IMPULS FÜR DEN MONAT März 2019

Josef

Lieber Josef, ich grüße Dich!
Du bist mir seit vielen Jahren ein treuer Begleiter. Als Kind und Jugendliche gehörte ich zu einer Pfarrei, deren Patron Du bist und fand in ihr eine Heimat und spannende Aufgaben. Dann verlor ich Dich aus den Augen bis ich nach Koblenz zog und innen über meiner Hauseingangstür eine Figur aus Holz von Dir hing. Meine Ein- und Ausgänge standen unter Deinem Schutz. Du kamst zur rechten Zeit wieder in meinen Blick für mein dann folgendes Leben. Heute habe ich Dich nicht mehr täglich sichtbar vor Augen, sondern trage Dich in meinem Herzen als Beistand und Vorbild. Du lebtest, was ich noch mehr zu leben wünsche:

Du hattest ein offenes Ohr für mehr als Deine eigene Stimme der Angst und Bedenken, für die Stimme die tieferes, reicheres Leben verheißen hat.
Du warst feinsinnig, hattest eine Wahrnehmung für die Wegweisung durch Träume.
Du hast einen anfänglich gefassten Plan verworfen und eine Korrektur vorgenommen. Damit hast Du dazu gestanden, dass Du in einem Moment noch nicht alles erfasst hattest. Du warst offen für Wandlung, für einen Prozess, einen Weg.
Du bist den Impulsen in Dir für eine Verhaltens- und Ortsänderung gefolgt, hast der Stimme in Dir vertraut, hast das Leben in die Hände und unter die Füße genommen, ganz konkret; es wird Dich einiges gekostet haben.
Du hast Jesus als Dein Kind angenommen, hast Dich um ihn gesorgt, ihm das Leben gerettet. Damit erinnerst Du mich an die Erweiterung des Herzens: Welche Liebe möglich ist und wachsen kann auch wenn ein Mensch ursprünglich nicht zu mir gehört hat.
(Du bist für mich der Heilige für Patchwork-, Stief- und Schwiegerbeziehungen, Ordensgemeinschaften…) und zeigst mir, dass eine Aufgabe, ein Thema, das bisher fremd und neu war, zu (m)einem Herzensanliegen werden kann.
Du bezeugst und ermutigst mich, aus der tiefen und reichen Quelle der Liebe, der Gottesfreundschaft zu leben. Ich danke Dir!

Am 19. März feiern wir das Fest des Heiligen Josef.
Ich lade Sie ein, im Monat März in den biblischen Erzählungen Matthäus 1-2,23 und Lukas 1,26-2,52 zu lesen:
- Nehmen Sie wahr, schreiben Sie auf: Wo haben Sie schon wie Josef gel(i)ebt?
(Denn das tun und üben wir Menschen immer wieder)
- Wenden Sie sich an Gott (vielleicht über den Heiligen Josef als Fürsprecher)
mit Ihrer Sehnsucht danach, den inneren Impulsen mehr zu trauen und sie umzusetzen, geduldiger mit sich und Ihrem Prozess sein zu können, Fremdes und Neues annehmen und darin Leben entdecken zu können, aus der Quelle des tiefsten inneren Geliebtseins zu leben!

Herzliche Grüße aus Kloster Arenberg, Ihre Elke Hübers

Foto: unsplash, Philip Swinburn

 

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