ich Dich und nicht zu vergessen,
auch in Deine Keller und Speicher komme ich.
Dorthin, wo Du bist. Dort, wo Du lebst.“

Ein letzter Gedanke:
am frühen Morgen, nach dem Aufstehen (auferstehen?) gehen wir die ersten Schritte barfuß, ohne Schutz von Schuhen: wir sind verletzlich, wir tragen noch keine Rüstung, keine (Ver-) Kleidung, sind so dem Morgenlicht ausgesetzt. Einen Moment lang Urzustand. Verletzliche Frauen und Männer. Kinder. Am Tagesanfang, in den ersten Augenblicken müssen wir noch nichts, müssen nicht irgendjemand sein. Keine Titel. Keine Rolle. Nur wir. Ich. Beim Namen gerufen. Geliebt.
Und dann mit diesem Bewusstsein in den Tag hinein. Ins Leben.
Und barfuß bleiben, auch in Schuhen, um nichts zu zertreten, was uns Hoffnung gibt und Zukunft verheißt.

ER ist da. Oft sehr leise.
Ich wünsche Ihnen dieses Glauben,
auch wenn er dann und wann auf die harte Probe gestellt wird.
Mit Ihnen und auch für Sie möchte ich diese Wirklichkeit glauben dürfen.

Ihnen ein frohes gesegnetes Osterfest,
verstecken Sie sich irgendwo ein Ei, suchen Sie es, wenn möglich, barfuß.
Ihnen nur Gutes und Liebevolles -
das österliche Licht sei in Ihren Räumen. Und innen. Ganz tief.

Von Herzen,

Sr. M. Scholastika Jurt

Das denkende Herz. Die Tagebücher von Etty Hillesum 1941-1943, Reinbek bei Hamburg, 16. Auflage 2012, 149f
Bild 1+2 Conny Kurz, Landsberg am Lech
Bild 3 Sr. M. Ursula

 

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Informationen der Hausleitung
 Grußwort der Hausleitung Kloster Arenberg

Sehr geehrte, liebe Gäste von Kloster Arenberg, liebe Freunde*innen, liebe Besucher*innen unserer Homepage,

aus einer räumlichen Distanzsituation heraus senden das Team von Kloster Arenberg, Mitarbeiter*innen und Schwestern, Ihnen einen sehr herzlichen Gruß. „Social Distance“ wollen wir nicht betreiben, wir möchten zumindest ein wenig, den Möglichkeiten entsprechend, mit Ihnen in Kontakt bleiben.

Nachdem auch wir seit der behördlich angeordneten Schließung des Gästehauses am 18. März 2020 zunächst Zeit benötigten, um uns zu sortieren und die nötigsten Dinge zu organisieren, sind wir in der vergangenen Woche dazu gekommen, uns Gedanken zu machen, wie wir unserer Verbundenheit mit Ihnen in dieser besonderen Zeit Ausdruck verleihen können.

Viele Gäste haben uns in den letzten Wochen ihre so liebenswerten Gedanken geschenkt, haben uns so viel Wertschätzung für unser Tun in Kloster Arenberg zum Ausdruck gebracht. Auch die vielen Reaktionen auf die von uns praktizierte Stornoregelung während dieser Zeit haben uns darin bestätigt, dass die Entscheidung, bereits schon Wochen vor der Schließung und bis auf Weiteres auf Stornokosten zu verzichten, richtig war. Aber auch die generelle Sorge so einiger Gäste, wie es wohl mit dem Gästehaus weitergeht, wie unsere Einrichtung diese Krise gut überstehen kann, hat uns tief beeindruckt. Sei es in Form von Briefen, E-Mails oder über Social-Media-Kanäle. Sie dürfen uns glauben: Sie haben uns damit eine wirklich große Freude bereitet, Ihre Sorge berührt uns sehr.

Das eine oder andere werden Sie vielleicht auch zwischenzeitlich vom Arenberg mitbekommen haben, denn die „jungen Wilden“ unter unseren Schwestern sind fleißig am bloggen: www.op-schreibt.de
Ergänzend zu diesen bestehenden Social-Media-Kontakten erhalten Sie nun für die Übergangsphase bis zur Wiedereröffnung des Gästehauses von Kloster Arenberg Online-Informationen darüber, was gerade bei uns geschieht und wo aktuell die Reise hingeht. Aber vor allem ist es uns wichtig, mit Ihnen „im Geiste unseres Hauses“ in Kontakt zu bleiben; unser Seelsorgeteam hält für Sie entsprechende Online-Angebote bereit, die Sie auf diesen Sonderseiten finden können.

Dankbar schauen wir darauf, dass uns auf dem Arenberg die Corona-Krise bislang im Wesentlichen nur materiell erwischt hat. Bei bislang nur einer Mitarbeiterin wurde eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 diagnostiziert; ihr geht es den Umständen entsprechend soweit gut. Einige Schwestern und Mitarbeiter*innen, die als Kontaktpersonen „1. Kategorie“ identifiziert werden
konnten, wurden in Folge dessen von uns in freiwillige, später in behördlich angeordnete Quarantäne geschickt; auch Ihnen geht es soweit gut.  Einen Überblick, mit welchen Dingen und welchen Gedanken wir uns derzeit konkret beschäftigen, finden Sie in einer gesonderten Information ebenso auf diesen Sonderseiten.

Denken wollen wir jedoch auch an diejenigen, die Gefahr laufen, im Zuge der Corona-Pandemie in Vergessenheit zu geraten, deren Nöte und Leid nicht kleiner geworden sind.

So wünschen wir auch Ihnen, dass Sie an Leib & Seele gesund und behütet bleiben mögen. Wir freuen uns schon so sehr darauf, Sie wieder in unserem Hause begrüßen zu dürfen.

Von Herzen mit Ihnen verbunden – auch stellvertretend für das ganze Team von Kloster Arenberg,

Ihr(e)

Bernhard Grunau          Schw. M. Beatrix Locker OP
Hausleitung                                           

 

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 Hintergrundinformationen der Geschäftsführung vom 10. April 2020

Karfreitag, den 10. April 2020

 

 

(Sozial-)Wirtschaftliche Lage Gästehaus Kloster Arenberg

Verehrte, liebe Gäste von Kloster Arenberg,

sehr herzlich grüße ich Sie. Ich hoffe, dass Sie und die Ihren wohlauf sind. Sollte dies nicht so sein, so wünsche ich Ihnen von Herzen, dass es gute Perspektiven für Sie und die Menschen gibt, die Ihnen am Herzen liegen. Denen, die wir einander bekannt sind, die wir schon das eine oder andere Wort oder Gespräch miteinander geführt haben, aber auch denen, die wir uns immer mal wieder nur mit einem Lächeln im Vorbeigehen bewusst begegnet sind - von mir einen ganz besonderen Gruß.

Was dürfen Sie von dieser Informationsschrift erwarten? Ganz sicher einige aktuelle Sachinformationen – aber auch einige Hintergrundinformationen, die Sie vielleicht schon immer mal interessierten. Mir persönlich ist es ein Anliegen, dass Sie sich ein Stück auf andere Weise mitgenommen wissen dürfen auf unserem Weg durch die aktuelle Krise. Ganz unterschiedlich sind Sie ja schon mit uns unterwegs – auch in dieser Zeit. Sei es über die sozialen Medien, beispielsweise über www.op-schreibt.de, oder über Fernsehbeiträge mit Sr. M. Ursula, über das Klosterleben, das Gästehaus oder neu durch unsere Online-Angebote, die in dieser Karwoche über unsere Startseite aufgeschaltet wurden. Sie schenkten uns immer wieder ihr Vertrauen und wir spüren, dass dies auch in dieser außergewöhnlichen Zeit anhält. Sie schenken uns Wertschätzung für unser Tun und so möchte ich mit dieser Informationsschrift auch ein Stück ungewöhnlichen Weges, vielleicht ungewöhnlicher Offenheit gehen und Sie über Zusammenhänge informieren, die auch zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung wichtig sind. Und da wir auch immer wieder von Ihnen persönlich etwas erfahren, will ich auch als Verfasser dieses Schreibens ein wenig über mich preisgeben. Ja, zunächst stellt sich die Situation um die SARS-CoV-2-Epidemie in unserem Land in der Tat auch in unserem Unternehmen als Krise dar. Ob daraus Chance und Möglichkeit werden können, ob wir als Gesellschaft und/oder als Individuen daran sogar reifen dürfen – das wird die Zeit zeigen. Zunächst bleibt die Ungewissheit, die Angst um die Gesundheit unserer Nächsten, vielleicht auch um die eigene Gesundheit, das Vermissen unserer Sozialkontakte, Angst um den Arbeitsplatz und die Not mit den Einschränkungen von Freiheiten, die wir alle so sehr lieben und jetzt vielleicht erst so richtig schätzen lernen. Also nehme ich Sie einfach mal ein Stück mit auf unserem Weg durch die vergangenen gut drei Wochen im Gästehaus Kloster Arenberg. Eine Bitte hätte ich jedoch: Erwarten Sie keine wohl ausformulierte und sauber durchstrukturierte, in jeder Hinsicht fehlerfreie schriftliche Dokumentation der Ereignisse. Ich möchte Ihnen einfach nur einen Überblick darüber geben, was hier geschieht, weil wir wissen und dies auf vielfältige Weise erfahren, wie Sie mit Gedanken und liebenswerten Worten, im Gebet, durch Spenden oder auf andere Weise mit uns unterwegs und irgendwie – trotz räumlicher Distanz – auch bei uns sind. Die derzeitige Situation fordert auch uns als Leitung derart, dass die zeitlichen Ressourcen sehr knapp bemessen sind. So will ich beginnen ... und schreibe einfach mal runter ... und Sie haben jetzt in der Krise vielleicht auch mehr Muße, in kleineren Häppchen den umfangreichen Stoff zu verdauen. Sollten Sie diese Information lieber ausdrucken wollen, so finden Sie diese ganz am Ende als Download-Datei.
Lesezeit von hier an: 45 Minuten.

Damit Sie auch das mal gehört haben, weil wahrscheinlich schon häufiger gelesen: Die Kranken- und Pflege-Anstalt Arenberg GmbH, gegründet durch den Orden im Jahr 1896 (nicht zu verwechseln mit der Ordensgründung im Jahr 1868), einst ein mittelgroßer Träger sozialer Einrichtungen, ist heute „nur“ noch Rechtsträger des Alten- und Pflegeheims „Vincenzhaus“ (https://www.vincenzhaus-oberhausen.de) in Oberhausen sowie des Gästehauses „Kloster Arenberg“ in Koblenz. „Nur“ deshalb, da im Zuge der (zumeist altersbedingten) Veränderungen innerhalb der Ordensgemeinschaft in den vergangenen 20 Jahren mehrere Einrichtungen geschlossen oder an andere soziale Träger übergeben wurden. Wenn Sie das Jahr der Gründung der Gesellschaft betrachten – 1896 –, dann dürfte auch klar werden, wo der Begriff „Anstalt“ herrührt, wurden Gesundheits- oder Sozialeinrichtungen damals häufig als (Verwahr-)Anstalten bezeichnet. Heute ist der Begriff „Anstalt“ fast ausschließlich negativ konnotiert. Deshalb habe ich seit längerer Zeit, gleichwohl nicht zum offiziellen Unternehmensnamen gehörend, einfach das Gründungsjahr dahinter gesetzt. Denn wer will schon zur ganzheitlichen Erholung in eine „Anstalt“ fahren?! Und so ist die Kongregation der Arenberger Dominikanerinnen bis heute einzige Gesellschafterin der als gemeinnützig anerkannten „Kranken- und Pflege-Anstalt Arenberg GmbH“. "Gemeinnützig“ bedeutet, dass das Unternehmen keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen darf, sondern seine Leistungen kostendeckend kalkuliert. Die Einhaltung dieses Prinzips wird auch durch das Finanzamt und die jährliche Wirtschaftsprüfung überwacht. Das Gästehaus Kloster Arenberg wie auch das Pflegeheim Vincenzhaus in Oberhausen befinden sich somit zu 100 Prozent im Eigentum der Ordensschwestern – und das wird hoffentlich auf absehbare Zukunft hin so bleiben. Geführt wird die Arenberg GmbH einerseits durch die Generalpriorin der Kongregation der Arenberger Dominikanerinnen (sie ist sozusagen die oberste Chefin des Ordens), die satzungsgemäß auch geborenes Mitglied der Geschäftsführung der Arenberg GmbH ist. Seit 2009 ist dies Sr. M. Scholastika Jurt OP, die vielen von Ihnen bekannt sein dürfte. Sie stammt, wie auch die Gründerin der Arenberger Dominikanerinnen, Mutter Cherubine Willimann, aus Rickenbach im Schweizer Kanton Luzern. Dann sollte es laut GmbH-Satzung eigentlich noch eine zweite Ordensfrau als Geschäftsführerin geben, die zugleich innerhalb der Kongregation die Aufgabe der Generalprokuratorin (sozusagen die Finanzchefin des Ordens) innehat. „Eigentlich“ deshalb, da mangels Ordensnachwuchs und Qualifikation derzeit keine Ordensfrau für dieses Amt zur Verfügung steht. Und es gibt einen „weltlichen“ Geschäftsführer – den lernen Sie spätestens in dieser Informationsschrift kennen. Allesamt sind wir einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer*innen. Der Berichtende: Bernhard Grunau, verheiratet, zwei Söhne (20 und 23), der ich seit dem 1. Juni 1999 in den Diensten der Arenberger Dominikanerinnen stehe und seither Führungsverantwortung für die Einrichtungen des Ordens trage. Zuvor diente ich fast 15 Jahre in der Bundeswehr, absolvierte dort im Rahmen meiner Offiziersausbildung ein Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie ein „Studium Universale“, wurde Berufsoffizier und entschied mich dann doch, im Range eines Hauptmanns und in der letzten Verwendung als Kompaniechef, die Bundeswehr zu verlassen.

Ich wechselte sozusagen meinen „Befehlshaber“ und hatte nun eine GENERALpriorin, eben die der Arenberger Dominikanerinnen, als neue Vorgesetzte. Eine sehr gute Entscheidung, wie ich ohne jede Einschränkung bis heute resümieren darf. Damit es nicht falsch rüberkommt: Die Bundeswehrzeit war für mich ebenso ein Geschenk. Sie bot mir viele Entwicklungsmöglichkeiten und ließ mich in so mancher Grundtugend reifen, was mir bei den Arenberger Dominikanerinnen durchaus dienlich sein sollte. Zurück nach Kloster Arenberg: Gemeinsam mit Sr. M. Beatrix, der Priorin des Mutterhauskonventes und Mitglied des Generalrates (dem obersten Ordensleitungsgremium der Arenberger Dominikanerinnen, dem Sr. M. Scholastika vorsteht) nehme ich zudem die Position als „Hausleitung“ des Gästehauses wahr und bin somit nicht nur strategischer Geschäftsführer für alle Einrichtungen, sondern mit Sr. M. Beatrix auch im Detail für die Leitung und programmatische Ausgestaltung des Gästehauses – gemeinsam mit einem „schlagkräftigen“ Team aus Schwestern und leitenden Mitarbeiter*innen - verantwortlich. Schließlich nehme ich in der Cherubine-Willimann-Stiftung Arenberg, die in den vergangenen gut 20 Jahren mehrere Krankenhäuser unter ihrem Dach barg, seit 2006 die Aufgaben als Vorsitzender des Stiftungsrates wahr. Da wir heute keine Krankenhäuser mehr besitzen, befinden wir uns in einem Findungsprozess, um einer etwaigen neuen Herausforderung für die Stiftung nachzuspüren. Auch, wenn sich das nach vielen Funktionen anhört, so hat der Tag nur 24 Stunden. Daher versteht es sich, dass nichts, ganz und gar nichts gut und sehr gut läuft ohne sehr gutes Leitungspersonal und klasse Teams, auf die man sich verlassen kann. Und diese Leitungen und diese Teams haben wir in unseren Einrichtungen. Und eine Ordensgemeinschaft, deren Schwestern und Leitung uns, den weltlichen Mitarbeiter*innen unendlich großes Vertrauen schenkt und einen wunderbaren Arbeitsplatz.

Nun aber zurück zum Gästehaus Kloster Arenberg. Mit Verfügung der Stadt Koblenz vom 17. März 2020 wurde auch Kloster Arenberg angewiesen, seine Pforten zu schließen – erstmals in seiner Geschichte. Am 18. März 2020 mussten wir die ad-hoc-Abreise von über 50 Gästen veranlassen, was uns schmerzte. Es ist doch etwas anderes, unser Haus geplant zum Zwecke der Instandhaltung für einige Wochen zu schließen – wie wir das in den vergangenen drei Jahren machten – oder aber einer Verordnung Folge leisten zu müssen – mit ungewisser zeitlicher Perspektive. Schon die Wochen zuvor hatten viele Gäste aufgrund der sich absehbar zuspitzenden Lage ihren Aufenthalt storniert. Und das in einer Situation, da unser Haus – auch auf die nächsten Wochen und teils Monate hin – sehr gut gebucht war, was für eine selbstkostendeckende Betriebsführung des Gästehauses auch zwingend notwendig ist. Weil wir aber sehr großes Verständnis dafür aufbringen konnten, passten wir die Stornobedingungen – ungeachtet der wirtschaftlichen Auswirkungen - spontan an die Situation an und verzichteten schon deutlich vor der Schließung vollständig auf die Erhebung von Stornierungskosten. Mittlerweile haben wir – weiter abweichend von unseren normalen Geschäftsbedingungen – den kostenfreien Stornierungszeitraum für Aufenthalte bis Ende Mai 2020 ausgeweitet, so dass bei Stornierungen, so kurzfristig sie auch vorgenommen werden, keine Stornokosten anfallen. Bei den Mai-Kursen gibt es eine kleine Ausnahme. Hier ist eine kostenfreie Stornierung noch bis eine Woche vor Kursbeginn möglich. Details finden Sie unter dem Link „Storno/Reservierung“. Viele unserer Gäste erachteten diese uns wirtschaftlich belastende Entscheidung für nicht selbstverständlich; wir durften uns in Folge vieler wertschätzender Rückmeldungen erfreuen – auf diese oder jene Weise. Das hat uns in unserer Vorgehensweise bestätigt, in dieser besonderen Situation anders zu handeln, als sonst erforderlich. Wir sahen uns nämlich durchaus in „normalen“ Zeiten immer mal wieder dem Vorwurf ausgesetzt, dass die Berechnung von Stornierungskosten unchristlich sei, man doch wiederkommen werde, man doch für den ganz konkreten „Einzelfall“ darauf verzichten solle. Dabei sind wir schon immer so vorgegangen, dass wir nur dann Stornierungskosten erhoben haben, wenn wirklich ein Schaden dadurch entstanden ist, dass wir das Zimmer tatsächlich hätten anderweitig vermieten können und auch nicht mehr kurzfristig vermieten konnten. Und in persönlichen Notsituationen haben wir ohnehin schon immer abweichend von den Geschäftsbedingungen gehandelt. Nur redet man nicht ständig darüber. Und der „Einzelfall“, auf den der betroffene Gast sich beruft, ist für einen Betrieb mit einer durchschnittlichen Zahl von 6.000 Gästen im Jahr nie ein Einzelfall. Wir wollen nicht beliebig entscheiden, sondern möglichst mit einer klaren Linie allen Gästen gegenüber fair bleiben. Dies nur ein kleiner Exkurs, da wir im Alltag immer wieder mit der Kritik im Zusammenhang mit Stornierungskosten konfrontiert wurden. Zurück zum Schließungszeitpunkt. Der Allgemeinverfügung der Stadt Koblenz folgten verschiedene „Corona-Bekämpfungsverordnungen“ des Landes Rheinland-Pfalz, welche mit der 3. Corona-Bekämpfungsverordnung vom 23. März 2020 die bisherige Schließungsanordnung bis mindestens einschließlich 19. April 2020 bestätigte.

Kloster Arenberg besteht organisatorisch aus dem Mutterhaus mit dem Mutterhaus- und Noviziatskonvent und dem angeschlossenen Gästehaus. Aktuell leben auf dem Arenberg 54 Dominikanerinnen, von denen alleine 33 Schwestern über 80 Jahre alt sind. Elf der 54 Ordensschwestern leben auf einer ordenseigenen Pflegestation im Mutterhaus, wo sie von acht „weltlichen“ Pflegekräften (Teilzeit) gepflegt, betreut und versorgt werden. Die Nachtwache übernehmen allerdings noch Schwestern des Mutterhauskonventes selbst, solange dies irgendwie möglich ist. Dort starb am 2. April 2020 Schw. M. Ambrosia im Alter von 101 Jahren – aus Altersgründen, dies muss man aktuell betonen; sie war mittlerweile fast blind und wurde die letzten Jahre auf unserer Pflegestation betreut. Sr. M. Ambrosia wurde 1918 geboren, also in der Zeit, in der die „Spanische Grippe“ weltweit wütete und sehr viele Menschenleben forderte. Neben den neun Mitarbeiterinnen auf der Pflegestation sind im Mutterhauskonvent unmittelbar acht Mitarbeiterinnen (Teilzeit) beschäftigt und unterstützen die Ordensschwestern im Haushalt und bei der Pflege der kirchlichen Infrastruktur. Weil es auch von Gästen immer wieder gefragt wird: Die Schwesterngemeinschaft muss diese Mitarbeiterinnen wie auch den Gebäudeunterhalt (Klausur, Kirche, Nebengebäude – nicht das Gästehaus) und auch anteilig den Unterhalt des Klosterparks aus eigenen Mitteln finanzieren. Kein Gast des Gästehauses bezahlt also mit seinem Übernachtungsentgelt etwas für den Lebensunterhalt der Ordensschwestern oder den Unterhalt der ordensspezifischen Gebäudeinfrastrukur (Klausur, Kirche, Nebengebäude). Auch die Personal- und Sachkosten für die gemeinsam genutzten Teilbetriebe wie Küche, Technik oder Wäscherei werden anteilig durch den Orden direkt finanziert. Dies ist nur möglich, da aus der Vergangenheit durch die hohe Erwerbstätigkeit der Ordensschwestern Rücklagen gebildet werden konnten und die Gemeinschaft auch für das Alter vorgesorgt hat. Denn es ist für eine Ordensgemeinschaft nicht verpflichtend, ihre Mitglieder („Mitglieder“ deshalb, da alle Schwestern in einem Verein organisiert sind) in der gesetzlichen Rentenversicherung abzusichern. Aber der Orden ist gesetzlich und vom Kirchenrecht her verpflichtet, im Alter und für den Krankheitsfall seiner Mitglieder Sorge zu tragen – dieser Verpflichtung sind die Arenberger Dominikanerinnen nachgekommen. Allerdings stellt der hohe Grad der Pflegebedürftigkeit in Verbindung mit einem hohen Durchschnittsalter von derzeit 81 Jahren die Gemeinschaft vor große – auch finanzielle – Herausforderungen. Derzeit gibt es noch 95 Arenberger Dominikanerinnen (ohne unsere 19 bolivianischen Schwestern), wovon sich ein knappes Drittel (!) in vollstationärer Pflege befindet. So muss der Orden die benötigte personelle Unterstützung im Konvent selbst finanzieren, aus Versicherungsleistungen und finanziellen Rücklagen. Heute befinden sich nur noch wenige Schwestern „in Gestellung“, was bedeutet, dass nur noch die wenigen jüngeren Schwestern, sofern sie keine ordensinternen Aufgaben übernehmen, im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses, z.B. im Gästehaus, etwas für den Lebensunterhalt ihrer Gemeinschaft beitragen können. Deshalb ist es heute für Orden äußerst schwierig, ohne Entgelt eine wohltätige Aufgabe wahrzunehmen. Denn wovon soll eine Ordensgemeinschaft ihren Lebensunterhalt und zusätzlich noch die Ordensinfrastruktur finanzieren, die auch anderen Menschen zugute kommt (z.B. die Mutterhauskirche)? Kirchensteuermittel jedenfalls erhält weder der Orden noch das Gästehaus – mit einer Ausnahme: Kaplan Michael Toth ist uns mit 60 Prozent für die Seelsorge des Gästehauses vom Bistum geschenkt. Das sind aber die einzigen indirekten Kirchensteuermittel, die die Arenberger Dominikanerinnen als kirchliche Einrichtung erhalten.

Die Sorge um das Wohl der vielen älteren Ordensschwestern in der Corona-Krise, die auf engem Raum zusammenleben, ist groß. So gut wie gar nicht mehr verlassen die Ordensschwestern derzeit das Klostergelände. Wo immer möglich, werden Abstände eingehalten, Gottesdienste werden unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt und natürlich auch andere organisatorische Regelungen getroffen, um die Infektionsgefahr zu minimieren. Die Ordensleitung sorgt sich um das Wohl insbesondere der vielen älteren Schwestern, die zur Risikogruppe im Zusammenhang mit der SARS-CoV-2-Pandemie gehören. Seit Beginn der Krise hält die Gemeinschaft zusätzlich zu den üblichen Gebetszeiten noch eine tägliche „außerordentliche“ Gebetsstunde, in der alle Schwestern in der aktuellen Krise für Kranke und ihre Angehörigen beten, die Sorgen und Nöte der Menschen in ihr Gebet einschließen. So dürfen auch Sie sich damit im wahrsten Sinne des Wortes mit „ins Gebet genommen“ wissen.

Soweit zur Ordensgemeinschaft im Mutterhaus. Den anderen organisatorischen Teil des Arenbergs bildet das Gästehaus mit seinen 83 Mitarbeiter*innen ab. Diese stellen mittlerweile zum weit überwiegenden Teil den Lauf des Gästebetriebes sicher, vereinzelt sind auch noch Schwestern mit kleineren oder größeren Aufgaben tätig – Sie kennen einzelne davon. All diesen Schwestern, die Sie vielleicht über den Gästebetrieb näher kennen, geht es soweit gut. Einzelne Betriebsteile wie Küche, Wäscherei oder Spülzentrale erbringen auch jetzt in der Schließungszeit des Gästehauses noch Leistungen für den Mutterhauskonvent und werden das auch weiter tun. Auch die hierfür anfallenden Personalkosten werden anteilig durch die Ordensgemeinschaft übernommen. Der Lebensunterhalt der Ordensgemeinschaft – also all das, was eine jede und ein jeder von uns auch fürs Leben braucht und auch deren ordensinterne Infrastrukturkosten (Klausur, Nebengebäude und Kirche) muss der Orden also ohne die Einkünfte aus dem Gästebetrieb zu 100 Prozent selbst stemmen. Ich wiederhole mich hier bewusst, weil ganz häufig andere Vermutungen dazu kursieren. Mit den 83 Mitarbeiter*innen des Gästehauses sind es also rund 100 Mitarbeitende, die auf dem Arenberg mit ihrer Beschäftigung den Lebensunterhalt bestreiten. Der weit überwiegende Teil der Mitarbeiter*innen befindet sich in unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen.

„Bereinigt“ man die Zahl der Mitarbeiter*innen, die sowohl für die Gäste als auch für das Mutterhaus ihren Dienst verrichten, so entfallen allein auf das Gästehaus 51 Vollzeitkräfte. Diese sind bis zum heutigen Tag beschäftigt und befinden sich noch nicht in Kurzarbeit. Dies wird sich allerdings ab dem 15. April 2020 ändern müssen. Ab dann werden wir nach und nach zunächst für den Rest-April 44 Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit (ganz oder teilweise) schicken müssen, dies entspricht 27 Vollzeitkräften. Sie werden sich vielleicht fragen, warum der Gästebetrieb Kloster Arenberg erst jetzt Kurzarbeit anmeldet, da doch seit dem 18. März 2020 keine Gäste mehr beherbergt werden dürfen. Diese Frage zu beantworten, macht es erforderlich, etwas weiter auszuholen. Wir haben bereits in der Phase der Anbahnung der Krise Ende Februar/Anfang März 2020 damit begonnen, uns Gedanken für den „schlimmsten Fall“ zu machen. Zunächst war das Szenario einer Komplettschließung aufgrund behördlicher Anordnung ohne Vorliegen eines Infektionsfalles im eigenen Hause noch gar nicht wirklich denkbar. Es war viel wahrscheinlicher, in Betracht zu ziehen, dass ein „Infektionsfall“ unter den Gästen möglicherweise zu einer behördlich angeordneten Schließung führen könnte. Dementsprechend begannen wir Anfang März, Schutzvorkehrungen für unsere Gäste und die Schwestern aufzubauen. Niedrigschwellig begann es damit, im Gästebereich Hinweise zur richtigen Händehygiene aufzuhängen und auch Mitarbeiter*innen sensibel dafür zu machen. Wenig später begannen wir damit, die Besetzungen der Tische im Speisesaal der Anzahl nach zu reduzieren und die Tische im Klostercafé räumlich etwas zu entzerren; so fanden diese zum Teil im Wandelgang und im Foyer ihren Platz, dort, wo sonst der schöne Schreibtisch der Gründerin der Gemeinschaft, Mutter Cherubine Willimann, zum Elfchenschreiben seinen Platz hatte. In der letzten Phase der Öffnungszeit wurden dann die schönen neuen Naturholztische im Speisesaal – aus Sorge, dass sie durch die mittlerweile eingesetzten Flächendesinfektionsmittel Schaden nehmen könnten, wieder mit Tischdecken bedeckt, die personalisierten Stoff-Serviettentaschen wurden durch Einwegservietten ausgetauscht, in denen das Besteck eingewickelt war. Zuletzt wurde die Händedesinfektion beim Zutritt zum Speisesaal verpflichtend. Wir hielten uns aus Solidarität zu den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen mit dem Einsatz und Angebot von Händedesinfektionsmitteln im Gästehaus sehr zurück, da die Gesundheitseinrichtungen allerorten Verknappungen meldeten und im Wissen darum, dass eine sorgfältige Händehygiene für Bereiche wie das Gästehaus aus wissenschaftlicher Sicht ausreichte. Ich schreibe das auch deshalb, da teilweise Unverständnis geäußert, vielleicht auch nur gedacht wurde, dass wir erst gar nicht und später nur ganz punktuell Händedesinfektionsmittel im Gästehaus angeboten haben. Zwischenzeitlich haben wir aus eigenen Vorräten des Gästehauses unserem Pflegeheim in Oberhausen mit Desinfektionsmitteln aushelfen können, Sr. M. Ursula ist in die elterliche Apotheke ins Saarland gefahren, um einen 10-Liter-Kanister selbst hergestellten Desinfektionsmittels für die Pflegestation zu beschaffen und die Leiterin unserer Pflegestation im Mutterhaus, Christina Trebing, hat über die Firma ihres Mannes eine Desinfektionsmittelspende erwirken können.

Zurück zur behördlichen Schließungsanordnung vom 17. März: Unser Gästehaus war im Sinne der Absicht der Verordnung mit gewerblichen Hotels gleichzusetzen und somit verließen uns die letzten Gäste im Laufe des 18. März 2020 - notgedrungen. Selbstverständlich beschränkten wir uns in der Vorphase der Schließung unseres Gästehauses nicht darauf, auf Abstands- und Hygieneregelungen hinzuweisen und organisatorische Maßnahmen zu treffen. Das Schließungsszenario rückte ja gefühlt auch ohne behördliche Anordnung näher. Und so wurde frühzeitig überlegt, wie eine zeitlich noch ungewisse Schließungsdauer – in der Hoffnung, dass sie nicht zu lange dauern würde – sinnvoll überbrückt werden könnte. Im Fokus stand schon sehr bald die zweiwöchige Schließungszeit, die wir bereits für den Januar 2021 geplant hatten. Es stand die Prüffrage im Raum, ob die während dieser im nächsten Jahr geplanten Instandhaltungsmaßnahmen nicht in den immer wahrscheinlicher werdenden behördlichen Schließungszeitraum vorgezogen werden könnten. Weiter wurde überlegt, ob bestimmte – vor allem konzeptionelle - Aufgaben, für die im Alltag kaum die erforderliche Ruhe zu finden ist, angegangen werden könnten. Oder eben interne Fort- und Weiterbildungen. Könnten Arbeiten erledigt werden, zu denen die einzelnen Abteilungen im Alltag in der Regel nicht die Zeit finden? Neben all diesen sachlichen Überlegungen waren wir alle – jeder für sich – auch emotional gefordert, mit einer noch nie dagewesenen Situation umzugehen – bis heute. Mitarbeiter*innen durften plötzlich ihre Eltern nicht mehr im Pflegeheim besuchen, wussten ihre Kinderbetreuung nur schwer zu organisieren oder hatten einfach nur Angst, sich anzustecken oder selbst eine Gefahr für andere zu sein, auch für unsere meist hochbetagten Schwestern. Besondere Sorge galt dementsprechend dem Schwesternkonvent. Was würde passieren, wenn nur eine Schwester infiziert würde, wo Abstandsregeln schwierig einzuhalten sind, ähnlich, wie man sich dies in einer familiären Situation vorstellen mag. Die meisten Ansteckungen treten derzeit in Familien- oder familienähnlichen Wohnkonstellationen auf. Die Öffentlichkeit musste von den Gottesdiensten ausgeschlossen werden – die Kar- und Ostertage sollten anders werden als jemals zuvor.

In einer dem Schließungszeitpunkt zeitnah folgenden Mitarbeiterinformation wurde den Mitarbeitenden des Gästehauses – die Mitarbeiter*innen des Schwesternkonventes waren von der Schließung ja nicht betroffen – zugesagt, dass es ein Anliegen der Geschäftsführung sei, die Beschäftigung aller Mitarbeitenden zu sichern. Im Augenblick wolle man deshalb von einschneidenden Maßnahmen absehen – angesichts der noch unklaren Lage, wie lange sich die angeordnete Schließung hinziehen würde. Man wolle die Zeit nutzen, um die zuvor beschriebenen Maßnahmen gemeinsam anzugehen. Die Alternative wäre gewesen, sofort Kurzarbeit anzumelden; diesen Schnellschuss wollten wir als Geschäftsführung jedoch nicht auslösen, da die Lagebeurteilung komplexer war, als sie auf den ersten Blick schien. Und es war uns ein Bedürfnis, unseren Mitarbeiter*innen in dieser so schwierigen Lage, wo keiner wissen konnte, wie es weitergeht, zumindest für den Anfang Sicherheit hinsichtlich des Erhalts des Arbeitsplatzes und der Sicherstellung des Lohnes zu vermitteln. Selbstverständlich stand dabei auch immer im Fokus, wie lange eine solche Entscheidung auch wirtschaftlich durchgehalten werden könnte. Auch musste eine Weiterbeschäftigung – zunächst ohne Kündigungen oder Kurzarbeit – auch wirklich Sinn machen, die Mitarbeiter*innen sinnvoll beschäftigt werden können. Denn eines war uns von vornherein klar: Was wir jetzt ohne laufenden Gästebetrieb an Kosten verausgaben, werden wir für künftige Investitionen nicht mehr zur Verfügung haben. Aber die Investition in unsere Mitarbeitenden hatte für uns seinen ganz eigenen Wert. Eine überschlägige Rechnung offenbarte schnell, dass wir bereits nach möglichen Maßnahmen zur Betriebskostenreduzierung noch immer mit rund 240.000 € / Monat an Personal- und Betriebskosten zu rechnen hätten – vorausgesetzt, es würden keine personellen Konsequenzen gezogen werden (betriebsbedingte Kündigungen, Kurzarbeit) – was wir bis einschließlich 15. April auch nicht getan haben werden. In dieser Zeit der Abwägung erreichten uns viele Zuschriften von Gästen, die sich um den Fortbestand unseres Gästehauses sorgten. Damit hatten wir nicht gerechnet. Denn uns war und ist bewusst, dass diese Krise bei vielen Menschen bereits Not und Leid verursacht hat und wohl noch verursachen kann. Und trotzdem sorgen sich Menschen um den Gästebetrieb und – natürlich – auch um unsere Ordensschwestern. Das berührt uns sehr. Es bestätigt uns in unserem Anliegen, gut und verantwortlich Sorge auch für unsere Mitarbeitenden zu tragen, auch, wenn es uns viel kostet. Neben den vielen ermutigenden Rückmeldungen erreichen uns auch Spenden von Gästen, die damit einen Beitrag zur Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen tragen wollen. Auch das berührt uns sehr.

In der Phase der Vorüberlegungen begannen wir schon vor der Schließung, mit Firmen Kontakt aufzunehmen, die wir normalerweise erst im Vorfeld der Schließung im Januar 2021 angesprochen hätten. Wie der Zufall es will, hatten wir beispielsweise Anfang des Jahres bereits für Gästeflure die Teppichböden bestellt, die erst im Jahr 2021 verlegt werden sollten. Wir erzielten Einkaufsvorteile, weshalb wir diese Teppichböden auf Lager legten. Das kam uns jetzt zugute. Andreas Schmitz, unser langjähriger Begleiter bei Bodenbelagsarbeiten aus Berlin, sagte auch prompt zu, da er in einem anderen Projekt flexibler sein konnte. Neben den Teppichböden auf einzelnen Fluren konnte so auch der Bodenbelag im Saunabereich erneuert werden. Nicht zuletzt konnte in einzelnen Zimmern der Parkettboden – wo nötig – geschliffen und neu lackiert werden. Am Karsamstag wird Herr Schmitz die Arbeiten beendet haben. All diese Maßnahmen wären im laufenden Gästebetrieb nicht möglich gewesen. Für die Woche ab dem 23. März 2020 war als Maßnahme zur Erhöhung der Biodiversität schon lange geplant, im hinteren Parkbereich eine Wiese in einen Magerstandort für Wildstauden und -sträucher umzuwandeln. Diesem Vorhaben kam es zugute, dass keine Gäste da waren; so konnten sie auch nicht in ihrem Ruhebedürfnis gestört werden. Denn für dieses Projekt mussten große Erdmassen bewegt, umgeschichtet und aufgefüllt werden. Die neue fast 500 qm große Naturfläche ist mit dem gestrigen Tage vornehmlich durch unseren Gärtner, Markus Thießen, unseren neuen Schöpfungsbeauftragten, Albrecht Ruech, und mit Unterstützung unseres afghanischen Mitarbeiters, Babur Shah Anwarzad, der seit der Flucht mit seiner Familie eine Projektstelle im Garten wahrnimmt, fertiggestellt worden. Unterstützt hat uns dabei der Naturgarten-Fachmann Eugen Sturmlechner aus Österreich – diesmal aufgrund der aktuellen Reisesituation leider nur telefonisch, der uns in den Naturgartenprojekten (Renaturierung weitestgehend lebloser Wiesenflächen) der vergangenen Jahre beraten und begleitet hat. Bei dieser Gelegenheit: Wie wahrscheinlich bei den meisten von Ihnen zu Hause hat es seit Wochen auf dem Arenberg nicht mehr geregnet. Die Erde reißt auf und wir beginnen jetzt schon damit, großflächig zu gießen. Dazu haben wir ein Bewässerungs-Patenprojekt aufgelegt, indem Mitarbeiter*innen und Schwestern uns bei der Bewässerung der Flächen ehrenamtlich unterstützen, während unser Gärtnerteam den Garten so in Schuss bringen und halten kann, dass Sie, liebe Gäste, wenn Sie wieder zu uns kommen dürfen, Ihre wahre Freude daran haben werden. So schade, dass Sie das Frühlingserwachen im Klosterpark nicht miterleben können. Es scheint, als streckten die vielen wunderbaren, im Herbst neu gepflanzten Verwilderungszwiebeln ihre Hälse auf der Suche nach Ihnen aus. Zu den Unternehmen, die uns spontan unterstützen, gehört auch das Steinmetzunternehmen Pabst aus Koblenz. Die Mitarbeiter haben begonnen, die Verfugungen des Plattenbelages vor dem Eingang Gästehaus aufzubereiten, obgleich die Firma eigentlich alle Hände voll zu tun hatte mit den städtischen Friedhofsarbeiten für die Kar- und Ostertage. Auch auf diese langjährige Geschäftsbeziehung ist in Krisenzeiten Verlass. Und wir sind ein weiteres Projekt angegangen, welches wir für 2020 eigentlich nicht mehr in Betracht gezogen hätten. Dieser Tage haben wir nach umfänglichen Vorplanungen die Ausführung von Hitzeschutzmaßnahmen für den Café- und Foyerbereich beauftragt (außenliegender Sonnenschutz an den großen Glasfronten im Cafébereich). Da es sich hierbei um Spezialkonstruktionen handelt, wo auch der vorbeugende Brandschutz eine gehörige Rolle spielt, waren umfängliche Planungsaufgaben erforderlich. Mit viel Glück können diese Arbeiten Ende April / Anfang Mai ausgeführt werden und schon in diesem Sommer wirken, der wieder heiß zu werden scheint. Unklar ist noch, ob die Lieferketten dies momentan zulassen.

Unser Gästehaus fordert nicht nur in den großen Themen heraus, auch die vermeintlich kleinen Dienste sind uns wichtig. Neben den größeren Investitionen haben wir in den ersten drei Wochen nach Schließung unser Gästehaus „auf Vordermann“ gebracht – fast ausnahmslos durch sehr tüchtige Frauen. So konnten die Mitarbeiterinnen der Hauswirtschaft alle Gästebereiche von Grund auf reinigen und die Fenster im ganzen Haus – soweit dies aus Sicherheitsgründen bei den großen Glasfassaden möglich war – selbst reinigen. Hierdurch konnten die Kosten für die frühjährliche Fensterreinigung, die ansonsten durch eine Fremdfirma durchgeführt wird, eingespart werden. Ähnlich verhält es sich mit Handwerkerleistungen. Malerarbeiten, für die wir normalerweise in der jährlichen 14-tägigen Schließungszeit auf eine Fremdfirma angewiesen sind, führen wir derzeit selbst aus. Unser Anstreicher, Robert Neusius, ist hier federführend. Die Streichung der Balkonbrüstungen, die nur in der wärmeren Jahreszeit erfolgen kann, haben wir nun in Angriff genommen. Diese Maßnahme hätte im Normalbetrieb die Schließung einzelner Gästezimmer erforderlich gemacht, da während der kurzen winterlichen Schließungszeit die Temperaturen keine Arbeiten im Außenbereich zulassen. Die Firma Künster, die uns immer wieder in den Elektroarbeiten unterstützt, stellte uns unkompliziert eine große Hebebühne zur Verfügung. Die tagelangen Ausfallkosten durch die Nichtvermietung aller Balkonzimmer zur Durchführung dieser Arbeiten sind uns erspart geblieben beziehungsweise dürfen den Kosten durch die Schließung kompensierend gegenübergestellt werden. Die Wäscherei kam endlich dazu, Vorhänge, Stores und vieles andere zu waschen, was im normalen Betriebsalltag oft auf der Strecke bleibt. Unser Seelsorgeteam und das Vitalzentrum haben sich an die Arbeit gemacht, Online-Angebote für unsere Gäste vorzubereiten. Die Seelsorge hält seit drei Wochen jeden Werktag einen Morgenimpuls für interessierte Mitarbeiter*innen in der Gästekapelle – unter Beachtung des nötigen Abstandes natürlich. So könnten wir aus allen Abteilungen des Gästebetriebes berichten, wie aufgearbeitet, gepflegt, gereinigt, gebetet, gewartet, repariert, geprüft, geplant, gekocht, gespült, verwaltet und leitungsseitig die Krise zu bewältigen versucht wird – in mancherlei Hinsicht nur von Tag zu Tag planend. Virusbedingt ist bislang einzig unser Vitalzentrum-Team zeitweise ausgefallen. Eine Kollegin wurde positiv auf SARS-Cov-2 getestet und in Folge das ganze Team als „Kontaktpersonen 1. Kategorie“ für 14 Tage in Quarantäne geschickt – zunächst noch als vorsorgliche Maßnahme von uns als Hausleitung, später kam dann auch die Anordnung durch die Gesundheitsbehörde. Auch vier Schwestern waren von der Quarantäne betroffen. Darunter Sr. M. Beatrix, die vielen von Ihnen bekannt ist. Bis auf die infizierte Kollegin sind alle davon Betroffenen, darunter auch zwei Schwestern unserer Pflegestation, symptomfrei geblieben - aus der Quarantäne entlassen und wohlauf. Der infizierten Kollegin geht es zunehmend besser, jedoch zeigt sich das Virus schon von seiner hartnäckigen Seite. Wir hoffen, dass auch Sie bald wieder ganz genesen sein wird. Das Team Vitalzentrum kehrte in der Karwoche nach und nach wieder in den Betrieb zurück, um dann schweren Herzens gleich wieder von der Hausleitung in angeordneten Überstunden- oder Urlaubsabbau geschickt zu werden.

Aus den geplanten Schließungszeiten bereits eingeübte Praxis ist, dass die Abteilungen untereinander behilflich sind. So helfen Jana Best vom Empfang und Martina Böhm vom Speisesaalteam im Garten, Kaplan Michael Toth mäht den Rasen, Dr. Martin Hofmeir und Oliver Reinhard aus dem Vitalzentrum helfen dem Technikteam bei den Malerarbeiten oder bei der Sortierung des Altpapiers. Die jungen Schwestern übernehmen Aufgaben im Konvent, damit die Mitarbeiterinnen dort endlich mal Überstunden abbauen können. Anders herum helfen Mitarbeiterinnen des Gästehauses – wenn bislang auch nur in geringem Umfang erforderlich - im Schwesternbereich mit. Eine Aufzählung ist hier nur auszugsweise möglich. Alle anderen Mitarbeiter*innen sind gleichermaßen gemeint und für ihren Einsatz gewürdigt. Apropos Überstunden: Selbstverständlich war eine der ersten Maßnahmen nach Schließung, dafür Sorge zu tragen, dass die Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen des Gästebetriebes vorrangig Überstunden abbauen konnten (dies war auch im Blick auf eine mögliche spätere Antragstellung auf Kurzarbeit zwingend erforderlich) und den Urlaub, der ohnehin im Rahmen der Jahres-Urlaubsplanung angedacht war, ungeachtet der Schließung und der Reisebeschränkungen antraten.

Jeden Tag treffen sich Geschäftsführung, Hausleitung, Abteilungsleitungen, Mitarbeiterinnen aus der Personalabteilung – wenn erforderlich, Kaplan Toth und – wenn organisatorisch abbildbar – auch ein Vertreter der Mitarbeitervertretung zu einem Jour fixe im großen Mariensaal, dessen Raumgröße das Einhalten der gebotenen Mindestabstände möglich macht. Bislang treffen Tag für Tag neue Informationen und Vorschriften ein, die die Kinderbetreuung in Betrieben, die Kurzarbeit in caritativen Einrichtungen, das Arbeitsrecht und neu gebotene Verhaltensregelungen betreffen, die mitzuteilen und deren Umsetzung miteinander zu besprechen sind. Immer wieder muss auch auf die Maßnahmen zum gegenseitigen Gesundheitsschutz hingewiesen werden. Mittlerweile ist es aber schon ein sehr gut eingeübtes Verhalten. Auch sind oder waren neben unserer Schneiderin, Schwester Marietta, einige Mitarbeiterinnen und die Kinder von Dr. Hofmeir dabei, meist im „Home-Office“, Mund-Nasen-Schutzmasken herzustellen. Zunächst haben wir unsere Pflegerinnen auf der Pflegestationen ausgestattet (medizinische Masken halten wir dort in Reserve), anschließend die Mitarbeiterinnen im Schwesternkonvent und nun werden die kontaktkritischen Bereiche im Gästehaus, die Ordensschwestern und schließlich alle Mitarbeiter*innen mit diesen Masken ausgestattet. So sind wir auch für den Fall gerüstet, dass es eine Masken-Tragepflicht geben wird.
Wir sind immer wieder überrascht, wieviel Zeit uns die organisatorischen Maßnahmen auch ohne Gästebetrieb im Jour fix abverlangen. Auch die Mitarbeiter-Cafeteria wird noch betrieben – allerdings unter strikter Einhaltung der gebotenen Abstände und Händedesinfektionsvorschriften. Dies nur ein kleiner Auszug aus dem Alltag des Gästebetriebes – leider ohne Gäste. Zwischenzeitlich sind unsere insbesondere seelsorgerischen Angebote während der Schließungszeit online. Uns bleibt derzeit leider nur diese Kontaktmöglichkeit, aber immerhin.

Neben den vielen Tätigkeiten, die aus unserer Sicht sinnvollerweise während der vergangenen knapp drei Wochen ausgeführt werden konnten, ist zu bedenken, dass wir die Versorgung des Schwesternbereichs weiterhin sicherstellen müssen. So haben wir aus Gründen der Risikominimierung (Ausfallgefahr des gesamten Küchenteams durch wechselnde Schichtbesetzungen) das Küchenteam geteilt. Im 14-Tage-Rhythmus versieht es – ununterbrochen – derzeit seinen Dienst. Ebenso leisten Wäscherei und Spülzentrale weiterhin ihren Dienst für den Schwesternkonvent. Das gilt auch für die Gebäudetechnik. Die alte, wenn auch in gutem Zustand befindliche Gebäudeinfrastruktur für die Ordensschwestern will auch während einer Corona-Krise repariert und gewartet sein. So benötigen wir derzeit zur Sicherstellung der Aufgaben innerhalb der Ordensgebäude und zur Sicherstellung der Versorgung der meist hochbetagten Ordensschwestern mehr Personal, als wir unter Normalbetrieb des Gästehauses für den Ordensbereich anteilig eigentlich vorhalten müssen. So kommt es auch, dass weniger Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit gehen müssen, als dies von der Einnahmesituation des Gästehauses eigentlich erforderlich wäre.

Wie geht es nun in der Kar- und Osterwoche weiter? Wenn wir eingangs unsere Entscheidung erläutert haben, unsere Mitarbeiter*innen auf absehbare Zeit sinnvoll und vor dem Hintergrund des enormen Ressourceneinsatzes (Personalkosten) weiter zu beschäftigen, so sind knapp drei Wochen vergangen, seit wir unser Gästehaus schließen mussten und unseren Mitarbeiter*innen diese Zusage machten. Versucht man die unterschiedlichen Verlautbarungen seitens der Politik und des Robert-Koch-Instituts zu deuten, so erscheint es eher unwahrscheinlich, dass wir unser Gästehaus am 20. April 2020 wieder werden öffnen dürfen. Dennoch nehmen wir Buchungen ab diesem Zeitpunkt noch entgegen; Risiken durch eine Stornierung bestehen für unsere Gäste ja nicht (s. hierzu auch den Link „Reservierungen/Storno“). Selbst für den Fall einer Öffnung des Gästehauses ab 20. April ist nicht damit zu rechnen, dass von jetzt auf gleich eine solche Belegung wird erzielt werden können, dass wir alle unsere 83 Mitarbeiter*innen, die maßgeblich für den Gästebetrieb tätig sind, von Anfang an genügend beschäftigen können bzw. die Einnahmensituation bei vergleichsweise niedriger Belegung dies wirtschaftlich zuließe. So haben wir uns als Geschäftsführung bereits Anfang der vergangenen Woche dazu durchringen müssen, zeitnah Kurzarbeit zumindest für einen Teil unserer Mitarbeiter*innen zu beantragen. Leichter gesagt, als getan. Eine solche Entscheidung erfordert in vielerlei Hinsicht Maßnahmen, Gespräche, Fristeinhaltungen und nicht zuletzt Verhandlungen mit der Mitarbeitervertretung (MAV), die der Einführung von Kurzarbeit grundsätzlich zustimmen muss. So wurden unsere Mitarbeiter*innen Freitag vergangener Woche über die Absicht der Einführung von Kurzarbeit informiert. Zuvor hatte die MAV diesem Anliegen grundsätzlich zugestimmt – vorbehaltlich detaillierter Regelungen im Rahmen einer Dienstvereinbarung. Am 6. April haben wir unkompliziert und vertrauensvoll eine Dienstvereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit gegenseitig unterzeichnen können. Bereits vor Verhandlungsbeginn gaben wir als Geschäftsführung bekannt, dass – zunächst gültig für den Monat April 2020 – das Kurzarbeitergeld von 60% bzw. 67% auf 80% aufgestockt werde – dies zu unseren Lasten. Weiter boten wir an, dass auf unkonventionelle Weise eine Lösung für den Fall gesucht wird, dass eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter finanzielle Probleme durch die Absenkung des Nettogehaltes nach Aufstockung auf 80% hat, selbstverständlich unter Wahrung größtmöglicher Vertraulichkeit. Uns ist bewusst, dass die Mitarbeiter*innen in den sogenannten „Niedriglohngruppen“ auf jeden Cent angewiesen sind. Auch deshalb, weil viele Mitarbeiter*innen nur in Teilzeit, oft nur mit wenigen Stunden, arbeiten können. Nicht zuletzt boten wir der Mitarbeitervertretung an, dass Mitarbeiter später im Monat oder im Jahr geplanten Erholungsurlaub auch vorziehen könnten, um auf diese Weise individuell den Beginn der Kurzarbeit hinauszögern und das volle Gehalt sichern zu können. Gleichwohl sind wir vereinzelt wegen Entfalls der Arbeit auch nicht umhingekommen, für ein paar wenige Tage bis zum Beginn der Kurzarbeit Erholungsurlaub anzuordnen. Viele Mitarbeiter*innen müssen wir zu 100 Prozent in Kurzarbeit schicken, deutlich weniger können noch einen Teil ihrer vertraglichen Wochenstunden arbeiten. Ob wir die Aufstockung zur Kurzarbeit für den Monat Mai auch werden leisten können, müssen wir noch prüfen. Einige Mitarbeiter*innen werden weiterhin im Rahmen ihrer normalen Wochenarbeitszeit bei uns direkt beschäftigt sein.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass wir durch die sehr verzögerte Beantragung von Kurzarbeitergeld – wirksam voraussichtlich vier Wochen nach Schließungsanordnung, durch die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent des Nettogehaltes, durch die zusätzliche Abfederung persönlicher Härten sowie die Möglichkeit, Jahresurlaub in den geplanten Kurzarbeitszeitraum vorzuziehen, alles in unseren Möglichkeiten stehende getan haben, um die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise für den einzelnen Mitarbeiter – zumindest bis heute – auf ein sehr geringes Maß zu reduzieren. Mit diesen Maßnahmen werden wir alle unsere heutigen Mitarbeiter*innen, bis auf eine einzige Kündigung in der Probezeit, weiter an uns binden können – so hoffen wir. Wie lange wir dies vermögen, lässt sich derzeit natürlich nicht sicher sagen.

In der Karwoche wurden also noch Überstunden abgebaut und geplanter Urlaub angetreten, das Seelsorgeteam wird nach Veröffentlichung unserer Online-Angebote wohl einer steigenden Nachfrage gerne entgegensehen, unser Technikteam und die Fremdhandwerker werden weiter notwendige Arbeiten ausführen, das Empfangsteam am Karsamstag und am Ostermontag Ihre Reservierungen / Stornierungen entgegen nehmen, um dann wieder ab Osterdienstag dauerhaft für Sie da zu sein. Die Mitarbeiter*innen auf der Pflegestation und Jutta Erkelenz, die für Sauberkeit in diesem Bereich sorgt, werden weiter für die pflegebedürftigen Schwestern gute Sorgende sein. Jutta Pelzer aus der Personalabteilung – verstärkt durch Stephanie Schmitz vom Empfang (von ihrer „Grundausbildung“ Personalfachfrau) werden unsere Verwaltungsleiterin, Beate Hierold, in den jetzt notwendigen Arbeiten insbesondere im Zusammenhang mit der Kurzarbeit unterstützen, unsere Damen in der Finanzbuchhaltung werden weiter buchen – wenn auch keine Gastrechnungen mehr. Die Hauswirtschaft wird dafür Sorge tragen, dass nach und nach die von unseren eigenen Handwerkern oder von Fremdhandwerkern fertiggestellten Bereiche wieder gründlich gesäubert werden. Unsere Handwerker werden die technische Prüfung elektrischer Geräte, derer es viele hundert in unserem Gästebetrieb gibt, fortsetzen. Auch die Einpflege von Öl auf dem Parkettboden ist vorgezogen und gerade fertiggestellt worden. Unsere FÖJler (Freiwilliges Ökologisches Jahr) haben die Kräuterwerkstatt malerisch kreativ verschönert und den Tischschmuck im Klostercafé arrangiert, so, als würden Sie, unsere Gäste, jeden Tag erwartet. Unsere Gärtner werden allesamt voll beschäftigt bleiben, niemand aus diesem Team wird Kurzarbeit antreten. Denn Sie würden das Klostergelände nicht wiedererkennen, wenn wir in der Hauptwachstumsphase auch nur zwei Wochen die Arbeit einstellen würden. Auch die Projektstelle, die unser afghanischer Mitarbeiter innehat, wird – zumindest vorläufig - nicht angetastet, da seine Arbeitskraft dringend benötigt wird. Unser Team im Vitalzentrum wird leider überwiegend von Kurzarbeit betroffen sein, ebenso unsere Mitarbeiterinnen vom Empfang und viele Mitarbeiterinnen aus den hauswirtschaftlichen Diensten. Für unseren neuen Schöpfungsbeauftragten ergibt sich durch die Corona-Krise jedoch nicht weniger sinnvolle und notwendige Arbeit. Die Erfordernisse der Natur stehen nicht still, auch wenn die Corona-Krise durch die Reiseeinschränkungen und den geringeren Verbrauch fossiler Energieträger eine kleine Atempause verschafft. Der Klosterpark ruft geradezu danach, die Lebensräume für eine hohe Artenvielfalt zu erweitern. Küche, Wäscherei und Spülzentrale werden in geringerer Besetzung weiter für die Versorgung des Schwesternkonventes sorgen und die Mitarbeiterinnen der Pflegestation für unsere Pflegebedürftigen da sein.

Anfang der Osterwoche wollen sich die Bundesregierung und die Länderminister*innen dazu äußern, wie sie die aktuelle Lage der SARS-CoV-2-Epidemie in Deutschland einschätzen und welche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sie beibehalten, verstärken oder schrittweise wieder zurücknehmen wollen. Wir erhoffen eine Aussage dazu, ob das Verbot für Beherbungsbetriebe, Übernachtungsmöglichkeiten zu „touristischen Zwecken“ anzubieten, zum 20. April 2020 unter Auflagen aufgehoben wird oder bestehen bleibt. Zu dem Zeitpunkt, da das Beherbergungsverbot aufgehoben würde, ist damit zu rechnen, dass es Auflagen geben wird, die insbesondere die noch gebotenen Abstandsregeln einfordern und Versammlungsverbote beinhalten. So ist vorstellbar, dass nur noch ein Gast, allenfalls zwei Gäste an einem Tisch im Speisesaal oder im Klostercafé sitzen dürfen, dass es in der Meditation oder den Impulsen in der Gästekapelle zu Teilnehmerzahl-Beschränkungen kommt oder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Wie verfahren werden sollte, wenn ein Gast während des Aufenthaltes oder unmittelbar danach positiv getestet würde, bleibt abzuwarten, ebenso in Bezug auf unsere Mitarbeiter*innen. Derzeit gehen wir jedoch davon aus, dass das Verbot für Beherbungsbetriebe nicht zum 20. April 2020 aufgehoben wird. Österreich hat angekündigt, ab der Osterwoche bestimmte Maßnahmen zu lockern oder ganz aufzuheben. Hotels betreffend kündigte der österreichische Bundeskanzler Kurz jedoch an, dass die Aufhebung des Beherbungsverbotes für „frühestens Mitte Mai“ zu erwarten sei. Unsere Annahme ist, dass die deutschen Empfehlungen sich in eine ähnliche Richtung bewegen werden; die Ministerpräsidenten von NRW und Bayern zeichnen in Stellungsnahmen bereits ein entsprechendes Bild. Auch die Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Gründonnerstag weisen in diese Richtung.

Aus dieser Lagebeurteilung heraus haben wir unsere Gästezahl vorsorglich bis Ende Mai auf die Zahl 50 begrenzt, um mögliche Abstands- und Versammlungsauflagen auch erfüllen zu können; gegebenenfalls werden wir dies bis Ende Juni ausweiten. Sollten die Auflagen es zulassen, wieder mehr Gäste aufzunehmen, werden wir selbstverständlich sofort reagieren. Wir empfehlen jedoch, sich ggf. auf eine Warteliste setzen zu lassen, die wir der Reihe nach abarbeiten werden. Diese Vorgehensweise hätte abermals wirtschaftliche Konsequenzen, da die hohen Fixkosten sich nicht mit einer Auslastung von nur 50 oder 60 Prozent decken lassen. Einzige Möglichkeit scheint derzeit, diese Situation über eine schrittweise Aufhebung der Kurzarbeit in den Griff zu bekommen, falls die Voraussetzungen für Kurzarbeit auch unter veränderten Rahmenbedingungen noch gegeben sind. Unsere aktuellen Übernachtungspreise haben wir auf Grundlage einer Belegungsquote von 75 Prozent kalkuliert, was für die letzten Jahre ein durchaus realistischer Wert war.

An dieser Stelle auch denjenigen Gästen, die uns eine Spende zukommen ließen, ein ganz herzliches Dankeschön. Mit der Ausstellung der Spendenbescheinigung bitten wir noch um etwas Geduld. Ebenso noch um etwas Geduld möchten Sr. M. Scholastika (ich glaube, das in ihrem Namen schreiben zu dürfen) und ich Sie hiermit bitten, sollten Sie eine Rückmeldung auf eine E-Mail, Briefpost oder eine andere Form der Kontaktaufnahme warten. Wir tun unser Möglichstes, um unserer Wertschätzung auf Ihre Grüße hin einen persönlichen Ausdruck zu verleihen, benötigen hierfür aber noch etwas Zeit.

Bevor ich zum vorläufigen Schlusswort komme, noch ein kurzer Ausflug zu unserem Pflegeheim „Vincenzhaus“ in Oberhausen (NRW), in dem wir 118 pflegebedürftigen Bewohner*innen, davon derzeit 16 Ordensschwestern, pflegen, versorgen und betreuen. Bislang ist noch keine Bewohner*in nachweislich an Covid-19 erkrankt. Zwei Verdachtsfälle in der vorvergangenen Woche haben sich – Gott sei Dank – nicht bestätigt. Einrichtungs- und Pflegedienstleitung treffen jedoch vorsorgliche Maßnahmen, um einem Ausbruch dieser Krankheit so gut wie möglich entgegenzuwirken. Auch ist man darauf eingestellt, sollte eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachweislich auftreten, entsprechend zu reagieren. Für unsere Verantwortlichen vor Ort ist die ständige Ungewissheit und Sorge, wie es tatsächlich um die Gesundheit der Bewohner*innen und der Mitarbeiter*innen in Sachen von Covid-19 steht, sehr belastend. Nun endlich scheint seitens der Politik und der allgemeinen Öffentlichkeit den Mitarbeiter*innen in der Pflege und auch den in anderen Berufsgruppen Beschäftigten in Pflegeheimen und Krankenhäusern endlich der Stellenwert im Dienst an der Gesellschaft und am konkreten Menschen deutlicher ins Bewusstsein gerückt. Ihnen werden wir hoffentlich auch nach Überwindung dieser Krise noch in gebührender Weise zu danken wissen. Uns als sozialem Träger ist das natürlich keine neue Erkenntnis. Und trotzdem oder gerade deshalb sei an dieser Stelle unseren Leitungen und Mitarbeiter*innen in unserem Vincenzhaus in Oberhausen wie auch denen auf unserer Pflegestation im Mutterhaus ein besonders herzliches Dankeschön zugerufen.

Trotz aller Unwägbarkeiten sehen wir optimistisch in die Zukunft. Hoffentlich haben Sie trotz aller sachlichen Darstellungen dieser Information auch entnehmen können, dass wir gar nicht darauf eingestellt sind, den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten. Nein, wir haben sogar noch investiert und sind dabei, unser Haus und den Klosterpark in dem Zustand zu erhalten, wie Sie diese erfahren durften. Und nein, ohne unsere Gäste ist nicht alles doof (hier knüpfe ich an ein Video von Sr. M. Ursula an, sollte Ihnen das noch nicht aufgefallen sein – s. auf unserer Krisen-Sonderseite), vieles natürlich, aber vielleicht darf aus all dem Geschehenen und selbst der Tragik der Situation auch nachhaltig Gutes erwachsen. Wir vermögen es derzeit wahrscheinlich nur schwer zu erkennen, aber ich hoffe darauf. Und so freuen wir uns darauf, wenn wir Sie zwar nicht gleich wieder in die Arme nehmen (was ja sowieso die Ausnahme ist), Ihnen aber bald schon mit An-Sehen wieder begegnen dürfen. Das wird ein Fest ... irgendwie gefühlt wie vor knapp 17 Jahren, als wir neu die Pforten des Gästehauses öffneten.

Ihnen, trotz der besonderen Situation, frohe und gesegnete Ostertage.

In Verbundenheit,

Bernhard Grunau

 

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 Zwischenbericht der Geschäftsführung vom 3. Mai 2020

Kloster Arenberg, den 03. Mai 2020

 

 

Verehrte, liebe Gäste von Kloster Arenberg,

nach dem umfänglichen Bericht über die (sozial-)wirtschaftliche Lage der Kranken- und PflegeAnstalt Arenberg GmbH (gegr. 1896) und damit auch über die Lage des Gästehauses Kloster Arenberg vom Karfreitag 2020 möchte ich Ihnen nunmehr einen neuen Zwischenbericht geben.

Aktuell gilt für den Betrieb des Gästehauses die 5. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz vom 30. April 2020, welche die Schließung von Hotels und Beherbergungsbetrieben weiterhin aufrechterhält. Am 6. Mai 2020 wird die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsident*innen der Länder u.a. über ein Ausstiegsszenario von gastronomischen Einrichtungen, Hotels und Beherbergungsbetrieben aus dem „Lockdown“ beraten. Es lässt sich nur schwer vorhersagen, auf welche Ausstiegsszenarien mit welchen Einschränkungen sich die Ministerpräsident*innen einigen und wie schlussendlich diese Absprachen tatsächlich in Landesrecht umgesetzt werden. Aufgrund dieser Ungewissheit haben wir als Geschäftsführung uns dazu entschlossen, mit der Öffnung des Gästehauses zum 1. Juni 2020, also erst nach den Pfingsttagen, zu planen.

Zwischenzeitlich haben wir mit Überlegungen zur Entwicklung eines Corona-Sicherheitskonzeptes für Gäste, Schwestern und Mitarbeiter*innen für die Zeit ab Öffnung des Gästehauses begonnen. Das gestaltet sich insofern noch schwierig, da nicht absehbar ist, wie genau die Auflagen der Gesundheitsbehörden als Voraussetzung für den Betrieb des Gästehauses sein werden. Sicher dürfen wir davon ausgehen, dass es Regelungen zu Abständen, Desinfektions- und Reinigungsvorschriften und – zumindest in bestimmten Situationen – auch zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen geben wird. Wie genau diese Vorschriften lauten, ist für den Betrieb des Gästehauses jedoch von zentraler Bedeutung. So ist es für den organisatorischen Ablauf erheblich, ob beispielsweise der Sicherheitsabstand bei Tisch so groß definiert wird, dass letztlich nur ein Gast an einem Tisch sitzen kann oder aber – wie es in Österreich praktiziert werden wird, vier Personen an einem Tisch sitzen dürfen. Mit dieser Regelung hängt unmittelbar auch zusammen, wie viele Gäste wir überhaupt werden im Gästehaus beherbergen können. Auch ist damit zu rechnen, dass das Büfettsystem anders organisiert werden muss und ggf. weniger Selbstbedienung möglich sein wird. Gleiches gilt für die Organisation im Klostercafé und die Sitzmöglichkeiten in Abhängigkeit von Abstandsregelungen. Welche Leistungen dürfen unter welchen Vorgaben durch unser Vitalzentrum angeboten werden ... Auch in Abhängigkeit der Abstandsregelungen: welche seelsorgerischen Angebote können für welche Zahl an Gästen in welchen Räumen angeboten werden? Hier ist es ganz erheblich, ob der Mindestabstand 1 m (wie in Österreich) oder 1,5 m betragen wird. Wie viele Personen dürfen – selbst unter Wahrung der Abstände – sich maximal versammeln? Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Angebote, die von unseren Individualgästen wahrgenommen werden, sondern auch auf unsere Kurse. Ggf. muss die Teilnehmerzahl der Kurse aufgrund der Abstandsregelungen reduziert, entsprechend Einzelbuchungen von Kursteilnehmer*innen von uns storniert werden. Zur Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung dieses Konzeptes und später als Ansprechpartner für unsere Gäste haben wir eigens einen „Corona-Beauftragten“ berufen. Unser neuer „Schöpfungsbeauftragter“, Albrecht Ruech, den wir zum 1. Februar 2020 eingestellt haben, wird diese Aufgabe in Personalunion übernehmen. Selbstverständlich verlieren wir in der Corona-Krise, während der Schließungszeit und danach nicht die Belange um den Naturschutz in Kloster Arenberg aus den Augen. Sie werden anlässlich Ihres nächsten Aufenthaltes bemerken, was sich in dieser Hinsicht schon wieder auf dem Arenberg getan hat.

Unser Gästehaus verfügt über 79 Zimmer und 95 Betten. Damit wir unseren Gästebetrieb wirtschaftlich führen können, sind wir auf eine übers Jahr durchschnittliche Belegung von mindestens 75 Betten angewiesen. Aufgrund der zu erwartenden Auflagen werden wir möglicherweise nicht in der Lage sein, mehr als 50 Gäste zu beherbergen. Insbesondere der gastronomische Bereich stellt voraussichtlich einen Engpass in der Ablauforganisation dar, wie schon zuvor angedeutet. Sollte beispielsweise tatsächlich die Abstandsregelung von 1,5 m auch auf die Sitzgelegenheiten im Speisesaal anzuwenden sein, können sich in unseren Speisesälen max. 24 Personen gleichzeitig aufhalten (entspricht der Anzahl der Tische im großen und kleinen Speisesaal). Allenfalls Gäste, die als Paare oder in einem Haushalt lebende Personen anreisen, können ggf. an einem Tisch sitzen. Dies hätte zur Folge, dass wir zwei Essenszeitkorridore anbieten müssten, mit wahrscheinlich verlängerten Essenszeiten - und das zu allen drei Mahlzeiten am Tag. In Folge würde das unseren Personaleinsatz erhöhen – bei gleich-zeitig weniger Einnahmen und höherem Aufwand bei der täglichen Umsetzung des Sicherheitskonzeptes. Weshalb beschreibe ich das so ausführlich? Ich will Ihnen nur ein Gefühl dafür vermitteln, dass es nicht damit getan sein wird, Desinfektionsmittelspender aufzustellen und ein paar Plexiglas-scheiben am Empfang zu installieren oder Abstandsstreifen am Boden zu befestigen. Und da es noch keine verbindlichen Vorgaben gibt und es letztlich in alle Richtungen gehen kann, sind wir momentan nur eingeschränkt in der Lage, Vorkehrungen zu treffen. Selbstverständlich orientieren wir uns schon mal daran, was beispielsweise die österreichische Regierung an Regelungen für den gastronomischen Bereich getroffen hat; die Österreicher scheinen uns dahingehend etwa zwei Wochen voraus zu sein.
Auch halten wir uns auf dem Laufenden, was Verbände wie der Deutsche Tourismusverband (DTV) oder der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA) planen. Aber immer wieder muss man darauf zurückkommen: keiner kann mit Gewissheit sagen, wann und wie es weitergeht und unter welchen Auflagen.

Personell sieht es derzeit so aus, dass viele unserer Mitarbeiter*innen – ab 1. Mai 2020 nochmals mehr als im April – sich in Kurzarbeit befinden. Analog zum Monat April 2020 haben wir für den Monat Mai 2020 das Kurzarbeitergeld der von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter*innen abermals von 60 bzw. 67% auf 80 % aus eigenen Mitteln aufgestockt. Aufgrund der Anlagenstruktur und der Notwendigkeit zur Versorgung der Ordensschwestern (Küche, Wäscherei, Spülzentrale) müssen wir jedoch trotz vollständig weggebrochener Einnahmen noch eine Vielzahl von Mitarbeiter*innen weiter beschäftigen. Auch haben wir beispielsweise im Küchenteam feste Einsatzteams gebildet, damit uns nicht das gesamte Küchenteam ausfällt, sollte nur ein einziger Covid-19-Fall im Team auftreten. Entsprechend werden wir auch bei anderen Teams im Hause verfahren müssen. Das bindet mehr Ressourcen als im Normalbetrieb ohne Corona-Sicherheitskonzept. Wenn wir Sie im Juni wieder als unsere Gäste begrüßen dürfen, würden Sie beispielsweise unseren Klosterpark oder den Kräutergarten kaum mehr erkennen, überließen wir ihn, um jetzt Personalkosten zu sparen, in der Hauptwachstumszeit ganz alleine der Natur. Und so sind noch alle Gärtner uneingeschränkt beschäftigt. Auch die Erarbeitung und Implementierung eines Corona-Sicherheitskonzeptes erfordert den Einsatz personeller Ressourcen und alle Bereiche erfordern letztlich schon in der Vorbereitung auf eine Wiedereröffnung Mindestbesetzungen, unabhängig davon, ob Gäste da sind oder nicht. In Summe entstehen selbst bei geschlossenem Gästebetrieb und nach Abzug der Einsparungen durch Kurzarbeit noch immer Personal- und Sachkosten in Höhe eines deutlich sechsstelligen €-Betrags im Monat. Diese Schließungskosten können jedoch nicht über das Gästehaus finanziert werden, sondern ausschließlich über Zuschüsse des Trägers - zu Lasten zukünftiger Investitionen. Aber immerhin sind wir in der Lage, zumindest eine absehbare Zeit liquiditätstechnisch zu überbrücken – bedenkt man, wie viele kleine Betriebe mittlerweile in ihrer Existenz bedroht sind. Dass der Träger dafür einsteht – hierfür sind wir sehr dankbar. An dieser Stelle sei abermals allen Freunden von Kloster Arenberg von Herzen gedankt, die uns in dieser Zeit mit lieben Gedanken, im Gebet und auch mittels einer Spende unterstützt haben. Hinsichtlich der Spendenbescheinigungen bitte ich abermals um etwas Geduld; wir werden es nicht vergessen, benötigen aber noch etwas Zeit.

Um nochmals zurückzukommen auf den von uns festgelegten Termin zur Öffnung unseres Gästebetriebes ab dem 1. Juni 2020. Österreich hat die Öffnung seiner Beherbergungsbetriebe ab dem 29. Mai 2020 beschlossen, so dass wir derzeit davon ausgehen, dass unsere Länderregierungen wahrscheinlich ähnlich entscheiden werden und wohl keine frühere Öffnung zulassen werden. Wir denken, dass zuerst die Gastronomie (Restaurants, Cafés, Eisdielen ...) unter bestimmten Auflagen eine Öffnung erfahren dürfen und erst im übernächsten Schritt Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, auch, wenn die Länderminister von NRW, Niedersachsen und Baden-Württemberg vor wenigen Tagen angekündigt haben, diese Schritte zeitnaher vollziehen zu wollen. Der Förderalismus lässt grüßen ...

Was geschieht neben der Erstellung eines Corona-Sicherheitskonzeptes und der Aufrechterhaltung der notwendigen Teilbetriebe noch in Kloster Arenberg? Unsere sog. „Kleingruppe“, die sich mit konzeptionellen Fragestellungen befasst, wird sich dieser Tage nochmals treffen und sich allfälliger Themen, die wir übers Jahr immer wieder aufschieben, annehmen. Geschäftsführung und Verwaltungsleitung werden sich in den nächsten Wochen damit zu beschäftigen haben, welche (finanz-) wirtschaftlichen Auswirkungen die bisherige Schließungszeit bis hin zu einem vermutlichen Ende der Einschränkungen im Frühjahr/Sommer 2021 haben werden. Dadurch, dass wir die Übernachtungspreise im Gästebetrieb auf Selbstkostenbasis kalkulieren, haben wir keinen finanziellen Spielraum. Eine Erhöhung der Übernachtungspreise über das übliche Maß der Verteuerungen hinaus kommt für uns auch nicht in Betracht, da sich mit aller Wahrscheinlichkeit das Reiseverhalten während und nach der Corona-Krise – gemessen am verfügbaren Einkommen der normalen Haushalte – nicht zu Gunsten der Reisebranche entwickeln wird. Die Übernachtungspreise für 2020 werden wir auch nicht nachträglich coronabedingt erhöhen. Es ist also schlicht und einfach die Frage, wie wir die gewohnte Qualität der Angebote unseres Gästehauses bei verminderten Einnahmen (begrenzte Gästezahl) und erhöhter Kostenstruktur (Kosten für die Umsetzung des Corona-Sicherheitskonzeptes und hohe Fixkosten) halten können. Diese Aufgabe zu lösen, fordert uns derzeit sehr. Allerdings steht für uns außer Frage, dass Sie Kloster Arenberg zwar in einzelnen Facetten in anderer Ablauforganisation, gleichwohl unveränderter Angebotsqualität werden wahrnehmen dürfen, wenn Sie wieder bei uns zu Gast sind. Deshalb ist es für uns so wichtig, erst dann zu öffnen, wenn das Sicherheitskonzept steht, es möglichst einen Probelauf gab und wir sicher sind, dass Sie wirklich auf einen Zustand hoffen dürfen, der Ihnen trotz coronabedingter Anpassungen an die Ablauforganisation innerhalb des Gästehauses ganzheitliche Erholung an Leib & Seele ermöglicht.

Schwestern und Mitarbeiter*innen in unseren Einrichtungen geht es soweit gut. Die in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter*innen freuen sich schon darauf, bald wieder ihre Beschäftigung aufnehmen zu dürfen, wird zuweilen schon die eigene Gewichtszunahme beklagt ...

Aus unserem Alten- und Pflegeheim „Vincenzhaus“ in Oberhausen gibt es nichts Neues zu vermelden, was an sich schon eine gute Nachricht ist. Bislang haben wir keine Infektionen mit Covid-19 zu verzeichnen und die Schutzmaßnahmen können aufgrund angepasster Anordnungen der Behörden absehbar etwas gelockert werden.

Dramatisch stellt sich dagegen die Situation in Bolivien dar, wo sich an vier Standorten unsere bolivianischen Schwestern in verschiedenen Einrichtungen um das Wohl der Ärmsten sorgen – soweit das überhaupt aufgrund von Ausgangssperren möglich ist. Weitere Informationen dazu finden Sie unter https://www.op-schreibt.de .

Liebe Gäste, nun haben Sie wieder einen Überblick gewinnen dürfen, was sich auf dem Arenberg so tut. Wir freuen uns schon sehr darauf, wenn unser Gästehaus wieder mit Leben erfüllt sein wird. Wir freuen uns auf Sie, die wir Sie teilweise schon lange kennen und auch auf Sie, die Sie als neue Gäste schon ganz gespannt sein werden, wie sich Kloster Arenberg anlässlich eines ersten Aufenthaltes und unter den besonderen Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie so anfühlt. Sie dürfen sicher sein, dass wir alles Erdenkliche tun, um für alle Beteiligten größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Wir sind aber ebenso bemüht darum, dass trotz der Auflagen zur Eindämmung von Infektionen Sie diese Maßnahmen nicht als unzumutbare Restriktionen empfinden. Sobald wir unser individuelles Corona-Sicherheitskonzept stehen haben, werden wir dies auf unserer Homepage veröffentlichen. So wissen Sie im Vorhinein, was auf Sie zukommt und wie wir uns bemühen, einen erholsamen Aufenthalt in guter gastlicher Klosteratmosphäre zu gewährleisten.

Bei allem Bemühen der Politik ist noch ungewiss, wie sich die Corona-Pandemie auch in Deutschland entwickelt. Die Unsicherheiten wirken weit in die Privatsphäre hinein und werden nach jetziger Erkenntnis noch viele Monate, wahrscheinlich noch deutlich ins nächste Jahr hinein, andauern. Sei es die Sorge um die Gesundheit der Familie, um Angehörige und vielleicht auch die eigene Gesundheit. Sei es die Sorge um den Arbeitsplatz, die Kinderbetreuung, die Ausbildung der Kinder oder auch die Ungewissheit, wie ein Leben, unser Leben, das Leben derer, die uns am Herzen liegen, wohl nach der Krise aussehen wird. Da die besonderen Umstände unser Leben noch eine ganze Weile mitbestimmen werden, streben vielleicht auch Sie einen Tapetenwechsel an und wollen an Ihren „Sehnsuchtsort Kloster Arenberg“, wie viele Gäste schreiben, zurückkehren. Damit Sie dies angesichts der Ungewissheit, wie das Infektionsgeschehen sich entwickelt und wie es jeden von uns – trotz Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen – treffen kann ohne Sorge um finanzielle Risiken im Falle einer plötzlichen Erkrankung tun können, werden wir für Aufenthalte, die zwischen dem 1. Juni 2020 und dem 15. Juli 2020 liegen, im Falle einer auch kurzfristigen Stornierung keine Stornierungskosten erheben (s. auch unter https://kloster-arenberg.de/PDF/Stornierungen.pdf ), unabhängig davon, wie kurzfristig Sie stornieren würden. Damit die durch diese Stornoregelung für uns verbundenen finanziellen Risiken tragbar bleiben, setzen wir darauf, dass eine Stornierung möglichst frühzeitig erfolgt, sobald absehbar ist, dass aller Wahrscheinlichkeit nach keine Anreise möglich sein wird. Auf diese Weise haben wir dann vielleicht noch die Chance, das freigewordene Zimmer anderweitig zu vergeben.

Vielleicht mögen Sie ab ca. 17. Mai 2020 mal wieder auf die Seiten „Unsere Angebote in der Schließungszeit und weitere Informationen“ auf unserer Homepage schauen. Wir bemühen uns bis dahin, Ihnen einen Überblick über die Maßnahmen aus unserem Corona-Sicherheitskonzept zu geben, die Sie anlässlich eines Aufenthaltes in Kloster Arenberg erwarten dürfen.

Ihnen, trotz der besonderen Situation, eine gute Zeit. Mögen Sie in der Hoffnung und Zuversicht leben dürfen, dass sich letztlich vieles zum Guten wenden wird.

In Verbundenheit,

Bernhard Grunau

 

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Vitalzentrum

Liebe Gäste,

in diesen Tagen tut uns ein leeres Vitalzentrum schon sehr leid.  Wir empfehlen aber sehr gerne etwas für das Onlineangebot. Denn wichtig ist ja, dass Sie gut durch diese Zeit kommen.

Kneipp und das kalte Wasser gehören ja seit Anbeginn zu Kloster Arenberg.
Eine kleine Kneipp-Kur, auch zuhause in Ihrem Bad, stärkt die Abwehrkräfte und schützt vor Infekten:
https://www.youtube.com/watch?v=1iuDeZ7zyK0

Wer rastet, der rostet. Diese alte Wahrheit kennt jeder von uns. Vielleicht haben Sie schon gespürt wie es ist, wenn der Rost ansetzt.  Gerade wenn Sie zurzeit in Ihren vier Wänden zu bleiben haben, empfehlen wir täglich etwas gegen den Rost zu tun.
20 Minuten Gymnastik im Sitzen machen Sie heute schon so fit, dass Sie, nachdem alle Verfügungen wieder aufgehoben werden, gleich wieder loslegen können.
https://www.youtube.com/watch?v=gVWPSGBhEsg

Nehmen Sie gerne auch Ihren Rücken in den Blick. Eine gute Haltung verhindert nicht nur Schmerzen. Es hilft Ihnen auch aufgerichtet durch diese Zeit zu kommen und stärkt ihr Wohlbefinden.
https://www.youtube.com/watch?v=_M425oItHno

Zum guten Schluss empfehlen wir Ihnen noch 4 Dehnübungen zur Mobilisation der Schulter und Nacken Muskulatur. Damit bleiben Sie nicht nur im oberen Körper beweglich. Gerade wenn Sie den Eindruck haben, nur noch die Coronathemen spielen in Ihrem Alltag eine Rolle. Öffnen Sie sich mit diesen Übungen und lassen Sie wieder weite zu.
https://www.youtube.com/watch?v=8m3fvWZdfTE

Liebe Gäste, kommen Sie gut durch die Zeit, achten Sie auf sich.
Halten Sie Abstand und bleiben Sie gesund!
Herzliche Grüße
Ihr Team vom Vitalzentrum

Hier finden Sie uns und Andere online

Blog: www.op-schreibt.de
Facebook: www.facebook.com/kloster.arenberg und www.facebook.com/arenbergerdominikanerinnen
Instagram (neu): www.instagram.com/kloster_arenberg

Unsere Empfehlung:

Die Jerusalemer Gemeinschaften haben einen neuen Internetauftritt. Wir finden mit wunderbaren Angeboten zum Gebet.
Schauen Sie doch mal vorbei: online.jerusalemgemeinschaften.de

Pater Hubert Lenz SAC aus Vallendar bringt zur Zeit einen Podcast heraus.
Unter der Überschrift „mittendrin – Zur Corona-Krise“ gibt er einige Impulse: glaube-hat-zukunft.de/tv-und-radio-sendungen

Was im Gästehaus gerade geschieht / Fotogalerie
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Fotoaktion - "zu Gast" im Kloster Arenberg
Sie vermissen Kloster Arenberg? Wir hätten da eine Idee :-) "Auch vermisst werden, ist eine Art anwesend zu sein." - dieses Zitat stammt aus, dem Passionsprogramm von 2Flügel. Christina Brudereck und ihr Mann Benjamin Seipel zählen zu den vielen Gästen, die wir so gerne....-> weiterlesen

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