IMPULS FÜR DEN MONAT APRIL 2020

...wie der Mops im Haferstroh

„Wenn einst trübe Tage kommen, verzage nicht so schnell.
Nach Regen scheint die Sonne, macht alles wieder hell…“ „Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Nur die eine nicht und die heißt Vergissmeinnicht.“
„Du bist mein Glück, du bist mein Stern, auch wenn du brummst, ich hab´ dich gern.“

Als Kind, kann ich mich erinnern, hatte ich die Poesiealben noch aus der Ferne gesehen. Die letzten bei meinen Schwestern. Nur wenige Jahre später gab es sie nicht mehr.

Ein Buch voller Gedanken, manche tief oder humorvoll, voller Güte, Freundschaftsversprechungen. Geschrieben, gemalt, Seiten voller Aufmerksamkeit. Oft Rationen für schwere Zeiten.
Sind die Alben deshalb verschwunden, weil wir nur noch individuell schwere Zeiten hatten?

Ostern werden wir in der größten allgemeinen Krise feiern, die ich je erlebt habe.
Und mir fällt für diesen Monatsimpuls nichts Besseres ein als: Das Wort, das an Weihnachten Fleisch geworden ist. Es stirbt am Kreuz und wird dich durch das Grab zum Leben ziehen.

Ein Wort, nicht nur freundlich im Klang,
es verbindet mich mit dem Freund.
Ein Wort, liebevoll ausgesprochen,
es trägt mich hin zur Liebe.
Ein Wort, das meine Laune antippt,
aber viel mehr: Es gibt Kraft, weil es Leben ist.

Die Krise, auf dem Osterfest liegend, könnte uns einladen, dem Wort wieder neu zu vertrauen.

Dem liebevollen, gutgemeinten, kraftgebenden.
Dem auferstehenden, lebendigen, erlösenden Wort.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten April,
ein Osterfest, in dem die Auferstehung des Wortes Ihr Leben findet
und ein Album voller Poesie und guter Worte, die Wirklichkeit werden.

Herzlich aus Kloster Arenberg

Michael Toth

 

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