Besonderheiten während eines Aufenthaltes in Kloster Arenberg in Zeiten der Corona-Pandemie

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Im Gästehaus (nicht jedoch in den Gästezimmern) kommen hocheffektive Raumluftfilteranlagen sowie UV-C-Luftreiniger (u.a. gegen Viren) großräumig zum Einsatz (weitere Informationen hierüber s. unter „Sicherheitskonzept während der SARS-CoV-2-Pandemie“ weiter unten)

Möglichkeiten zur Unterstützung verschiedener Projekte der Arenberger Dominikanerinnen

Sehr geehrte Unterstützer*innen, liebe Freund*innen und Freunde, 
 
als Dienst- und Wertegemeinschaft sind wir in unterschiedlichen Bezügen und Beziehungen unterwegs mit den Menschen. So in unserem Alten-  und Pflegeheim in Oberhausen, in dem wir 118 pflegebedürftigen Bewohner*innen, darunter ca. 15 Arenberger Dominikanerinnen, ein Leben und auch das Sterben in Würde zu ermöglichen suchen (www.vincenzhaus-oberhausen.de). 
 
In unserem Gästehaus in Koblenz-Arenberg beherbergen wir bis zu 95 Gäste und mühen uns sehr, ein ganzheitliches Angebot für Leib & Seele zu gestalten.
 
In Bolivien sind wir mit 20 Arenberger Dominikanerinnen bolivianischer Herkunft und vielen, vielen Mitarbeiter*innen an vier Standorten in fünf Einrichtungen tätig. Wir betreiben ein kleines Hospital und eine Kindertagesstätte in der Kleinstadt Comarapa auf dem Land, eine große weiterführende Schule am Rande der Stadt Santa Cruz, in der neben der schulischen Ausbildung auch berufliche Ausbildungen stattfinden, daneben noch eine Grundschule und eine Kindertageseinrichtung. In Saipina, einer kleinen Gemeinde auf dem Land, versorgen wir die Bevölkerung mit einer ambulanten Zahnarztpraxis. Auch sind an allen Standorten unsere  Ordensschwestern in der  Gemeindeseelsorge tätighttps://www.arenberger-dominikanerinnen.de/unsere-gemeinschaft/mission.html
 
Wir sind nicht besonders offensiv mit  unserem Spendenmarketing  – Sie werden es vielleicht schon bemerkt haben. So fallen wir beispielsweise in unseren Dankesschreiben nicht zeitgleich wieder mit der Nennung von Spendenkonten oder direkten Spendenaufrufen ins Haus. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nicht auch auf Spenden angewiesen sind – wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung. 
 
Spenden für das Gästehaus Kloster Arenberg (www.kloster-arenberg.de) dienen ausschließlich der Finanzierung von besonderen Projekten; diese Spenden zugunsten von Projekten werden niemals zur Deckung der normalen Betriebskosten verwendet. Die Deckung der normalen Betriebskosten müssen über die selbstkostendeckende Kalkulation der Übernachtungspreise möglich sein. Weil wir in Arenberg die Übernachtungspreise auf Basis der Selbstkosten kalkulieren, also keine Gewinne generieren, haben wir  in der Regel auch nur über Spenden die Möglichkeit, besondere Projekte zu finanzieren.
Unser Solidaritätsfonds, der ausschließlich über Spenden unserer Gäste - „Gäste für Gäste“ - gespeist wird, ermöglicht die Finanzierung von Aufenthalten für  diejenigen Gäste, die sich  einen auch nur kurzen Aufenthalt in Kloster Arenberg nicht oder nicht vollständig aus eigenen Kräften leisten können. Neben der Förderung von allgemeinen Projekten (Projektkonto) ist auch die Förderung von speziellen Nachhaltigkeitsprojekten  (beispielsweise Maßnahmen zu  Förderung und  Erhalt der Biodiversität) möglich (Nachhaltigkeitskonto).
 
Unsere Einrichtungen in Bolivien sind zum allergrößten Teil nur über Spenden aus Deutschland am Leben zu erhalten. Dennoch versuchen unsere Ordensschwestern vor Ort, wo immer möglich,  die Menschen zu befähigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. An unserer Schule in Santa Cruz wird durch den Verkauf von selbst gebackenem Brot an die Schüler und die umgebende wirklich arme Bevölkerung ermöglicht, selbst einen Unterhaltsbeitrag zu erzielen. Zur Finanzierung unserer Werke in Bolivien transferieren wir jährlich rd. 250.000 € nach Bolivien. Unser Spender*innen sind  fast ausschließlich im privaten Bereich zu verorten; Großspender haben wir keine. Allerdings werden unsere Ordensschwestern in Bolivien zusätzlich durch einen sehr engagierten Arzt aus Kufstein/Österreich, Dr. Bernhard Spechtenhauser, und seinem Verein unterstützt https://www.brillos.net
 
Alle Spenden an die vorgenannten Einrichtungen sind steuerlich abzugsfähig. Gerne stellen wir zu jeder Spendenhöhe eine Spendenbescheinigung (sog. „Zuwendungsbestätigung“) aus. Die Spendenbescheinigung  verschicken wir in der  Regel erst am Ende des Jahres. Sollte diese früher gewünscht sein, so ist das natürlich nach einer kurzen Rückmeldung möglich. Jegliche Spenden fließen vollständig in die Projekte. Die entstehenden Verwaltungsaufgaben werden im Rahmen der Ordens-
und GmbH-Verwaltung kostenneutral erbracht.
 
Sollten Sie uns in einem Bereich unseres Wirkens auch finanziell unterstützen wollen, nennen wir Ihnen hiermit die erforderlichen Kontoverbindungen:
 
Kloster Arenberg, Projektförderung:
Bank:     Bank im Bistum Essen eG
IBAN:     DE 69 3606 0295 0066 8000 75
BIC:    GENODED1BBE
 
Kloster Arenberg, Solidaritätsfonds:
Bank:     Bank im Bistum Essen eG
BIC:     GENODED1BBE
IBAN:     DE 44 3606 0295 0066 8000 40
 
Kloster Arenberg, Nachhaltigkeitsfonds:
Bank:     Bank im Bistum Essen eG
BIC:     GENODED1BBE
IBAN:     DE91 3606 0295 0066 8000 67
 
Unsere Werke in Bolivien:
Kontoinhaber:  Arenberger Dominikanerinnen e.V.
Bank:     Bank im Bistum Essen eG
BIC:     GENODED1BBE
IBAN:     DE29 3606 0295 0040 6200 10        
 
Für Ihre Unterstützung in unseren Anliegen und Ihr Vertrauen danken wir Ihnen sehr herzlich.

 

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Jahrespost - Grußwort der Generalpriorin

Leider ist uns bei der Versendung der Jahrespost 2020 ein Fehler unterlaufen. Die Adressdatei, die dem Unternehmen, welches unsere Jahrespost in den Postversand brachte, zur Verfügung gestellt wurde, enthielt einen Fehler, wodurch offenbar sehr viele Adressaten den falschen postalischen Anschriften zugeordnet wurden.
Sollten Sie davon betroffen sein, so dürfen/durften Sie diese Post selbstverständlich öffnen. Einige Post kam aber aufgrund dieses Fehlers „unzustellbar“ zurück, weshalb wir die einzelnen Inhalte dieser Jahrespost nachfolgend digital zur Verfügung stellen. Wir bitten Sie um Nachsicht.
Herzlichen Dank.

Weihnachtsgruß der Generalpriorin - Dezember 2020 

Flyer neues Verpflegungskonzept Kloster Arenberg - Dezember 2020 

Abschiedsbrief Elke Hübers - Dezember 2020 

 

Informationen der Hausleitung
 Aktuelle Zwischeninformation - Stand 15. März 2021

Koblenz, den 15. März 2021

 

 

Verehrte, liebe Gäste, liebe Freund*innen von Kloster Arenberg,

sehr herzlich grüße ich Sie. 

Selbst auf die Gefahr hin, dass es floskelhaft klingt: ich hoffe, Ihnen geht es soweit gut – den allgemeinen Umständen entsprechend. Wir sind uns bewusst und wir spüren es an uns selbst: die Pandemie fordert mittlerweile auf ganz unterschiedliche Weise von jeder und jedem persönlich und von unserem Gemeinwesen ihren Tribut. An so vielen, wohl den allermeisten Orten dieser Welt  wird es nicht anders sein.  Allerdings sind die Ausgangsvoraussetzungen in Deutschland, die Pandemie und deren Auswirkungen ganz aktuell und auch perspektivisch bewältigen zu können, im globalen Vergleich sicherlich einzigartig  –  und  dies  sollte  auch  gelegentlich  zur Dankbarkeit gereichen. Gleichwohl steht es nicht im Widerspruch dazu, dass von vielen Menschen auch hierzulande eine ganz große persönliche Not empfunden wird  –  und diese Menschen  zu Recht  diese so empfinden dürfen und es nicht damit abgetan werden sollte, dass es an so vielen Orten der Welt so unendlich und unvorstellbares – durch die Pandemie nochmal verstärktes – Leid gebe. Existent ist das eine wie das andere. 

Es sind wahrhaft herausfordernde Zeiten, für jeden  ganz  persönlich, für  unser  Gemeinwesen,  auch besonders für Menschen, die auf sich  verwiesen sind,  für  betagte  Menschen,  Kranke  und Sterbende,  Alleinerziehende und  Familien, Schüler*innen, Auszubildende und Student*innen, für Vereine,  gelebte Beziehungen jedweder Art, Ehrenämtler, Solo-Selbständige und Unternehmen u.v.a.m.. 

Kloster Arenberg ist – daran gemessen – bislang noch gut durch die Krise gekommen, wenn auch diese finanziellen Belastungen durch die Krise  in die Zukunft hineinwirken werden. Dass es uns jedoch bislang gelungen ist, mit einem blauen Auge durch die Krise zu kommen,  liegt an den vielen Unterstützer*innen, die auch unter unseren Gästen so zahlreich zu finden sind, liegt aber auch und insbesondere an den Möglichkeiten, die uns als Träger des Gästehauses gegeben sind, dafür Sorge zu tragen, dass die Flamme der Heilenden Liebe nicht erlischt, buchstäblich uns nicht das Licht ausgeht – gestützt durch das Gebet der Schwesterngemeinschaft, aber auch von Freund*innen unseres Hauses und von Mitarbeitenden. Nicht zuletzt sind wir den politisch Verantwortlichen dieses Landes sehr dafür dankbar, wie sie über Wirtschaftshilfen und die Möglichkeit von Kurzarbeit berufliche/unternehmerische  Existenzen zu schützen suchen,  ohne an dieser Stelle darüber urteilen zu wollen, was dabei alles schiefgelaufen sein mag und welche Personen und Personengruppen tatsächlich vergessen zu sein scheinen. Jedenfalls trägt die Summe aller vorgenannter Unterstützungsmaßnahmen einen nicht geringen Anteil dazu bei, dass auch das Gästehaus als notwendigerweise (finanz-)wirtschaftlich funktionierende Einheit die Herausforderungen der Corona Krise bislang meistern konnte. Denn das Gästehaus kann in normalen Zeiten nur über Einnahmen aus dem Gästebetrieb seine Existenz sichern, finanziert es sich nach wie vor nicht aus Kirchensteuermitteln, wie noch immer manche vermuten, sondern muss „im freien Wettbewerb“ bestehen. Daher auch die Höhe der Übernachtungspreise...

Düstere Analysen und schwierige Aussichten - zumindest noch auf mittlere Sicht. Dabei gibt es auch Schönes vom Arenberg zu berichten. So verspüren wir, die hier die Stellung halten,  trotz und mit allem  auch Zuversicht.   Bei  einzelnen Mitarbeiter*innen, die sich schon teils seit Monaten in Kurzarbeit befinden, sieht das natürlich ganz anders aus; auch hier tritt Not, nicht nur finanzielle, zutage. Wobei wir als Dienstgeberin  immer wieder Hilfe anbieten  –  sie muss natürlich auch angenommen werden wollen.  Trotz der Schließungszeiten hat sich auf dem Arenberg so manches bewegt  -  beseelt von der Hoffnung, dass es irgendwann weiter geht und es dann umso wichtiger sein wird, dass es auch Orte wie Kloster Arenberg weiter gibt. Ich bitte Sie um Nachsicht, dass ich das schon mehrfach von mir angekündigte „Kloster Arenberg Update“ bislang nicht geliefert habe. Wir wissen darum, wie viele Menschen  sehr interessiert sind, was in Kloster Arenberg  geschieht, was sich an ihrem „Sehnsuchtsort“, wie er oft genannt wird, an Hoffnung und Zuversicht erfüllt. Aber alleine gelassen haben wir Sie ja hoffentlich noch nie so wirklich in dieser Pandemie. Über die sozialen Medien, die vornehmlich durch Sr. M. Ursula – mit einigen Unterstützer*innen – bespielt werden, sind wir schon auch gemeinsam unterwegs  und auch mit digitalen Angeboten immer mal wieder.

Davon und von vielem mehr möchte ich Ihnen demnächst berichten. Ich benötige hierfür noch ein paar Tage Zeit und bitte Sie um Verständnis und Geduld. Wenn Sie möchten, schauen Sie einfach immer mal wieder hier hinein. 

Zuletzt: Die Arenberger Dominikanerinnen sind bislang von Corona Infektionen soweit verschont geblieben – zumindest hier in Deutschland. Die Impfungen der alleine auf dem Arenberg lebenden 36 Ordensschwestern, die über 80- und 90 Jahre alt sind, lassen noch auf sich warten. Ein mobiles Impfteam soll jetzt zeitnah kommen, nachdem ein für Anfang Februar geplanter Termin aus bekannten Gründen von der Koordinierungsstelle abgesagt werden musste. Einige unserer bolivianischen Schwestern hat es dennoch erwischt – diese sind jedoch, Gott sei Dank, auf einem guten Weg der Besserung oder zwischenzeitlich genesen.  An dieser Stelle möchten wir auch für die Unterstützung danken, die viele für die Dienste der Arenberger Dominikanerinnen in Bolivien uns haben zuteil werden lassen und dies auch immer wieder tun. Und auch an unserem großen Alten und Pflegeheim „Vincenzhaus“ in Oberhausen ist der Kelch  einen Infektionswelle vorübergegangen  –  nicht zuletzt wegen des hochprofessionellen, konsequenten und zugleich beherzten Einsatzes der vor Ort befindlichen Führungs- und Leitungskräfte und im  Zusammenstehen der ganzen Dienstgemeinschaft,  aller  Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter, von der Pflege über die hauswirtschaftlichen Dienste, der sozialen Betreuung, der Technik und Gärtnerei bis hin zur Verwaltung.  Auch hierfür empfinden wir Dankbarkeit.

So hören wir bald voneinander. Wir freuen uns sehr auf Sie - und auch auf Sie ... auf Sie ... und auf Sie auch!
Hoffentlich dürfen wir auch bald wieder einander in die Augen schauen, bleiben oder werden Sie und die Ihren gesund und bleiben Sie behütet, 

stellvertretend für das ganze Team von Kloster Arenberg,
Ihr

Bernhard Grunau

 

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 Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs
der Länder am 5. Januar 2021

BESCHLUSS 
Pressemitteilung 4 
Dienstag, 5. Januar 2021 
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Die Bundeskanzlerin und die Regierungsche!nnen und Regierungschefs der Länder  fassen folgenden Beschluss: 

Die Corona-Pandemie hat auch das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel  2020/2021 geprägt. Viele Bürgerinnen und Bürger haben auf für sie gerade in dieser  Zeit wichtige Begegnungen verzichtet, um sich und andere zu schützen. Dafür danken wir allen sehr. 

Dennoch ist die Belastung im Gesundheitswesen hoch und weiter gestiegen. Dem unermüdlichen Einsatz der medizinischen und Pflegefachkräfte, Ärztinnen und  Ärzte und aller anderen, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Gesundheitsämtern ihren Dienst tun, gilt unser Dank und unsere besondere Anerkennung.

Mit der Mobilisierung aller Kräfte von Wissenschaft und Forschung ist es in  Rekordzeit gelungen, Impfstoffe mit guter Verträglichkeit und hoher Wirksamkeit  zu entwickeln, zu testen und zum Einsatz zu bringen. Dafür gebührt allen  Beteiligten Dank und Anerkennung. Bund und Länder haben seit Beginn der  Pandemie darauf gesetzt, diese durch die zügige Entwicklung von Impfstoffen zu  bewältigen. Mit den nunmehr verfügbaren Impfstoffen gibt es eine Perspektive für  eine Normalisierung unseres Alltags und die Rückkehr zu einem Leben ohne  pandemiebedingte Einschränkungen. 

Bund und Länder begrüßen ausdrücklich die gemeinsame Impfstoffbestellung der  Europäischen Union und das Ziel, den Impfstoff gemeinsam für alle 27 Länder der  EU zu sichern. In Zeiten der weltweiten Pandemie verhindern nationale  Alleingänge wirkungsvollen Gesundheitsschutz. 

Die vor uns liegenden Monate Januar, Februar und März werden jedoch noch  erhebliche Geduld und Disziplin aller erfordern. Die Wintermonate begünstigen  durch die saisonalen Bedingungen die Ausbreitung des Virus und die Impfungen  werden sich erst dann auf die Infektionsdynamik dämpfend auswirken, wenn auch  ein größerer Teil der jüngeren Bevölkerung geimpft ist. 

Mit Besorgnis betrachten Bund und Länder die Entwicklung von Mutationen des  SARSCov2-Virus. Gemeinsames Ziel von Bund und Ländern ist es, den Eintrag und  die Verbreitung von Virusvarianten mit eventuell ungünstigeren Eigenschaften  möglichst weitgehend zu begrenzen. 

Eine präzise Einschätzung der Entwicklung des Infektionsgeschehens ist am Beginn  des neuen Jahres außerordentlich schwierig. Aufgrund der zahlreichen Feiertage  kann es zu Test- und Meldeverzögerungen gekommen sein. Darüber hinaus zeigen  sich die Auswirkungen des besonderen Besuchs- und Reiseverhaltens während der  Feiertage erst später im Infektionsgeschehen. Es ist davon auszugehen, dass die  derzeitigen Meldezahlen das tatsächliche Infektionsgeschehen tendenziell zu  gering abbilden. Sicher kann jedoch gesagt werden, dass das Infektionsgeschehen  deutschlandweit noch auf viel zu hohem Niveau ist.

In gut drei Viertel der 410 Landkreise und Stadtkreise liegt die 7-Tage-Inzidenz bei  über 100 (292 Landkreise/Stadtkreise). Dort hat es also in den letzten sieben Tagen  mehr als 100 neue Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gegeben.  Über 70 Land- bzw. Stadtkreise weisen eine Inzidenz von über 200 auf. Deshalb ist  es unter Abwägung aller gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren  erforderlich, über den 10. Januar hinaus die weitgehenden Beschränkungen  aufrecht zu erhalten. Gemäß der Hotspotstrategie werden in allen Regionen, die ein  besonders hohes Infektionsgeschehen aufweisen, weitere beschränkende  Maßnahmen umgesetzt. 

Ziel von Bund und Ländern bleibt es, die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50  Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu senken, um die Gesundheitsämter –  unterstützt von Bund und Ländern – wieder in die Lage zu versetzen, die  Infektionsketten nachzuvollziehen und Quarantäne für Kontaktpersonen 1  anzuordnen. Zur Beurteilung aller Aspekte der Pandemie werden weitere  Indikatoren ebenfalls intensiv betrachtet, wie die Belastung des  Gesundheitssystems oder der Impffortschritt, sowie insbesondere solche  Indikatoren, die zusätzliche Aussagen zur Infektionsdynamik ermöglichen, wie der  r-Wert oder die Verdopplungszeit. 

Vor diesem Hintergrund vereinbaren die Bundeskanzlerin und die  Regierungsche!nnen und Regierungschefs der Länder: 

1. Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der  Regierungsche!nnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig.  Alle bis zum 10. Januar 2021 befristeten Maßnahmen, die auf gemeinsamen  Beschlüssen beruhen, werden die Länder in den entsprechenden  Landesverordnungen bis zum 31. Januar 2021 verlängern. Die Bundeskanzlerin  und die Regierungsche!nnen und Regierungschefs der Länder bitten alle  Bürgerinnen und Bürger dringend, auch in den nächsten drei Wochen alle  Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken und soweit  möglich zu Hause zu bleiben.   

2. In Erweiterung der bisherigen Beschlüsse werden private Zusammenkünfte  im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer  weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.   

3. Betriebskantinen werden geschlossen wo immer die Arbeitsabläufe es  zulassen. Zulässig bleibt die Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und  Getränken. Ein Verzehr vor Ort ist untersagt.   

4. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden dringend gebeten großzügige  Home- Of!ce-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz „Wir  bleiben zuhause“ umsetzen zu können.   

5. In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro  100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern werden die Länder weitere lokale  Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz ergreifen, insbesondere zur  Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort, sofern kein  triftiger Grund vorliegt. Tagestouristische Aus"üge stellen explizit keinen triftigen  Grund dar.   

6. Für Alten- und P"egeheime sind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen.  Hohe Inzidenzen in der älteren Bevölkerung und zahlreiche Ausbrüche in solchen  Einrichtungen in den letzten Wochen trotz aller bereits getroffenen Maßnahmen  wie der Umsetzung von Hygienekonzepten und der Bereitstellung von  Schutzausrüstung haben dies noch einmal verdeutlicht. Mindestens bis die  Impfungen mit beiden Impfdosen in den Einrichtungen abgeschlossen sind und  die Personen eine entsprechende Immunität aufgebaut haben, kommt den  Schnelltests beim Betreten der Einrichtungen eine besondere Bedeutung zu.  Deshalb haben die Länder auf Grundlage des gemeinsamen Beschlusses vom 13.  Dezember 2020 eine verp"ichtende Testung mehrmals pro Woche für das  Personal in den Alten und P"egeeinrichtungen sowie für Besucherinnen und  Besucher in Regionen mit erhöhter Inzidenz angeordnet. Vielfach fehlen in den  Einrichtungen die personellen Kapazitäten, solche Schnelltests vor Ort  durchzuführen, obwohl die Abrechnung sowohl der Anschaffung als auch der  Testdurchführung über die Testverordnung des Bundes sichergestellt ist. Die  Einrichtungen sind in der Verantwortung, eine umfassende Umsetzung der  Testanordnung sicherzustellen. Unterstützend werden Bund und Länder  aufbauend auf bestehenden Maßnahmen der Länder eine gemeinsame Initiative  starten, um Freiwillige vorübergehend zur Durchführung von umfangreichen  Schnelltests in die Einrichtungen zu bringen. Die Hilfsorganisationen in  Deutschland haben bereits zugesagt, die entsprechenden Schulungen zu  übernehmen. Die kommunalen Spitzenverbände werden dabei koordinieren, um  den regionalen Bedarf zu klären und die Bundesagentur für Arbeit wird die  Vermittlung unterstützen. Diese Initiative soll auch Einrichtungen der  Eingliederungshilfe unterstützen.   

7. Das Robert-Koch-Institut prüft sorgfältig die Berichte über neue Mutationen  mit veränderten Eigenschaften des Virus, etwa in Hinblick auf eine erhöhte  Ansteckungsgefahr oder Schwere des Verlaufs in verschiedenen Altersgruppen.  Gemeinsames Ziel von Bund und Ländern ist es, den Eintrag von Mutationen mit  möglichen pandemieverschärfenden Eigenschaften aus dem Ausland möglichst  stark einzudämmen, solche Mutationen in Deutschland durch verstärkte  Sequenzierung zu entdecken und deren Ausbreitung durch priorisierte  Nachverfolgung und Quarantäne möglichst weitgehend zu begrenzen. Das  Bundesministerium der Gesundheit wird auf Basis des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes zur verstärkten Sequenzierung eine Verordnung  erlassen. Bei nicht vermeidbaren Einreisen aus Gebieten, in denen solche  mutierten Virusvarianten vorkommen, wird die Bundespolizei die Einhaltung der  besonderen Einreisebestimmungen verstärkt kontrollieren. Die Länder stellen  sicher, dass die Kontrolle der Quarantäne in solchen Fällen ebenfalls verstärkt mit  besonderer Priorität wahrgenommen wird, ebenso die Nachverfolgung von Fällen  beim Auftreten solcher Virusvarianten in Deutschland.   

8. In den bisherigen Beschlüssen der Bundeskanzlerin und der  Regierungsche!nnen und Regierungschefs der Länder wurde von einem  Impfbeginn in 2021 ausgegangen. Nunmehr war es aufgrund einer frühen  Zulassung des Impfstoffes von BioNTech / P!zer und Bereitstellung der  Infrastruktur durch die Länder möglich, bereits am 27. Dezember 2020 in allen  Ländern mit dem Impfen zu beginnen. 1,3 Millionen Dosen des Impfstoffes  wurden bis Jahresende an die Länder ausgeliefert, knapp 2,7 Millionen weitere  Dosen folgen bis zum 1. Februar 2021, so dass bis zu diesem Datum ca. vier  Millionen Impfdosen ausgeliefert werden können. Der Bund wird den Ländern auf  Grundlage der Herstellermeldungen verlässliche Lieferzeiten übermitteln, um ein  abgesichertes Terminmanagement vor Ort zu ermöglichen.  Bis spätestens Mitte Februar wird allen Bewohnerinnen und Bewohnern von  stationären P"egeeinrichtungen ein Impfangebot gemacht werden können. Dies  ist nicht zuletzt wegen der hohen Fallzahlen und der schweren Verläufe im  Bereich dieser Einrichtungen ein wichtiges erstes Zwischenziel der  Impfkampagne.  Ziel ist es, die anfangs eingeschränkten Produktionskapazitäten in Deutschland zu  erhöhen. Dazu unterstützen der Bund und das Land Hessen BioNTech nach  Kräften dabei, dass noch im Februar in einem neu eingerichteten Werk in Marburg  die Produktion genehmigt und begonnen werden kann. Der Bund wird auch  darüber hinaus mit den Herstellern darüber sprechen, wie schnellstmöglich  weitere Produktionskapazitäten für Impfstoffe aufgebaut werden können.  Im 1. Quartal 2021 ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe und in der Folge mit  der Auslieferung weiterer Impfdosen zu rechnen.   

9. Der Betrieb von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste  Bedeutung für den die Bildung der Kinder und für die Vereinbarkeit von Familie  und Beruf der Eltern. Geschlossene Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen,  ausgesetzte Präsenzp"icht bzw. Distanzunterricht in Schulen über einen längeren  Zeitraum bleibt nicht ohne negative Folgen für die Bildungsbiographien und die  soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen. Dennoch müssen die von den  Ländern ergriffenen Maßnahmen auch in diesem Bereich entsprechend des  Beschlusses vom 13. Dezember 2020 bis Ende Januar verlängert werden.   

10. Angesichts der SARS-CoV2-Pandemie kann der bestehende Anspruch in  manchen Fällen nicht ausreichen. Deshalb wird der Bund gesetzlich regeln, dass  das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil (20  zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt wird. Der Anspruch soll auch für  die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird,  weil die Schule oder der Kindergarten bzw. die Klasse oder Gruppe  pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzp"icht im Unterricht ausgesetzt  bzw. der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wurde.   

11. Die Beschränkungsmaßnahmen wurden in allen Bereichen durch  umfangreiche !nanzielle Hilfsprogramme des Bundes und der Länder begleitet.  Durch Abschlagszahlungen wurden bisher über eine Milliarde Euro an  Novemberhilfe durch den Bund an Betroffene ausgezahlt. Die vollständige  Auszahlung der beantragten Novemberhilfe über die Länder erfolgt spätestens ab  dem 10. Januar 2021. Anträge für die Dezemberhilfe können seit Mitte Dezember  2020 gestellt werden, die ersten Abschlagszahlungen erfolgen seit Anfang Januar.  Nunmehr kommt insbesondere der Überbrückungshilfe III des Bundes besondere  Bedeutung zu. Dabei wird je nach Umsatzrückgang und Betroffenheit ein  bestimmter Prozentsatz der !xen Kosten bis zu einer Höhe von maximal 500.000  Euro pro Monat erstattet. Es werden Abschlagszahlungen möglich gemacht. Erste  reguläre Auszahlungen im Rahmen der bis Ende Juni 2021 laufenden  Überbrückungshilfe III werden durch die Länder im ersten Quartal 2021 erfolgen.  Nachdem der Bund die Voraussetzungen geschaffen hat, werden Bund und  Länder die Auszahlungen so schnell wie möglich realisieren.   

12. Für Einreisen aus Risikogebieten nach Deutschland soll zukünftig  grundsätzlich neben der bestehenden zehntägigen Quarantänep"icht, die  vorzeitig beendet werden kann, sobald ein negatives Testergebnis eines frühestens  am fünften Tag der Quarantäne erhobenen Coronatests vorliegt, zusätzlich eine  Testp"icht bei Einreise eingeführt werden (Zwei-Test-Strategie). Der Testp"icht  bei Einreise kann durch eine Testung binnen 48 Stunden vor Anreise oder durch  eine Testung unmittelbar nach Einreise nachgekommen werden. Die  Musterquarantäneverordnung wird entsprechend angepasst und von den Ländern  in ihren entsprechenden Verordnungen zum 11. Januar 2021 umgesetzt . Der  Bund wird über die seit August 2020 bestehende Testp"icht hinaus auf der  Grundlage des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes gesonderte Regeln insbesondere  zur Testp"icht vor Einreise für besondere Risikogebiete erlassen, von denen  aufgrund von der Verbreitung von Mutationen des Virus oder besonders hoher  Inzidenzen ein besonderes Eintragsrisiko besteht. Bund und Länder weisen noch  einmal eindrücklich darauf hin, dass Reisen in Risikogebiete ohne triftigen Grund  unbedingt zu vermeiden sind und dass neben der Test- und Quarantänep"icht  eine Verp"ichtung zur digitalen Einreiseanmeldung bei Einreisen aus  Risikogebieten besteht.   

13. Die Bundeskanzlerin und die Regierungsche!nnen und Regierungschefs der  Länder werden im Lichte der weiteren Infektionsentwicklung am 25. Januar 2021 erneut beraten und über die Maßnahmen ab 1. Februar 2021 beschließen.

 

1 Auf den Beschluss des Oberwaltungsgerichts für das Land NRW (Az 13 B 1770/20
NE) wird hingewiesen, mit dem die Quarantäneverp!ichtung mit
Freitestmöglichkeiten erst nach 5 Tagen für Personen, die aus vom RKI
ausgewiesenen Risikogebieten einreisen, für NRW außer Vollzug gesetzt wurde.

Diesen Beschluss als PDF 


 Information über vorübergehende Schließung des Gästehauses und Perspektiven - Stand 23. Dezember 2020

Koblenz, den 23. Dezember 2020

 

 

Verehrte, liebe Gäste, liebe Freund*innen von Kloster Arenberg,

frohe und gesegnete Weihnachten, viel gelingendes Leben im neuen Jahr!

Ihnen diesen Wunsch in diesem Jahr nur auf diese Weise zusprechen zu können  - daran hätten wir nicht im Traume gedacht. Seit 2. November haben wir nun unser Gästehaus wieder geschlossen – am Jahresende werden es dann in Summe 4 ½ Monate gewesen sein. 

Die wichtigste Information für Sie vorab:  Gemäß der 14. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz vom 14. Dezember 2020 müssen wir unser Gästehaus bis einschließlich 10. Januar 2021  geschlossen halten. Am 5. Januar 2021 sprechen die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsident*innen der Länder die Vorgehensweise für den Zeitraum ab dem 11. Januar 2021 ab. Angesichts der noch immer steigenden Infektionszahlen ist derzeit nicht davon auszugehen, dass am 5. Januar 2021 eine Wiedereröffnung ab dem 11. Januar 2021 beschlossen werden wird. Sollte dies wider Erwarten der Fall sein, wäre eine Öffnung des Gästehauses auch noch von der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden  Zahl an  Reservierungen abhängig.  Insofern ist es für die Prognose des Gästehauses existenziell wichtig, dass für die nächsten Monate genügend Zimmerreservierungen vorliegen. Wir haben bereits seit vielen Monaten  –  entsprechend den coronabedingten Rahmenbedingungen  – die Stornierungsregelung  so gestaltet, dass Sie  –  zunächst gültig bis zum 30. April 2021 - ohne Risiko jederzeit stornieren können. 
 
Unser Empfangsteam ist an folgenden Tagen für Sie persönlich erreichbar:
 
Montag, 28. Dezember 2021 bis Mittwoch, 30. Dezember 2020, 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Ab dem 4. Januar 2021, Montag bis Freitag, 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

Nun noch ein paar Informationen „auf den letzten Drücker“ vor Weihnachten. Sehen Sie mir daher bitte ggf. einen durchgegangenen Tippfehler oder eine übersehene grammatikalische Unkorrektheit nach. 
 
Nachdem wir Anfang Juni d.J. wieder aus dem Lockdown erwachen durften, forderte der Corona-Alltag unseren Mitarbeiter*innen schon  so  einiges ab. Dies insbesondere in den gastronomischen Bereichen. Völlig ungewohnt und von der Infrastruktur und den Prozessen nicht darauf ausgerichtet, mussten wir die Mahlzeiten an den Tischen in den Speisesälen andienen. Später durften sich unsere Gäste dann wieder am Büfett selbst bedienen, gleichwohl unter Coronabedingungen, kurz vor dem Lockdown im November dann wieder zurück zum Bedienservice am Tisch.  Zwei  provisorische Speisesäle wurden  im Herbst eingerichtet, um soviel Abstand wie möglich und von unseren Gästen gewünscht sicherzustellen. Die stetige Überarbeitung unseres Corona-Sicherheitskonzeptes mit einem speziell auf die Bedürfnisseunserer Gäste und Mitarbeiter*innen angepassten  „dynamischem Raumluft-Viren-Schutzkonzept“,  in dessen Umsetzung wir  über 200.000  € in technische Anlagen investiert haben.  Die  für gastronomische Einrichtungen geltenden  Hygieneauflagen ließen  trotz unserer  hohen Sicherheitsmaßnahmen  nur eine um ca. 1/3 geringere Gästezahl zu, was  den kostendeckenden Betrieb  unseres Gästehauses  auch während der Öffnungszeiten nicht zuließ; seit Beginn der Pandemie - also auch während der zwischenzeitlichen Öffnungszeiten – ist unser Gästehaus ein Zuschussbetrieb. Staatliche Hilfen in der ersten Phase der Pandemie kamen dem Gästehaus nicht zugute. 
 
Weil es hin und wieder an uns herangetragen wurde:  Die Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz definiert „Gästehäuser“ unzweifelhaft  als zu Beherbergungsbetrieben zugehörig, die auf Grund von Anordnung zu schließen seien. Uns erreichen hier und da Anfragen, warum dieses oder jenes kirchliche Tagungs-  oder Exerzitienhaus geöffnet habe, wir indes aber schließen müssten. Und wenn nicht das ganze Gästehaus geöffnet haben dürfe, warum dann nicht wenigstens der Kursbetrieb  von Kloster Arenberg?  Wir wissen nicht, weshalb manche dieser Einrichtungen noch geöffnet haben (dürfen). Möglicherweise liegt es daran, dass – ggf. in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt – Einrichtungen der Erwachsenenbildung nicht schließen mussten oder müssen.  Kloster Arenberg mit seinem Gästehaus firmiert jedoch nicht unter „Erwachsenenbildungsstätte“, nicht unter „Tagungs- oder Exerzitienhaus“. Der Name ist Programm: „Gästehaus Kloster Arenberg“. Und Gästehäuser sind explizit in unserer Landesverordnung genannt – gleichgestellt mit Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben. Und selbst wenn wir alleine Kurse durchführen dürften: es wäre betriebswirtschaftlich in keinster Weise abbildbar, für in der Regel einen einzigen  Kurs in der Woche mit coronabedingt im Schnitt 10 Teilnehmer*innen das Gästehaus„hochzufahren“. Wir zählen eben nicht zu den  Bildungseinrichtungen, deren Kernkompetenz und Ausrichtung wesentlich in der Durchführung von Tagungen, Kursen oder Exerzitien bestehen. „Herzensbildung“, würde ich sagen, ist da eher unsere Kernausrichtung. 
 
Damit wir die Angebote für unsere Gäste  zwar unter Coronabedingungen, jedoch  soweit möglich aufrechterhalten konnten, haben wir beispielsweise die Morgen-  und Nachtimpulse, wann immer witterungstechnisch möglich, auf die Kastanienwiese verlegt (das wollen wir übrigens in der „Nach-Corona-Ära“, soweit witterungstechnisch sinnvoll, weiter so halten). Veranstaltungen im Rahmen von „Kultur im Kloster“ mussten aufgrund der Hygieneauflagen zumeist entfallen. Unsere Kurse mussten auf Basis eines speziellen Raumnutzungskonzeptes überwiegend  hinsichtlich der Teilnehmer*innenzahlen nach unten angepasst werden; für viele unserer externen Kursleitungen bis heute eine enorme wirtschaftliche Herausforderung. Ganz zu schweigen von den Kursen, die aufgrund der nicht einzuhaltenden Abstandsregeln oder aufgrund von Schließungszeiträumen ganz abgesagt werden mussten. Den externen Kursleitungen, die mit den Kursen ihren Lebensunterhalt finanzieren, fühlen wir uns ganz besonders solidarisch verbunden. Nicht zuletzt mussten wir den Gästen im Zugeder Corona Pandemie und der entsprechenden Hygieneauflagen leider die Teilnahme an den Stundengebeten im Schwesternchor versagen. 
 
Die wirtschaftlichen Herausforderungen dieses und des kommenden Jahres für unser Gästehaus sind trotz Kurzarbeit  so immens, dass wir  nur mit Unterstützung des Trägers die Situation finanziell überbrücken konnten und weiterhin zu überbrücken suchen. Der Dezember bedeutete nochmals einen besonderen finanziellen Kraftakt, da tarifvertraglich gesichert war, dass auch in Kurzarbeit befindliche Mitarbeiter*innen, es sind alleine im Gästebetrieb um die 80, ihr Weihnachtsgeld in uneingeschränkter Höhe vom Dienstgeber erhalten haben. Staatliche Leistungen aus den Hilfspaketen waren bis vor kurzem für unser Gästehaus nicht vorgesehen, stehen aber nach Einschätzung unserer Wirtschaftsprüfer nun zumindest für November und Dezember in Aussicht, um damit einen Deckungsbeitrag zu den - trotz Schließung und umfänglicher Kurzarbeit  - weiter anfallenden Kosten zu erzielen. In welcher Größenordnung eine etwaige staatliche Unterstützung  genau erfolgen wird, wissen wir noch nicht. Derzeit befinden sich leider rd. 60 Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit. 
 
Derzeit bewältigen wir die wirtschaftlichen Folgen der Krise - bis heute bereits eine hohe sechsstellige Summe für das Gästehaus Kloster Arenberg  –  also  ausschließlich über Rücklagen des Trägers. Rücklagen, die für zukünftige Investitionen vorgesehen sind bzw. waren.Die Auswirkungen dieser Krise auf die mittel-  und langfristige Wirtschafts-  und Finanzplanung, damit auch auf die Investitionsplanung  des Gästehauses ist noch ungewiss. Viele unserer Gäste  sind jedoch mit uns unterwegs in diesen Zeiten, in Gedanken, im Gebet, mit liebenswerten Worten und Zeilen und auch mit finanzieller Unterstützung. Hier auf dem Arenberg, in unserer Pflegeeinrichtung in Oberhausen und auch bei unseren Schwestern in Bolivien. Das hat uns sehr berührt, wirklich sehr! Denn uns ist bewusst, wie wirklich jede und jeder in unserer Gesellschaft auf ihre/seine Weise herausgefordert ist, mit dieser Ausnahmesituation einen guten Umgang zu finden. 
 
Die Spenden, die uns zugegangen sind, werden einen wirkungsvollen Beitrag dazu leisten, trotz dieser Pandemie und der mittel-  bis langfristigen Auswirkungen weiterhin ganz konkrete Projekte im Gästehaus in Angriff nehmen zu können. Vorhaben, die Sie anlässlich eines nächsten Aufenthaltes in Kloster Arenberg werden wahrnehmen dürfen. Mittels Ihrer Spende werden wir weiter innovativ in sinnstiftende Angebote im Gästehaus wie auch in konkrete Maßnahmen zur Bewahrung der Schöpfung in Kloster Arenberg investieren. Auch werden wir weiterhin Menschen bei der  Finanzierung eines Aufenthaltes unterstützen können, die einen auch nur kurzen Aufenthalt in Arenberg nicht oder nicht vollständig aus eigenen Kräften finanziell zu leisten vermögen. Unseren Schwestern in Bolivien haben wir aufgrund derhohen Spendenbereitschaft dazu verholfen, in größter Not noch über die übliche Hilfe hinaus helfen zu können; dort natürlich ein Fass ohne Boden ... und dennoch ... (s. auch unser Schreiben an die Unterstützer*innen sowie zu Unterstützungsmöglichkeiten unter 
https://kloster-arenberg.de/covid-19-informationen.html
 Uns ist bewusst, an wie vielen anderen Orten hier in unserem Lande und auf dieser Welt Menschen der Gedanken und auch der materiellen Unterstützung bedürfen. Und trotzdem haben  wir auf dem Arenberg für unsere unterschiedlichen Werke und Projekte auf viele Spender*innen setzen dürfen – das ist einfach wunderbar, dafür sind wir von ganzem Herzen dankbar. 
 
Dankbar sind wir auch dafür, dass keine Schwestern und keine Mitarbeiter*innen in Kloster Arenberg, auch nicht in unserem Alten- und Pflegeheim „Vincenzhaus“ in Oberhausen oder an den anderen Standorten, wo sich noch Arenberger Dominikanerinnen befinden, im unmittelbaren Zusammenhang mit Covid-19  nachhaltig  zu Schaden gekommen sind.  Auch sind  einzelne unserer bolivianischen Schwestern nach Coronaerkrankungen zwischenzeitlich wieder genesen.  Bei der Gelegenheit zu unserem Vincenzhaus in Oberhausen www.vincenzhaus-oberhausen.de
Manche von Ihnen werden es aufgrund eigener Erfahrungen mit Familienangehörigen einzuschätzen wissen, wie sehr der Coronaalltag  –  durchgängig  –  eine Herausforderung, eine physische und psychische Belastung für unsere Mitarbeiter*innen  in der Pflege  darstellt. Ihnen können wir nicht genug danken. Dass wir die Krise in unserem Pflegeheim „Vincenzhaus“ in Oberhausen bislang ohne großen Schaden überstanden haben, ist neben den Mitarbeiter*innen  in der Pflege und den anderen Dienstleistenden im Hause  auch  dem wirklich unermüdlichen Einsatz der Führungs-  und Leitungskräfte vor Ort zu verdanken. Wie viele schlaflose Nächte mögen sie in 2020 verbracht haben ... und über die kommenden Feiertage nochmal haben, wenn die Besucher drängen ... 
 
Zurück zum Arenberg.  Einzelne Projekte sollen  noch im Folgenden Erwähnung finden.  Unsere Generalpriorin, Sr. M. Scholastika Jurt (OP), hat es in  ihrer Jahrespost, die Sie hoffentlich bald in Händen halten werden, erwähnt und wir haben dieser auch einen entsprechenden Informationsflyer beigelegt. Es geht um das zukünftige Verpflegungskonzept, um eine „Mehr-Wert-Ernährung“, eine künftig  durchgängige Frischeküche  in Kloster Arenberg  –  ohne Zusatzstoffe, künstliche Aromen, Fertigkomponenten usw.. Konzeptionell haben wir mit Unterstützung des Unternehmens „Essenzeit“ aus Hannover bereits im Herbst vergangenen Jahres damit begonnen. Erstmals praktische Anwendung fand das neue Verpflegungskonzept nach der Wiedereröffnung im Juni 2020. Wir wissen, dass in diesen Anfängen noch  manches  sehr holprig war und auch einige Gäste sich das „alte Essen“ herbeigesehnt haben mögen. Vor allem die reiche Büfettauswahl. Und auch war einiges der Holprigkeit den besonderen  Pandemie-Bedingungen geschuldet. Aber es gab auch  ganz konkrete Umsetzungsprobleme.  So gab es in den ersten Monaten nach Wiedereröffnung bei behördlich vorgeschriebenem Bedienservice am Tisch nicht die Wahl zwischen zwei vollwertigen Menüs. Das vegetarische Gericht wurde auf Wunsch durch einen Streifen oder ein Stück Fleisch „aufgepeppt“; ein ganz separates Fleischmenü war noch nicht im Angebot. Die Frischeküche schien uns personell zu überfordern, da plötzlich viel mehr Handarbeit erforderlich war und auch die ganzen Ablaufprozesse neu geordnet werden mussten – deshalb zunächst nur die aufgepeppte Fleischvariante. Manche von Ihnen werden es einzuschätzen wissen: nur noch mit frischen Zutaten zu kochen,  keine Fertigpülverchen für Suppen und Soßen zu verwenden u.v.m.,  erfordert einen wesentlich höheren Einsatz fleißiger Hände, als wenn man sich  – wie dies heute selbst in der gehobenen Gastronomie häufig anzutreffen ist – mit Convenience-Produkten über die Runden hilft. Zu diesem Zeitpunkt waren wir personell noch nicht entsprechend aufgestellt. Mittlerweile ist unser Küchenteam um zwei Köch*innen  angewachsen!  Jasmin Grothe, unsere neue Jungköchin, ergänzt das Küchenteam auf hervorragende Weise, hat sie doch einen Teil ihrer  jüngst abgeschlossen Ausbildung zur Köchin  in einer Frischeküche der gehobenen Gastronomie absolviert. Und wir dürfen weiter auf das ganze Ihnen bekannte Küchenteam setzen. Unser neuer gastronomischer Leiter, Florian Schauren, verantwortet als Koch mit Führungserfahrung mit seinen beiden Ihnen bekannten Stellvertretern, Herrn Klein und Herrn Görg, nicht nur den Küchenbereich, sondern perspektivisch  auch unmittelbar die gastnahen Gastronomiebetriebe, zunächst vordringlich die Speisesäle und das Klostercafé.  „Gastronomische Einheit  -  Qualität aus einem Guss“ sozusagen.  Wir freuen uns sehr darüber, diesen  gleichwohl wirtschaftlich, personell und organisatorisch sehr herausfordernden Weg mit unserem altbewährten Küchenteam und den beiden „Neuen“ gehen zu dürfen. Mittlerweile bieten wir zu Mittag außerhalb der rein vegetarischen Tage sowohl ein eigenständiges vegetarisches als auch ein eigenständiges Fleischgericht an. Wir sind derzeit bemüht, Partner zu finden, die regional erzeugte Produkte anbieten und wenn immer möglich und bezahlbar auch aus biologischer Erzeugung. Zum  1.  Februar  2021 wechseln wir den Brot-, Brötchen- und Kuchenlieferanten, nachdem wir uns in einer durch unseren Schöpfungsbeauftragten professionell angelegten Brotverkostung für einen neuen Bäcker entscheiden konnten; das Backkonzept hat uns überzeugt und fügt sich sehr gut in unsere Frischeküche ein. Auch haben wir im Sinn, soweit möglich,  immer mal wieder eigenes Brot oder eigenen Kuchen zu backen. Unsere FÖJler*innen haben – abermals gemeinsam mit unserem Schöpfungsbeauftragten – ein Konzept zur Kompostierung des durch die Frischeküche enorm angestiegenen biologischen Abfalls erstellt und auch baulich im Klosterpark  umgesetzt. So werden unsere unverarbeiteten Frischeabfälle aus der Küche seit Dezember 2020 nicht mehr über eine Fachfirma entsorgt, wie dies seit 20 Jahren der Fall war, sondern fachgerecht auf unserem Klostergelände  wieder  der  Natur als  Biomasse zugeführt.
„Frischeküche“ bedeutet aber auch, dass wir in eine hochwertige Qualität unserer Gerichte investieren. Etwas weniger Auswahl, dafür aber eine gesicherte hohe Qualität unserer „Lebens-Mittel“, die wir Ihnen anbieten. 
 
Mit der Verpflegungskonzeption zusammenhängend haben wir in diesem Jahr ebenfalls damit begonnen zu eruieren, wie eine Erweiterung der Sitzplatzkapazitäten bei den Mahlzeiten umsetzbar wäre, ohne jedoch die Zahl an Übernachtungsmöglichkeiten zu erhöhen – also keine Sorge, dass es voller und damit auch lauter wird. Sie selbst werden wahrscheinlich schon die Enge in den Speisesälen erfahren haben. Dass eine Erweiterung der Sitzplatzkapazitäten nicht innerhalb der bestehenden Räumlichkeiten möglich ist, liegt auf der Hand. Unterverschiedenen baulichen Möglichkeiten hat sich die Variante herausgebildet, einen weiteren Speisesaal im Katharinenhof vorzusehen. Damit es keine Verwechslung gibt: Der Katharinenhof ist der ans Foyer angrenzende Innenhof.  Dieser  neu entstehende Speisesaalwäre für diejenigen Gäste vorgesehen, denen es wertvoll ist,  ihre Mahlzeiten im Schweigen  zu verkosten. Mit dieser Planung könnten wir auch  endlich  sicherstellen, dass die Einnahme der Mahlzeiten nicht nur im Schweigen, sondern dazu auch noch in Stille erfolgen kann. Wie dieses Vorhaben infolge der langfristigen Auswirkungen der Pandemie sich finanziell tragbar und von der baulichen Umsetzung im laufenden Betrieb selbst gestalten könnte, muss noch geprüft werden. Damit Sie sich das etwas besser vorstellen können, hier der aktuelle Planungsstand:


Konzeptionell sind wir mit unserer zunächst funktional klingenden sog. „Kleingruppe“, die so klein gar nicht mehr ist, während der Schließungszeiten in verschiedener Hinsicht unterwegs gewesen – z.B. mit der Speisesaalerweiterung. Diese Konzeptionsgruppe setzt sich regelmäßig mit den Angeboten für unsere Gäste auseinander, bringt eigene Ideen ein, aber auch Ideen von unseren Gästen und diskutiert diese, hinterfragt von Zeit zu Zeit auch bestimmte Entwicklungen und Angebote. In dieser Gruppe treffen wir uns im Schnitt einmal im Monat einen halben bis einen ganzen Tag. Einmal jährlich dann im Block  für  3 bis 4 Tage, in der das neue Kursprogramm diskutiert und auch grundsätzliche Fragestellungen erörtert und ggf. auch entschieden werden. Regelmäßige Teilnehmer*innen dieser „Kleingruppe“ sind das gesamte Seelsorgeteam, Claudia Ruech als Leitung des Vitalzentrums, Sr. M. Scholastika (unsere derzeitige Generalpriorin und „Chefin“ des Ganzen), Sr. M. Beatrix als Hausleitung und auch ich bin als Leitung des Gästehauses und Geschäftsführer unserer Einrichtungen immer dabei.
Sporadisch, also anlassbezogen  zu bestimmten Fragestellungen, kommen auch andere Abteilungsleitungen hinzu. Moderiert wird diese Gruppe durch Dr. Martin Hofmeir, der auch nach so vielen Jahren mit einem ungebrochen sehr beherzten und professionellen Einsatz uns immer gut durch die Sitzungen und zu Ergebnissen führt. Mit dieser Kleingruppe sind wir ebenfalls bereits während der ersten Lockdownphase dieses  Jahres ein lang gehegtes Projekt angegangen: unser Homepageauftritt ist noch nicht mit mobilen Endgeräten kompatibel und so haben wir dieses Unterfangen  gleich  zum Anlass genommen, den Internetauftritt grundsätzlich zu überdenken: Inwieweit gelingt es uns, unsere Haltung, unsere Kernbotschaft heute noch so zu kommunizieren, dass beim Empfänger die gewollte Botschaft auch entsprechend ankommt? Was war  überhaupt unsere Kernbotschaft gestern, wie lautet sie heute? Welche Zielgruppen sprechen wir an, welche nicht ...  In Sachen „Schöpfungsverantwortung“ haben wir mit tatkräftiger Unterstützung unseres im Februar 2020 neu eingestellten sog. „Schöpfungsbeauftragten“,  Herrn  Albrecht Ruech (richtig, das ist der Ehemann unserer Frau Ruech) unseren zwei bis drei FÖJlern und mit Unterstützung des Gärtnerteams trotz Corona so einiges auf die Beine gestellt. So haben wir fünf Bienenschwärmen (Honigbienen) einen Start in ein ganz und gar selbstbestimmtes  und artgerechtes  Leben in Baumhöhlensimulationen ermöglicht s. unter :
https://www.artgerechte-bienenerhaltung.de
Zwei unserer neuen Föjler haben ein Klotzbeutenseminar besucht und sind auch im Umgang mit der Sense geschult worden, damit auch sie bei der ökologischen Bewirtschaftung unserer Wiesenflächen unterstützen können. Wir haben  in der ersten Schließungszeit mit  -  coronabedingt  – nur digitaler Unterstützung eines Fachmanns aus Österreich, Eugen Sturmlechner, eine neue ca. 500 qm große Naturstaudenfläche angelegt, wo vorher eine eher leblose Rasen-/Wiesenfläche vorhanden war (und ja,  eine nur  schön  grüne Rasen-/Wiesenfläche ist eben nicht gleichbedeutend mit „Lebendigkeit“). Während des zweiten Lockdowns im Herbst diesen Jahres haben wir sodann einige Baum- und Strauchnachpflanzungen vorgenommen und das Schnittblumenfeld oberhalb des Klostercafés neu in einer Blattform „modelliert“ ... hier sollen nachhaltige Schnittstauden für den Kirchen- und Gästehaus-Blumenschmuck angepflanzt werden; dies wird im kommenden Frühjahr erfolgen...

So möchte ich meinen „kurzen“ Situationsbericht  hiermit  beenden, damit dieser Infobrief noch rechtzeitig ins Netz kann. Es ist sicherlich nicht gelogen, dass so sehr viele sich hier auf dem Arenberg nach unseren Gästen, nach  Ihnen  sehnen. Und auch wenn wir noch nicht wirklich wissen, wie es weitergeht, was  z.B.  die neu aufgetretene  zunächst als epidemiologisch kritisch zu betrachtende Mutationsvariante  von SARS-CoV-2  in Folge auch wieder an Konsequenzen in punkto Kontaktbeschränkungen und damit für den Betrieb des Gästehauses mit sich bringen wird, so schauen wir dennoch hoffnungsvoll auf Weihnachten ... und die kommende Zeit. 
 
Möge es Ihnen gut ergehen, möge es auch den Menschen, die Ihrem Herzen besonders nahe sind, gut ergehen. Bleiben Sie gesund und behütet – frohe und gesegnete Tage,

stellvertretend für das ganze Team von Kloster Arenberg,

Ihr 

Bernhard Grunau

 

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 Danksagung an alle mit uns Verbundenen, 21. Dezember 2020

Kloster Arenberg, den 21. Dezember 2020

 

 

Sehr geehrte Unterstützer*innen, liebe Freund*innen von Kloster Arenberg, 

ein Jahr neigt sich dem Ende zu, von dem die meisten von uns wohl zu Beginn im bösesten Traum nicht gedacht hätten, dass  es  solche  dramatischen Entwicklungen  und  Sorgen,  so viel zusätzliches persönliches Leid in weiten Teilen unserer Gesellschaft oder die Leugnung und Verharmlosung von Fakten bringen würde. Mir persönlich kommt es vor, als seien viele Monate dieses Jahres regelrecht herausgeschnitten. Nicht herausgeschnitten aus meiner Erinnerung, denn sie waren ja auch beruflich angefüllt mit notwendigem Handeln  –  trotz der bis Jahresende zusammengefasst 4  ½-monatigen Schließung unseres Gästehauses. „Herausgeschnitten“ mehr aus dem Wunsch, dass sie so nie dagewesen wären und wir nun nicht „fieberhaft“ auf ein gutes Ende hoffen müssten. Aber, wenn ich ehrlich bin, ist das nur der eine Teil der Wahrheit: Denn auch diese Monate hatten ihr Gutes, machten die noch zulässigen Begegnungen viel bewusster, ließen neue Dankbarkeit dafür aufkommen, was bislang selbstverständlich war und auch für das, was uns im Umgang mit der Pandemie an Rahmenbedingungen geschenkt ist. Und dennoch: Jede und jeder von uns hätte sicher lieber auf diese Pandemie-Erfahrung verzichtet. 
 
Und so haben auch wir auf dem Arenberg uns dieser neuen Realität gestellt und uns ist bewusst: 2021 wird weiter eine große Herausforderung werden, von der wir noch nicht sicher sein können, wie sie zu bestehen sein wird. Mit dieser Unsicherheit müssen wir zunächst noch  leben, sie soll uns aber nicht lähmen. Und so gehen wir auch mit unserem Gästehaus in Koblenz weiter unseren Weg, mit Zuversicht und Gottvertrauen. 
 
Viele unserer Gäste waren mit uns unterwegs in diesen Zeiten, in Gedanken, im Gebet, mit liebenswerten Worten und Zeilen und auch mit finanzieller Unterstützung. Hier auf dem Arenberg, in unserer Pflegeeinrichtung in Oberhausen und auch bei unseren Schwestern in Bolivien. Das hat uns sehr berührt, wirklich sehr! Denn uns ist bewusst, wie wirklich jede und jeder in unserer Gesellschaft auf ihre/seine Weise herausgefordert ist, mit dieser Ausnahmesituation einen guten Umgang zu finden.  
 
Uns ist bewusst, an wie vielen anderen Orten hier in unserem Lande und auf dieser Welt Menschen der Gedanken und auch der materiellen Unterstützung bedürfen. Und trotzdem haben Sie uns hier auf dem Arenberg unterstützt – das ist einfach wunderbar, dafür sind wir Ihnen von ganzem Herzen dankbar. 
 
Auch die finanziellen Zuwendungen werden ihre Wirkung nicht verfehlen! Jeder Euro, ob für Kloster Arenberg oder unsere Einrichtungen in Bolivien gespendet, wird zu 100% vor Ort bestimmungsgemäß eingesetzt.  Alle  Kosten  im Zusammenhang mit der  Spendenverwaltung  werden vom Träger übernommen. Die wirtschaftlichen Herausforderungen dieses und des kommenden Jahres für unser Gästehaus sind jedoch so immens, dass wir nur mit Unterstützung des Trägers die Situation finanziell überbrücken konnten und weiterhin zu überbrücken suchen. Der Dezember bedeutete nochmals einen besonderen finanziellen Kraftakt, da tarifvertraglich gesichert war, dass auch in Kurzarbeit befindliche Mitarbeiter*innen,  es  sind  alleine im Gästebetrieb über 80,  ihr Weihnachtsgeld in uneingeschränkter  Höhe vom Dienstgeber erhalten  haben. Staatliche Leistungen aus den Hilfspaketen waren bis vor kurzem für unser Gästehaus nicht vorgesehen, stehen aber nach Einschätzung unserer Wirtschaftsprüfer nun zumindest für November und Dezember  in Aussicht, um damit einen Deckungsbeitrag zu den - trotz Schließung und umfänglicher Kurzarbeit  - weiter anfallenden  Kosten zu  erzielen. In welcher Größenordnung eine etwaige staatliche Unterstützung erfolgen könnte, wissen wir noch nicht. 
 
Derzeit bewältigen wir die wirtschaftlichen Folgen der Krise - bis heute bereits eine hohe sechsstellige Summe für das Gästehaus Kloster Arenberg - ausschließlich über Rücklagen des Trägers. Rücklagen, die für zukünftige Investitionen vorgesehen sind bzw. waren. Die Auswirkungen dieser Krise auf die mittel- und langfristige Wirtschafts- und Finanzplanung auch des Gästehauses ist noch ungewiss. Die Summe aller Spenden  kann natürlich  nicht im Ansatz für das wirtschaftliche Überleben des Gästehauses ausreichen. Was Ihre Spende angeht, sei Ihnen aber versichert: Sie wird einen wirkungsvollen Beitrag dazu leisten, trotz dieser Pandemie und der mittel-  bis langfristigen Auswirkungen weiterhin  ganz konkrete Projekte im Gästehaus in Angriff nehmen zu können. Vorhaben, die Sie anlässlich eines  nächsten Aufenthaltes in Kloster Arenberg werden wahrnehmen dürfen. Mittels Ihrer Spende werden wir weiter  innovativ  in sinnstiftende Angebote  im Gästehaus wie auch  in konkrete Maßnahmen zur  Bewahrung der Schöpfung in Kloster Arenberg investieren. Auch werden wir weiterhin Menschen bei der Finanzierung eines Aufenthaltes unterstützen können, die einen auch nur kurzen Aufenthalt in Arenberg nicht oder nicht vollständig aus eigenen Kräften finanziell zu leisten vermögen. 
 
Kloster Arenberg wird mit seinem Gästehaus weiterhin präsent sein. Auch während der Schließungszeiten, während derer wir – ungeachtet der wirtschaftlichen Situation – in Online-Angebote und sogar in zusätzliche Stellen für die Klosterküche investiert  haben. Und wir haben investiert in Maßnahmen zur Schaffung und zum Erhalt von mehr Biodiversität im Klosterpark. Wir haben investiert in die Planung und Umsetzung eines neuen Frische-Küche-Verpflegungskonzepts und sind mit einem Team konzeptionell unterwegs gewesen, um die Zukunft unseres Gästehauses weiterzudenken. 
 
Wir haben – Gott sei Dank – auch seitens der Schwesternschaft bislang keine Erkrankungen an Covid-19 verzeichnen müssen. Wir sind also alles in allem bislang noch gut durch die Krise gekommen. Dafür sind wir sehr, sehr dankbar. Wie auch für Ihr mit uns auf dem Weg sein – in welcher Weise auch immer.
 
Ihnen für das kommende Weihnachtsfest frohe  und besinnliche Tage, mit dem Blick auf 2021 viel Hoffnung und Zuversicht. Bleiben Sie gesund und behütet. Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen,

Ihr 

Bernhard Grunau

 

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 Telefonkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs
der Länder am 13. Dezember 2020

Beschluss

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder fassen folgenden Beschluss:
Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben zuletzt am 25. November einschneidende und befristete Maßnahmen beschlossen bzw. verlängert, um die mit Winterbeginn erheblich angestiegenen Corona-Infektionszahlen in Deutschland einzudämmen und damit auch schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle zu verhindern. Damit sollte zudem eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert werden, denn Krankenhäuser und vor allem zahlreiche Intensivstationen sind durch die hohen Zahlen schwer erkrankter CoronaPatienten stark belastet.

Es ist durch die Maßnahmen gelungen, vorübergehend das exponentielle Wachstum zu stoppen und das Infektionsgeschehen auf hohem Niveau zu stabilisieren. Mit der zunehmenden Mobilität und den damit verbundenen zusätzlichen Kontakten in der Vorweihnachtszeit befindet sich Deutschland nun wieder im exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen. Eine weiter zunehmende Belastung des Gesundheitssystems und eine nicht hinnehmbare hohe Zahl täglicher Todesfälle sind die Folge.

Deshalb ist es erforderlich, weitere tiefgreifende Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten zu ergreifen. Ziel ist es die Zahl der Neuinfektionen wieder so deutlich zu reduzieren wie es im Beschluss vom 25. November definiert ist, so dass es den Gesundheitsämtern wieder möglich wird, Infektionsketten möglichst vollständig identifizieren und unterbrechen zu können und so die Zahl der Erkrankten weiter zu senken.

Bund und Länder danken der weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung, die mit ihrem besonnenen und rücksichtsvollen Verhalten während der gesamten Zeit der Pandemie dazu beiträgt, die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen. Dieser Gemeinsinn ist das höchste Gut und zugleich der wichtigste Erfolgsfaktor in der Pandemie.
Sie danken auch den vielen Unternehmen, die in dieser schwierigen Zeit mit großer Flexibilität und Kraft den enormen Herausforderungen trotzen. Und sie danken ganz besonders allen Beschäftigten im Gesundheitswesen, die unter Aufbietung aller Kräfte dafür sorgen, dass ein hohes Versorgungsniveau auch unter den schwieriger werdenden Bedingungen gewährleistet bleibt. Trotz der derzeit ernsten Lage geben die Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung und Impfstoffzulassung die Hoffnung, dass Deutschland, wenn es gut durch diesen Winter kommt, im nächsten Jahr schrittweise die Pandemie überwinden kann und sich auch wirtschaftlich erholt.

Vor diesem Hintergrund vereinbaren die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen unRegierungschefs der Länder:

1. Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig. Wie bereits auf der regulären Konferenz am 2. Dezember vereinbart, werden die Länder die bis zum 20. Dezember 2020 befristeten Maßnahmen im Rahmen der Anpassungen ihrerLandesverordnungen bis zum 10. Januar 2021 verlängern, sofern dieser Beschluss keine abweichenden Festlegungen trifft.

2. Private Zusammenkünftemit Freunden, Verwandten und Bekannten sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal 5 Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.

3. Auch in diesem besonderen Jahr sollen die Weihnachtstagegemeinsam gefeiert werden können. Angesichts des hohen Infektionsgeschehens wird dies jedoch nur in deutlich kleinerem Rahmen als sonst üblich möglich sein.
In Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Infektionsgeschehen werden die Länder vom 24. Dezember bis zum 26. Dezember 2020 -als Ausnahme von den sonst geltenden Kontaktbeschränkungen- während dieser Zeit Treffen mit 4 über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis, also Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen
zulassen, auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder 5 Personen über 14 Jahren bedeutet. Angesichts des anhaltend hohen Infektionsgeschehens wird noch einmal eindrücklich an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, Kontakte in den fünf bis sieben Tagen vor Familientreffen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren (Schutzwoche).

4. Am Silvestertag und Neujahrstag wird bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt. Darüber hinaus gilt ein Feuerwerksverbot auf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen. Der Verkaufvon Pyrotechnik vor Silvester wird in diesem Jahr generell verboten und vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems.

5. Der Einzelhandel mit Ausnahme des Einzelhandels für Lebensmittel der Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarktern von Lebensmitteln, der Abhol- und Lieferdienste, der Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte der Apotheken, der Sanitätshäuser, der Drogerien, der Optiker, der Hörgeräteakustiker, der Tankstellen, der Kfz-Werkstätten, der Fahrradwerkstätten, der Banken und Sparkassen, der Poststellen, der Reinigungen, der Waschsalons, des Zeitungsverkaufs, der Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, des Weihnachtsbaumverkaufs und des Großhandels wird ab dem 16. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 geschlossen.
Der Verkauf von non-food Produkten im Lebensmitteleinzelhandel, die nicht dem täglichen Bedarf zuzuordnen sind, kann ebenfalls eingeschränkt werden und darf keinesfalls ausgeweitet werden. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird in diesem Jahr generell verboten.

6. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflegewie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich.

7. Auch an den Schulen sollen im Zeitraum vom 16. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021 die Kontakte deutlich eingeschränkt werden. Kinder sollen dieser Zeit wann immer möglich zu Hause betreut werden. Daher werden in diesem Zeitraum die Schulen grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen vorgesehen werden. In Kindertagesstätten wird analog verfahren. Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen.

8. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden dringend gebeten zu prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Home-OfficeLösungen vom 16. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021geschlossen werden können, um bundesweit den Grundsatz „Wir bleiben zuhause“ umsetzen zu können.

9. Die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause durch Gastronomiebetriebe sowie der Betrieb von Kantinen bleiben weiter möglich. Der Verzehr vor Ort wird untersagt. DerVerzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raumwird vom 16. Dezember bis 10. Januar untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt.

10. Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur unter folgenden Voraussetzungen zulässig: Der Mindestabstand von 1,5 Metern wird gewahrt, es gilt Maskenpflicht auch am Platz, der Gemeindegesang ist untersagt. Bei Zusammenkünften, in der Besucherzahlen erwartet werden, die zu einer Auslastung der Kapazitäten führen könnten, ist ein Anmeldungserfordernis
einzuführen. In den kommenden Tagen werden darüber hinaus Gespräche innerhalb und mit den
Glaubensgemeinschaften geführt, um im Lichte des weiteren Infektionsgeschehens zu geeigneten Regelungen für religiöse Zusammenkünfte zu kommen.

11. Für Alten- und Pflegeheime sowie mobile Pflegedienstesind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen. Der Bund unterstützt diese mit medizinischen Schutzmasken und durch die Übernahme der Kosten für Antigen-Schnelltests. Neben dem Tragen einer FFP2-Maske ist in der aktuellen Phase hoher Inzidenz fast im ganzen Bundesgebiet das Testen des Pflegepersonals wichtig. Die Länder werden zudem eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für das Personal in den Alten- und Pflegeeinrichtungen anordnen. Solche regelmäßigen Tests sind ebenso für das Personal in mobilen Pflegediensten angezeigt. In Regionen mit erhöhter Inzidenz soll der Nachweis eines aktuellen negativen Coronatests für die Besucherinnen und Besucher verbindlich werden.

12. Bund und Länder betonen erneut, dass über die gemeinsamen Maßnahmen hinaus gemäß der Hotspotstrategiein allen Hotspots ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche sofort ein konsequentesBeschränkungskonzept regional umgesetzt werden muss. Bei weiter steigendem Infektionsgeschehen sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Bei besonders extremen Infektionslagen mit einer Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche und diffusem Infektionsgeschehen sollen die umfassenden allgemeinen Maßnahmen nochmals erweitert werden, um kurzfristig eine deutliche Absenkung des Infektionsgeschehens zu erreichen. Insbesondere sollen in Regionen lokale Maßnahmen nach § 28a Abs. 2 InfSchG spätestens erwogen werden, darunter auch weitgehende Ausgangsbeschränkungen, wenn die Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche überschritten wird.

13. Bund und Länder appellieren eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger in der Zeit bis 10. Januar von nicht zwingend notwendigenReisen im Inland und auch ins Ausland abzusehen. Sie weisen nachdrücklich darauf hin, dass bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten die Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung verpflichtend ist, und dass eine Quarantänepflicht* für einen Zeitraum von 10 Tagen nach Rückkehr besteht. Eine Beendigung der Quarantäne nur durch einen negativen Test möglich, der frühestens am 5 Tag nach der Einreise abgenommen wurde.

14. Die Maßnahmen führen dazu, dass einige Wirtschaftsbereiche auch im kommenden Jahr weiterhin erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebeshinnehmen müssen. Daher wird der Bund die betroffenen Unternehmen, Soloselbständigen und selbständigen Angehörigen der Freien Berufe auch weiterhinfinanziell unterstützen.
Dafür steht die verbesserte Überbrückungshilfe III bereit, die Zuschüsse zu den Fixkosten vorsieht. Mit verbesserten Konditionen, insbesondere einem höheren monatlichen Zuschuss in Höhe von maximal 500.000 Euro für die direkt und indirekt von den Schließungen betroffenen Unternehmen, leistet der Bund seinen Beitrag, Unternehmen und Beschäftigung zu sichern. Für die von der Schließung betroffenen Unternehmen soll es Abschlagszahlungen ähnlich wie bei den außerordentlichen Wirtschaftshilfen geben. Der mit den Schließungsanordnungen verbundene Wertverlust von Waren und anderen Wirtschaftsgütern im Einzelhandel und anderen Branchen soll aufgefangen werden, indem Teilabschreibungen unbürokratisch und schnell möglich gemacht
werden. Zu inventarisierende Güter können ausgebucht werden. Damit kann der Handel die insoweit entstehenden Verluste unmittelbar verrechnen und steuermindernd ansetzen. Das sichert Liquidität.

15. Für Gewerbemiet- und Pachtverhältnisse, die von staatlichen Covid-19 Maßnahmen betroffen sind, wird gesetzlich vermutet, dass erhebliche (Nutzungs-) Beschränkungen in Folge der Covid-19-Pandemie eine schwerwiegende Veränderung der Geschäftsgrundlage darstellen können. Damit werden Verhandlungen zwischen Gewerbemietern bzw. Pächtern und Eigentümern vereinfacht.

16. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder werden im Lichte der weiteren Infektionsentwicklung am 5. Januar 2021 erneut beratenund über die ab 11. Januar 2021 beschließen.


Protokollerklärung:
Der Freistaat Thüringen und das Land Sachsen-Anhalt fordern den Bund auf, spätestens zur Sitzung des Bundesrates am 18. Dezember 2020 verbindlich zu erklären, dass der Bund die durch die Pandemie und Bettenverschiebungen wie Bettenfreihaltungen entstehenden Aufwendungen bzw. Mindereinnahmen der Krankenhäuser finanziert (u.a. Freihaltepauschale). Ein weiteres Verzögern des Bundes zu Lasten der lokalen Krankenhäuser ist inakzeptabel.

*Auf den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 20. November 2020 (Az. 13 B1770/20.NE) wird hingewiesen, mit dem die Quarantäneverpflichtung für Personen, die aus vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebieten einreisen, für Nordrhein-Westfalen außer Vollzug gesetzt wurde.

 

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 Informationen über die fortdauernde Schließung des Gästehauses sowie Angebote während der Schließungszeit -
Stand 26. November 2020

Koblenz, den 26. November 2020

 

 

Verehrte, liebe Gäste, liebe Interessierte an einem Aufenthalt in Kloster Arenberg,

sehr herzlich grüßen wir Sie und hoffen, dass Sie soweit wohlauf sind.

Wir werden auf Grundlage der Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsident*innen der Länder vom 25. November 2020 weiterhin unser Gästehaus geschlossen halten müssen – dies zunächst bis einschließlich 20. Dezember 2020. Wir gehen also davon aus, dass wir ab dem 21. Dezember 2020 wieder Gäste willkommen heißen dürfen, insofern alle Reservierungen ab diesem Zeitpunkt aufrechterhalten werden können. Auch nehmen wir gerne neue Reservierungen für den Zeitraum ab dem 21. Dezember bis nach Neujahr und natürlich darüber hinaus entgegen. Sie gehen mit Ihrer Reservierung keinerlei Stornierungsrisiko ein; nach den derzeit geltenden Stornierungsbedingungen können Sie noch selbst bis am Anreisetag kostenfrei Ihren Aufenthalt stornieren. Wir haben das deshalb so geregelt, da wir verhindern möchten, dass Gäste mit Symptomen, die auch auf eine Covid-19-Erkrankung hinweisen können, nur deshalb anreisen, da anderenfalls Stornierungskosten anfallen würden; damit wäre niemanden gedient. Allerdings lastet das Stornierungsrisiko komplett auf unseren Schultern, auch wenn aus anderen als dem vorgenannten Grund storniert wird. Wir gehen jedoch davon aus, dass Sie Ihre Buchung dann zeitnah stornieren, sobald für Sie klar ist, dass Sie nicht anreisen wollen – aus welchem Grund auch immer. Denn die Wiedereröffnung des Gästehauses hängt nicht nur davon ab, ob diese behördlicherseits wieder ab dem 21. Dezember 2020 erlaubt ist, sondern auch von der Buchungssituation an sich.

Wir stehen als Dienstgemeinschaft abermals hinter diesem Beschluss, wissen wir es zumindest nicht besser und vertrauen den politischen Entscheidungsträgern. Ob wir für die von der Politik so angepriesene sog. „Novemberhilfe“ und infolge der jüngsten Beschlüsse auch die angekündigte „Dezemberhilfe“ antragsberechtigt sein werden, ist noch ungewiss. Viele unserer Mitarbeiter*innen befinden sich derzeit in Kurzarbeit und dennoch haben wir noch enorme Kosten zu schultern, die unabhängig von einer Belegung des Gästehauses bleiben. Die staatliche „November-/Dezemberhilfe“ würde uns eine deutliche Entlastung bringen. Bei einer Schließung bis zunächst 20. Dezember 2020 werden wir dann schon knapp 4 ½ Monate von einer Schließung des Gästehauses in 2020 betroffen gewesen sein. Was 2021 bringen wird – wir werden sehen ...

Gerne nehmen wir also auch Neubuchungen für Aufenthalte ab dem 21. Dezember 2020 entgegen. Die an die Corona-Lage angepassten Stornierungsbedingungen gelten vorläufig bis Ende März 2021.

Gerne halten wir Sie über unsere Homepage auf dem Laufenden. Es ist uns auch und gerade in diesen Zeiten wichtig, Präsenz zu zeigen und den Kontakt mit Ihnen aufrechtzuerhalten. So war bereits während der Novemberschließung die Möglichkeit gegeben, ein seelsorgerisches „Fern-Gespräch“ anzufragen. Sollten Sie anlässlich eines ursprünglich geplanten Aufenthaltes auch im Dezember einen Gesprächswunsch mit einem unserer Seelsorger*innen geäußert haben oder sich für Sie zwischenzeitlich ein Gesprächsanliegen ergeben (auch ohne, dass Sie aktuell einen Aufenthalt geplant bzw. gebucht hätten), so besteht hierfür weiterhin die Möglichkeit. Gerne dürfen Sie über den folgenden Link mit unserem Empfangsteam in Kontakt treten und einen Gesprächstermin mit einer Seelsorgerin / einem Seelsorger (Telefon-/Video Gesprächs-termin) auch während der Schließungszeit im Dezember 2020 vereinbaren.

Kontaktaufnahme mit unserem Empfangsteam unter: info@kloster-arenberg.de oder telefonisch unter 0261 6401 0.
Die (telefonischen) Erreichbarkeiten unseres Empfangs sind während der Schließungszeit von Montag bis Freitag von 09 Uhr bis 14 Uhr.

Darüber hinaus sind wir aktuell in Überlegungen, ob wir ein weitergefächertes seelsorgerisches Angebot über die Adventszeit auch während der Schließung des Gästehauses machen können. Am 30. November 2020 werden wir hierüber beschließen und ggf. Angebote ausarbeiten. Wir denken darüber nach, beispielsweise werktägliche Impulse und Meditationen, vielleicht auch Körperübungen anzubieten. Auch denken wir darüber nach, ob die „Themenwoche Stille“, die vom 7. bis 12. Dezember 2020 geplant war, in einer wie auch immer gearteten Form doch digital stattfinden kann. Wir können an dieser Stelle noch keine Versprechungen machen, ob uns dies gelingen wird. Unser starkes Bemühen darum dürfen Sie jedoch voraussetzen. Wir halten Sie auch hierüber über unsere Homepage auf dem aktuellen Stand. Schauen Sie doch immer mal wieder, insbesondere ab dem 3. Dezember 2020, rein.

Wir freuen uns schon heute sehr darauf, Sie anlässlich eines Aufenthaltes (wieder) in Kloster Arenberg willkommen zu heißen.

Bleiben Sie und die Menschen, die Ihrem Herzen nahe sind, gesund und behütet. Trotz oder gerade wegen der aktuellen Lage wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventszeit.

Ihr 

Bernhard Grunau

 

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 Informationsschreiben an Mitarbeiter*innen des Gästehauses zur Komplettschließung im November 2020

 Liebe Gäste, liebe Interessierte,

nachfolgend geben wir Ihnen ein Schreiben an unsere Mitarbeiter*innen des Gästehauses zur Kenntnis. So nehmen wir Sie auch mit auf den Weg, der intern beschritten wird, um die Krise zu bewältigen. Da dieses Schreiben ohnehin in den Haushalten der Mitarbeiter*innen und darüber hinaus zirkuliert, sehen wir keinen Grund, Ihnen den Inhalt nicht zur Kenntnis geben zu können. Nicht wenige von Ihnen kennen diese(n) oder jene(n) Mitarbeiter/in schon lange und sind sicherlich auch interessiert daran, wie es ihnen in der Zeit der Schließung ergeht.

 

Koblenz, den 2. November 2020

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

nun ist es wieder soweit: Die sog. „zweite Welle“ ist da, der zweite  „Lockdown“, wenn auch in einer „LightVersion“, ist beschlossen. „Light“ wird dieser Lockdown selbst im Vergleich zum Frühjahr 2020 für unseren Betrieb auch  dann  nicht  sein, wenn wir im Dezember wieder öffnen dürfen und hierfür auch genügend Buchungen vorliegen werden. Viele anstrengende Monate liegen hinter uns, nachdem wir Anfang Juni wieder unsere Pforten öffneten. Dass wir seither wieder eine zunehmende Zahl an Gästen beherbergen durften, ihnen eine gute, oft fruchtbringende Zeit in Kloster Arenberg ermöglichen konnten, lag nicht zuletzt an Ihrer hohen Einsatzbereitschaft, der spürbar hohen Motivation, an Ihrer Flexibilität und Professionalität, mit den veränderten Rahmenbedingungen einen guten  gemeinsamen  Weg zu finden. Hierfür möchte ich Ihnen im Namen der Geschäftsführung und der Ordensleitung von Herzen danken. 
 
Dieses ab dem 2. November 2020 bundesweit geltende reduzierte Herunterfahren bestimmter Branchen und die Verschärfung der Kontaktbeschränkungen wird unseren Alltag zunächst für den Monat November wesentlich prägen. Wer oder was maßgeblichen Anteil an dieser dramatischen Entwicklung hat, kann letztlich niemand mit Sicherheit sagen. Wir dürfen jedoch davon ausgehen, dass keine  der politischen Entscheidungsträger*innen, damit auch keine der demokratisch gewählten Parteien, nur ein ansatzweises Interesse daran haben dürften, die privaten Kontakte und das wirtschaftliche Leben in unserem Land so herunterzufahren, wenn nicht weitgehend Konsens darüber bestehen würde, dass es derzeit der am wahrscheinlichste mögliche Ausweg zu sein scheint, um unser Gesundheitssystem mit der zunehmenden Anzahl auch an schwererkrankten Covid-19-Patienten nicht zu überlasten und es dem System auch noch weiterhin zu ermöglichen, auch von anderen schweren Erkrankungen betroffenen Patienten die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen. Denn weder beispielsweise Herzinfarkte, Krebserkrankungen oder Schlaganfälle lassen sich von der Covid-19-Pandemie beeindrucken; Menschen werden weiterhin auch von diesen schweren Erkrankungen betroffen sein und bedürfen einer zeitnahen, professionellen und aufwendigen Diagnose und Behandlung. Es bleibt zu hoffen, dass dahingehend in den vergangenen Monaten seit der ersten Welle der Pandemie ein Lernprozess stattgefunden hat.

Ja, auch als Gästehaus sind wir empfindlich betroffen von dieser politischen Entscheidung und ja, damit nicht nur abstrakt das betriebliche Geschehen, sondern Sie als Mitarbeiter*innen auch ganz persönlich. Gesellschaftsweit ist das Meinungsspektrum vielfältig, inwieweit ein „Lockdown-Light“ aktuell das geeignete Mittel erscheint oder es gar ganz und gar zu verwerfen sei. Fakt ist, dass niemand es wirklich weiß, niemand sicher wissen kann, was am Ende richtig gewesen sein wird. Auch wenn wir mittlerweile über das Corona-Virus (SARS-CoV-2) viel mehr wissen, als noch zu Anfang der Pandemie, so gibt es noch ganz viele offene Fragen. Unter anderem die, welche Langzeitfolgen mit einer Erkrankung an SARS-CoV-2 einhergehen können bzw. mutmaßlich werden. Daher und weil es Stand heute weder einen zumindest bei uns zugelassenen Impfstoff noch einen bedeutsamen Durchbruch bei der medikamentösen Behandlung gibt, gilt es, insbesondere die sog. vulnerablen Gruppen, also ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen  (letztere es in unserem Lande so viel mehr gibt, als man dies zunächst denken mag) durch gesellschaftsweites Zusammenstehen zu schützen. Das scheint zumindest auch die derzeit herrschende politische und epidemiologische Meinung. 
 
So richte ich meinen Appell, meine Bitte auch an Sie, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, die Akzeptanz der durch die Bundeskanzlerin und die Regierungschef*innen der Länder am 28. Oktober 2020 beschlossenen Maßnahmen positiv zu verstärken und nicht über eine aggressive gegensätzliche persönliche  Positionierung den inneren Frieden und damit auch die Wirksamkeit dieses Instrumentes zu gefährden. Dass man die derzeitigen Prozesse zur Entscheidungsfindung  in einer Demokratie kritisch hinterfragen muss  –  angesichts der massiven Eingriffe in die über unsere Verfassung garantierten Grundrechte  –  steht dieser Grundhaltung nicht entgegen.  

In den vergangenen Monaten haben wir uns schon sehr frühzeitig auf den Herbst und den Winter gerüstet, die Teams waren und sind eingespielt und wir haben bereits im Frühherbst wahrnehmen dürfen, dass sich unsere Gäste trotz Corona-Krise sehr wohl bei uns gefühlt haben - und auch vergleichsweise sicher. Sicher in dem Maße, wie man sich derzeit überhaupt sicher fühlen kann. Das haben wir getan, damit Gäste auch in diesen Zeiten einen Aufenthalt in unserem Gästehaus buchen und trotz schwieriger Rahmenbedingungen genießen konnten – und damit auch Ihr Arbeitsplatz, liebe Kolleg*innen, gesichert werden konnte. Die wesentlichen Maßnahmen sind:

  • Erstellung eines „Corona-Sicherheitskonzeptes“, welches öffentlich und damit  in aller Transparenz
  • auf unserer Homepage kommuniziert ist
  • Konsequente  Umsetzung  und erforderlichenfalls auch  Durchsetzung  der im Sicherheitskonzept
  • festgelegten Maßnahmen – bei Mitarbeiter*innen wie bei den Gästen
  • Aufhebung jeglicher Stornierungsrisiken  für den Gast; der Gast kann noch am Tag der Anreise
  • kostenfrei stornieren – und dies zunächst befristet bis zum 31. März 2021
  • Informationsveranstaltungen für Mitarbeiter*innen
  • Beschaffung von mobilen Raumluftfiltern und Luftreinigern, welche unsere Gäste vor einer zu hohen potentiellen  Virenlast in der Atemluft schützen  sollen,  mindestens genauso  jedoch unsere
  • Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter, die sich  noch  deutlich länger in der zunehmend verbrauchten
  • Atemluft aufhalten 
  • Aufrechterhalten des nahezu vollständigen Angebotes für Gäste trotz deutlich niedriger Auslastung,
  • als für einen kostendeckenden Betrieb eigentlich machbar
  • Gerade in Arbeit befindliches „manuelles Lüftungskonzept“ über natürliche Belüftung, so dass auch energetisch sinnvoll aber trotzdem ausreichend gelüftet wird. Die mobilen Raumluftreiniger ersetzen ein systematisches natürliches  Belüften der Räume eben nicht. CO2-Messungen in allen Räumen helfen uns dabei,  zeitliche  Lage und Dauer der natürlichen Belüftung  wirksam  und verbindlich festzulegen, damit es nicht dem „Bauchgefühl“ des Einzelnen überlassen werden muss. Auch dieses Konzept werden wir auf der Homepage veröffentlichen, so dass jeder Gast sich sein eigenes Bild über die mutmaßliche Wirksamkeit der von uns getroffenen Schutzmaßnahmen machen kann. 

Nun werden alle diese Maßnahmen - trotz neuerlicher Schließung - nicht umsonst gewesen sein. Wir werden absehbar wieder öffnen und es wird für nicht wenige potentielle Gäste wichtig sein, um die o.g. Maßnahmen zu wissen. Die Welt befindet sich in einer Krise. So ist es auch und gerade jetzt wichtig, dass  es Orte gibt, wo Menschen zur inneren Ruhe kommen, wo sie Kraft und Zuversicht tanken können. Für viele Menschen ist Kloster Arenberg zu einem solchen Ruheort und zu einer Kraftquelle für ihren Alltag geworden. Deshalb engagiert sich der Träger, die „Kranken- und Pflege-Anstalt Arenberg GmbH“, die bereits 1896, also vor fast 125 Jahren, von den Arenberger Dominikanerinnen gegründet wurde (daher auch der Begriff „Anstalt“ im Namenszug, der damals für Fürsorgeeinrichtungen unterschiedlicher Art gängig war),  auch so sehr in der Aufrechterhaltung dieses Angebotes, in das Offenhalten unseres Gästehauses, obwohl der kostendeckende Betrieb auf absehbare Zeit nicht möglich scheint. Und wir werden auch während der Schließungszeit die Möglichkeit bieten, per E-Mail einen telefonischen Gesprächstermin (oder als Videotermin) mit einem unserer Seelsorger*innen zu vereinbaren. Entsprechendes Angebot ist bereits auf unserer Homepage kommuniziert.

Zunächst hat der beschlossene Lockdown  jedoch auch unmittelbare Konsequenzen für  Sie, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Angesichts dessen, dass wir damit rechnen müssen, dass es in diesem Herbst/Winter möglicherweise nicht die letzte temporäre Schließung sein wird und wir auch nicht an  die Gästeübernachtungen heranreichen werden, die einen kostendeckenden Betrieb ermöglichen werden, werden wir - anders als im Frühjahr - den Betrieb  im November weitestgehend ganz „herunterfahren“ müssen. Die Frühjahrsschließung konnten wir noch dazu nutzen, umfängliche Sanierungsarbeiten vorzuziehen, die ansonsten im kommenden Januar 2021 angestanden hätten. Das ist uns jetzt im November nicht mehr möglich. 

Unser Gästebetrieb wird  auch  im November 2020 über keinerlei Einnahmen verfügen. Auch steht mit der Gehaltszahlung für den Monat November die Zahlung des Weihnachtsgeldes an. All dies stellt den Gästebetrieb vor eine enorme wirtschaftliche Herausforderung, sprechen wir hier von rd. 80 Mitarbeiter*innen, die im Gästehaus ihren Dienst verrichten. Aus den Rücklagen des Gästehauses wird dies nicht zu schaffen sein, diese sind schlicht und einfach schon in der ersten Phase des Lockdown im Frühjahr vollständig aufgebraucht. So wird der Träger des Gästehauses, die Kranken-  und Pflege-Anstalt Arenberg GmbH,  auch während dieser Schließungszeit aus den Rücklagen, die für zukünftige Investitionen gedacht waren, den  (geschlossenen) Gästebetrieb bezuschussen müssen. Tarifvertraglich ist Ihnen die Zahlung der Weihnachtszuwendung, die Ende November ausgezahlt wird, auch während Kurzarbeit  grundsätzlich  garantiert.  Wir haben  als Träger des Gästehauses davon abgesehen, nach Wegen zu suchen, die Zahlung des Weihnachtsgeldes aus wirtschaftlichen Gründen ganz oder teilweise aussetzen  zu können. Dies soll für Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, auch ein Zeichen des Dankes sein. Und wir wissen natürlich darum, dass doch einigen Mitarbeiter*innen der reduzierte Lohn aufgrund der Kurzarbeit ansonsten arg zusetzen würde. 

Damit  wir jedoch grundsätzlich und auch perspektivisch handlungsfähig bleiben, müssen wir  –  wie im vorangegangenen Absatz bereits angedeutet  –  an anderen Stellen die Notbremse ziehen. Dazu gehört auch die abermalige Inanspruchnahme des arbeitsmarktpolitischen Instrumentariums der Kurzarbeit. Allerdings sind wir auch diesmal bemüht, die Phasen der Kurzarbeit für den einzelnen Mitarbeiter so kurz wie möglich, damit auch Einkommenseinbußen so gering wie möglich zu halten. Um das zu gewährleisten und auch, da die Regularien zur Beantragung von Kurzarbeit dies so vorsehen, werden  alle von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter*innen zunächst  noch vorhandenen  Resturlaub  aus  2020 vollständig abbauen, gefolgt vom vollständigen Abbau  der Überstunden, bevor überhaupt Kurzarbeit individuell beantragt werden wird und beantragt werden kann. Auf diese Weise wird es uns gelingen, einen großen Teil der Belegschaft nur für eine überschaubar kurze Zeit in Kurzarbeit zu überführen; allerdings wird es von Abteilung zu Abteilung unvermeidbar große Unterschiede geben. 

Anfang Dezember 2020 – davon gehen wir jetzt mal aus – werden wir wieder für unsere Gäste dasein dürfen. Ob ganz zu Beginn schon mit „komplett versammelter Mannschaft“ wird sich zeigen –  in Abhängigkeit der Zahl an Reservierungen. 

Mit  Beschluss der Mitarbeitervertretung vom 18. Juni 2020  i.V.m. der „Ergänzungs Dienstvereinbarung zur Weiterführung von Kurzarbeit“ v. 17./18.6.2020 wurden seinerzeit bereits die Voraussetzungen dafür geschaffen, bedarfsweise Kurzarbeit auch im Zeitraum bis längstens 31. März 2021 einzuführen. Sollte absehbar für die Zeit nach dem 31. März 2021 die Inanspruchnahme des arbeitsmarktpolitischen  Instruments der Kurzarbeit unter vereinfachten Bedingungen weiterhin erforderlich sein, wird die Geschäftsführung frühzeitig auf die Mitarbeitervertretung zukommen, um dies miteinander zu besprechen und zu einem Ergebnis zu führen. 
 
Im Frühjahr 2020 haben wir allen von der Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitern das Kurzarbeitergeld von 60% auf 80% aufgestockt. Auch das war bereits nicht mehr aus den Rücklagen des Gästehauses möglich, auch hier ist der Träger finanziell eingesprungen. Allerdings ist uns dies in der kommenden Kurzarbeitsphase im November so nicht mehr möglich. Dies auch deshalb, da wir damit rechnen müssen, dass in den kommenden Monaten weitere Belastungen auf uns zukommen werden, die u.a. in einer wahrscheinlich nicht kostendeckenden Finanzierung des Gästebetriebes bestehen (aufgrund der Hygieneauflagen, die weiterhin eine Limitierung der Gästezahlen mit sich bringen) und möglicherweise in weiteren behördlichen Schließungsanordnungen. 

Uns ist bewusst, dass Mitarbeiter*innen unterschiedlich schwer von den finanziellen Folgen von Kurzarbeit  betroffen sein werden. Es ist uns  jedoch nicht möglich, in dieser Hinsicht die individuelle Situation eines jeden Mitarbeiters zu berücksichtigen. Aber es sind  naturgemäß  in der  Regel ganz besonders diejenigen Mitarbeiter*innen  von den finanziellen Einbußen durch Kurzarbeit betroffen,  die mit ihrer Tätigkeit in den niedrigeren Gehaltsgruppen angesiedelt sind und die zumeist auch nur eine Teilzeitbeschäftigung wahrnehmen. 

Daher haben wir als Geschäftsführung den Beschluss gefasst, zumindest für diese in den unteren Gehaltsgruppen (10 und 11) befindlichen Mitarbeiter*innen eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes von 60% auf 70% (77%) - befristet  zunächst  auf den Monat November 2020  –  als freiwillige Leistung des Dienstgebers zu  erbringen  –  vorausgesetzt,  eine gesetzlich  vorgesehene  Aufstockung des Kurzarbeitergeldes  greift auf individueller Basis nicht.  Ob eine gesetzliche Aufstockung auf 70% (77%)  für den Einzelfall  –  über alle Gehaltsgruppen  -  im kommenden Kurzarbeitsmonat November 2020 greifen wird, können Sie über Ihre Abteilungsleitung oder über das Personalbüro in Erfahrung bringen. Das Personalbüro würde ich derzeit gerne vor zu vielen Anfragen schonen wollen, da die Bearbeitung der Kurzarbeitergeldthematik ungemein viele Ressourcen in Anspruch nimmt.
Erschwerend kommt hinzu, dass Stefanie Schmitz aus dem Personalbüro, die auch vielen Gästen vom Dienst am Empfang bekannt ist, vorzeitig in den Ruhestand eingetreten ist und die Nachbesetzung erst zum 1. Januar 2021 erfolgen kann. So muss  Ihre Personalsachbearbeiterin,  Jutta Pelzer,  die  Situation mehr oder weniger alleine bewerkstelligen.

Wir sind der Überzeugung, dass wir mit der Regelung, den unteren Gehaltsgruppen stärker unter die Arme zu greifen, als christliche Dienstgemeinschaft ein weiteres Zeichen der Solidarität setzen. Wir gehen auch davon aus, dass dieser  Ansatz  von allen Mitarbeiter*innen positiv mitgetragen wird  und auch die Mitarbeitervertretung dementsprechend zustimmen wird. 

Auf unsere Gesellschaft, aber auch auf unsere Dienstgemeinschaft warten auch in den kommenden Monaten große Herausforderungen. Trägerseitig setzen wir alles daran, unser Angebot mit unserem Gästehaus  - wann immer und so umfänglich wie möglich - aufrecht zu erhalten. Dadurch, dass im November alle Resturlaube und im Wesentlichen auch alle Überstunden abgebaut sein werden, dürften sich für die  herannahenden Wintermonate  auch Reserven ergeben, die wir angesichts der saisonalen Witterungsbedingungen und damit einhergehender  Erkältungskrankheiten, aufgrund  der Besonderheiten um die Corona-Pandemie und damit einhergehender wahrscheinlich nicht ausbleibender Ausfälle (Quarantäne, Isolierungen, Erkrankungen)  für die Aufrechterhaltung des Gästebetriebes werden brauchen können. 

Einiges müssen wir nun einfach auf uns zukommen lassen. Anderes haben wir zum Teil selbst in der Hand, als Dienstgemeinschaft und als Gesellschaft insgesamt. Halten wir uns im beruflichen und privaten Umfeld an die AHA-Regel, vermeiden wir für die kommenden Wochen nicht zwingend erforderliche Kontakte und nutzen wir – wenn möglich – die Corona-WarnApp. Stützen wir uns gegenseitig in der Erkenntnis der Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Den Rest dürfen wir getrost dem lieben Gott überlassen – denn ER ist auch noch da.

Auch in diesem Sinne wünsche ich uns einen guten gemeinsamen Weg.  Entdecken Sie in diesen kontaktreduzierten Seiten vielleicht auch das Schöne im Kleinen, im Unscheinbaren. Gehen Sie in die Natur oder nehmen Sie sich die Zeit für Dinge, die ansonsten im Trubel des Alltages, im Terminstress, unterzugehen drohen.

Unsere demokratische Verfassung, unser Sozialstaat – wenn auch mit viel Entwicklungspotential – und die Kraft unserer Wirtschaft versetzen unsere Gesellschaft in die Lage, die Folgen der Pandemie abzumildern, wenn auch leider nicht  für jeden gleichermaßen. Es braucht noch nicht einmal den Blick zu unseren Nachbarn oder weit hinaus in die Welt, um für diese Möglichkeiten dankbar zu sein. Vielleicht erwächst auch bei Ihnen aus dieser Dankbarkeit heraus wieder etwas mehr Freude im Ausnahme-Alltag – und Zuversicht. Bleiben Sie und die Ihren gesund, bleiben Sie behütet,

Ihr 

Bernhard Grunau

 

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 Informationen über die Schließung des Gästehaus, Angebote während der Schließungszeit und Sonder-Stornoregelungen - Stand 04. November 2020

Koblenz, 04. November 2020

 

 

Verehrte, liebe Gäste, liebe Interessierte an einem Aufenthalt in Kloster Arenberg, 
 
wir haben auf Grundlage der 12. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-
Pfalz vom 30. Oktober 2020 unser Gästehaus vom 2. November 2020 bis „zunächst“ Ende
November 2020 schließen müssen. Wir stehen als Dienstgemeinschaft hinter diesem
Beschluss, wissen wir es zumindest nicht besser und vertrauen den politischen
Entscheidungsträgern.

Ab voraussichtlich Ende November 2020 werden wir wieder Gäste aufnehmen können. Sollten Sie bereits einen Aufenthalt für die Zeit ab Ende November 2020 - auch schon für das neue Jahr 2021 - gebucht haben und auch nahe am Zeitpunkt der Wiedereröffnung anreisen wollen, so ist es nicht erforderlich, dass Sie angesichts der heute noch unklaren Situation – so in Bezug auf einen genauen Wiedereröffnungstermin, aufgrund der dann  aktuellen Inzidenzlage  oder Ihres gesundheitlichen Befindens  -  Ihren Aufenthalt vorsorglich zu stornieren. Denn Sie gehen kein Stornierungskostenrisiko ein, wenn Sie Ihre  bestehende Reservierung noch aufrechterhalten.  Selbst  am Anreisetag  haben Sie
noch  die Möglichkeit, kostenfrei zu stornieren. Auf diese Weise hoffen wir, nach Bekanntwerden des Zeitpunktes, zu dem unser Gästehaus wieder die Pforten öffnen darf, schnellstmöglich mit einer Mindestzahl an Gästen starten zu können. 

Gerne nehmen wir also auch Neubuchungen für Aufenthalte ab dem 1. Dezember 2020 entgegen. Auch hierfür gilt: kein Stornierungsrisiko für Sie. Sie könnten jederzeit noch bis zum Tag der Anreise den geplanten Aufenthalt ohne Angabe von Gründen stornieren. 

Die an die Corona-Lage angepassten Stornierungsbedingungen gelten vorläufig bis Ende
März 2021.

Wir halten Sie über unsere Homepage auf dem Laufenden. Es ist uns auch und gerade in diesen Zeiten wichtig, Präsenz zu zeigen und den Kontakt mit Ihnen aufrechtzuerhalten.
Sollten Sie anlässlich eines  ursprünglich geplanten  Aufenthaltes im November einen Gesprächswunsch mit einem unserer Seelsorger*innen geäußert haben oder sich für Sie zwischenzeitlich ein Gesprächsanliegen  ergeben (auch ohne, dass Sie  aktuell  einen Aufenthalt geplant bzw. gebucht hätten), so besteht hierfür die Möglichkeit. 

Gerne dürfen Sie über den folgenden Link mit unserem Empfangsteam in Kontakt treten und einen Gesprächstermin mit einer Seelsorgerin/einem  Seelsorger  (Telefon-/Video-Gesprächstermin) auch während der Schließungszeit im November 2020 vereinbaren. 

Kontaktaufnahme mit unserem Empfangsteam  unter:  info@kloster-arenberg.de  oder telefonisch unter 0261 6401 0. 

Wir freuen uns schon heute  sehr darauf, Sie anlässlich eines Aufenthaltes (wieder) in
Kloster Arenberg willkommen zu heißen. 

Bleiben Sie und die Menschen, die Ihrem Herzen nahe sind, gesund und behütet,

Ihr

Bernhard Grunau

 

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 Bericht der Geschäftsführung vor Wiedereröffnung vom 22. Mai 2020

Kloster Arenberg, 22. Mai 2020

 

 

Verehrte, liebe Gäste von Kloster Arenberg,

sehr herzlich grüße ich Sie – auch im Namen der Schwestern und des Mitarbeiter*innenteams von Kloster Arenberg. Ob Sie erahnen können, wie wir uns danach sehnen, Sie als Gäste in Kloster Arenberg (wieder) willkommen zu heißen? Glauben Sie mir bitte: das ist auch nicht nur so dahingeschrieben. Wir, die wir als Leitungen seit der Schließung im Krisenmodus versuchen, unsere Werke und unsere jeweiligen Verantwortungsbereiche irgendwie noch gut zu führen und den manchmal täglich sich ändernden Anforderungen zu genügen; wir in der Geschäftsführung, die wir auch strate-gisch zu ergründen suchen, wie die mutmaßliche Dauer dieser Ausnahmesituation bis mindestens Mitte des Jahres 2021 für uns zukunftsorientiert zu managen sein kann. Unsere Mitarbeiter*innen, die Tag für Tag dafür Sorge tragen, dass die gesamte Kloster-Infrastruktur – innen wie außen – trotz Schließung und immens hoher Kosten aufgrund des Leerstandes funktionsfähig für ein „Danach“ bleibt. Und da gut 50 Ordensschwestern weiter auf dem Arenberg leben, soweit auch alle wohlauf, bedürfen sie auch in der Krise der Unterstützung in verschiedenen Bereichen der Klausur: etwa bei der Zubereitung von Speisen, in der Pflege, im Haushalt, bei der Wäscheversorgung und technischen Betreuung der ordensspezifischen Infrastruktur. Es ist also ganz und gar nicht so, dass hier auf dem Arenberg, in unserem Pflegeheim in Oberhausen schon gar nicht, seit gut 2 Monaten alles stillsteht. Und auch in den Innen- und Außenbereichen in Kloster Arenberg, die maßgeblich von unseren Gästen genutzt werden, wurde in den vergangenen 2 Monaten viel renoviert, instandgesetzt, gepflegt, gepflanzt, beschafft, gerungen, konzipiert ... und manchmal waren wir auch etwas frustriert ob der Gesamtumstände. Doch dann erinnerten wir uns wieder sehr schnell daran, wie dankbar wir sein können, in diesem Staat zu leben. Ob es um die Garantie der Grundrechte geht, auch wenn diese notwendigerweise derzeit temporär und partiell eingeschränkt werden müssen, wir uns auf ein sehr gutes Rechts- und leistungsfähiges Gesundheitssystem verlassen können und Hilfspakete für diverse Zielgruppen gepackt wurden u.v.m.. Heruntergebrochen auf unser Unternehmen haben wir die finanziellen Einbußen bei den in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter*innen durch freiwillige Beiträge des Arbeitgebers bislang deutlich abfedern können. Trotz all dieser Aktivitäten ist eine eigenartige Ruhe zu spüren, die uns – paradoxerweise – zunehmend innerlich eher aufwühlt. Zu Anfang der behördlichen Schließungsanordnung Mitte März 2020 waren es doch erst gut 1 ½ Monate her, dass wir nach einer Instandhaltungsphase von zwei Wochen die Pforten des Gästehauses wieder öffneten.  Für eine Weile konnten wir der Ruhe im eigenen Hause, welches wir von 2003 bis 2017, also gut 14 Jahre lang, ohne auch nur einen Tag Unterbrechung für unsere Gäste geöffnet hielten, etwas abgewinnen. Erstmals in 2017, dann in 2019 und – wie zuvor beschrieben - 2020 schlossen wir unser Gäste-haus für zwei bis vier Wochen, um allfällige Investitions- und größere Instandhaltungsvorhaben in Abwesenheit unserer Gäste auszuführen. Denn die Stille im Haus, wenn auch nicht überall gleichermaßen realisierbar, ist uns ein sehr wichtiges Anliegen zum Wohle unserer Gäste. Nun aber brauchen wir wegen der wirtschaftlichen Notwendigkeit auch für die eigene Seele wieder Gäste im Haus, die Leben hineinbringen, für die wir auch dasein dürfen, die Begegnung mit den Gästen uns selbst einfach auch gut tut – und sei es auch auf Abstand und mit Mund-/Nasenbedeckung.

So freuen wir uns darauf, am Pfingstmontag, 1. Juni 2020, ab Nachmittag wieder die ersten Gäste nach dann knapp 2 ½ monatiger Schließungszeit zwar auf Abstand, aber mit „An-Sehen“ begrüßen zu dürfen.

Überall hört und liest man, was für Beherbergungsbetriebe und damit auch für unser Gästehaus wichtig sei: Transparenz und Kommunikation. Diejenigen, die uns schon länger kennen, durften es hoffentlich bemerken, dass beide Themen für uns ganz und gar nicht neu sind, wir diese auch schon vor der Corona-Krise stets zu beherzigen suchten – trotz sicher auch einiger Versäumnisse. Auch während der Schließungszeit war es uns ein Anliegen, Sie in unsere Gedankenwelt mitzunehmen – diesem Ziel sollten auch die beiden von mir verfassten sehr umfänglichen Informationsschreiben vom 10. April und 3. Mai 2020 dienen. Wir möchten Sie weiter mitnehmen – diesmal mit Blick auf ein deutliches „Licht am Horizont“ – nämlich auf den nunmehr definitiven Zeitpunkt unserer Wieder-eröffnung ...

Sie werden aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen im Zuge der Corona-Pandemie kaum etwas anderes erwarten: auch in Kloster Arenberg wird einiges anders sein, als Sie dies ggf. aus früheren Aufenthalten kennen. Und vielleicht werden einige von Ihnen, die Sie uns kennen oder auch diejenigen, die uns ein erstes Mal besuchen würden, noch nicht genau wissen, ob Sie jetzt schon einen Urlaub in Kloster Arenberg buchen sollten. Sei es deshalb, da Sie oder eine Sie begleitende Person im Zusammenhang mit Covid-19 einer „Hoch-/Risikogruppe“ angehören. Sei es deshalb, da Sie noch nicht einschätzen können, wie sicher ein Aufenthalt in Kloster Arenberg für Sie persönlich sein wird. Sie werden sich auch die Frage stellen, ob angesichts der zu erwarteten Auflagen, sei es das Tragen einer Mund-/Nasenbedeckung oder seien es die Abstands- oder auch Hygieneregeln, eine Atmosphäre spürbar werden wird, die Ihnen an Leib & Seele – trotz der besonderen Umstände – gut tun wird. Diese Frage können wir an dieser Stelle nicht sicher beantworten. Wir können noch nicht einmal versprechen, dass es uns gelingen wird. Was wir allerdings versprechen können ist, dass wir derzeit intensiv bemüht sind, Wege zu denken, wie trotz aller coronabedingten Begleitumstände Ihnen eine besondere Zeit in Kloster Arenberg erspür- und erfahrbar werden darf. Und wir sind sehr optimis-tisch, dass uns dies – gemeinsam – gelingen kann. Dabei fokussieren wir uns sehr darauf, trotz der selbstverständlichen Umsetzung behördlicher Auflagen, keine funktionale Atmosphäre entstehen zu lassen. Auch wenn körperliche Distanzierung oberstes Gebot ist, so soll auf andere Weise große Nähe spürbar werden dürfen. Da sind zu allererst alle Beteiligten gefordert, Mitarbeiter*innen, Schwestern und Gäste in der Begegnung auf Augenhöhe; unserem Augenkontakt kommt angesichts der im Innen-bereich erforderlichen Mund-/Nasenbedeckungen eine ganz andere Bedeutung zu. Wir sind bemüht, möglichst viele der bisherigen Angebote aufrecht zu erhalten, wenn auch in anderen Räumen, anderen Sitzkonstellationen, unter Wahrung von Mindestabständen usw.. Auch die meisten der ab Juni 2020 geplanten Kurse werden nach derzeitiger Einschätzung durchgeführt – vorausgesetzt es liegen aus-reichend Anmeldungen vor.  

Damit wir die Mindestabstände von 1,50 m einhalten und ablauforganisatorisch auch für unsere Gäste hoffentlich stressfrei sicherstellen können, haben wir uns entschieden, zunächst nicht mehr als ca. 50 Buchungen je Kalendertag anzunehmen. So können wir gerade am Anfang sicherstellen, Gäste und Mitarbeiter*innen in der für uns völlig neuen Situation nicht zu über-fordern. Wohlwissend, dass diese Entscheidung in betriebswirtschaftlicher Hinsicht höchst problematisch ist, da die Deckung unserer Selbstkosten wegen der sehr hohen Anlagenintensität und damit einhergehenden hohen Fixkosten bei den derzeit gültigen Übernachtungspreisen erst bei einer durchschnittlichen Belegung von täglich 75 Übernachtungen – übers ganze Jahr betrachtet – annähernd gewährleistet ist. Um die wirtschaftlichen Nachteile dieser Entscheidung wenigstens etwas abfedern zu können, sind wir bemüht, die belegungsabhängigen Kosten zu reduzieren. Dies werden Sie als unsere Gäste jedoch kaum auf der Angebotsseite zu spüren bekommen. Es geht dabei eher um eine geschickte Steuerung des Personaleinsatzes im Hintergrund. Allerdings bedeutet dies eine große Herausforderung, da es für verschiedene Bereiche im Gästebetrieb Mindestbesetzungen gibt – ob wir nun 50 Gäste oder 75 Gäste beherbergen, ist vom Personaleinsatz oft nicht von wesentlicher Bedeutung. Insofern können wir nur hoffen, dass wir bald wieder mehr Reservierungen annehmen können. Denn auf lange Frist können wir bei der gegebenen Kostenstruktur und deutlich reduzierter Gästezahl den Gästebetrieb nur schwer aufrechterhalten. Nicht zuletzt verursachen die behördlichen Auflagen zusätzliche Kosten in der Anschaffung (für im „Coronabetrieb“ erforderliche Ausstattung, Desinfektionsmittel u.a.m.) und auch einen unterm Strich vermutlich höheren Personaleinsatz. Demgegenüber gibt es wenig Möglich-keiten, Kosten einzusparen, ohne an den gewohnten Angeboten zu rütteln. Für den Moment können wir also nicht nur deutlich weniger Gäste aufnehmen als eigentlich möglich – mit entsprechenden Einnahmeverlusten, sondern haben auch noch deutlich höhere Betriebskosten. Für diejenigen, die es noch nicht wissen: wir erhalten für den regulären Betrieb unseres Gästehauses keine finanzielle Unter-stützung (auch keine Kirchensteuermittel), sondern müssen uns alleine über die Einnahmen aus dem Gästebetrieb finanzieren. Trotzdem haben wir uns entschieden, den Gästebetrieb erst einmal wieder-zueröffnen und die Übernachtungskosten für das laufende 2020 nicht anzuheben. Wir vertrauen da-rauf, dass unser Gästehaus mit Wiedereröffnung am 1. Juni 2020 wieder gut gebucht und nach und nach mit der gewohnten Zahl an Gästen belegt werden kann. Allerdings werden wir – und dies sei Ihnen zugesichert – sorgsam darauf achten, dass die Gästezahl auch immer mit den ablauforganisato-rischen Möglichkeiten unter „Corona-Bedingungen“ harmoniert und für Sie hoffentlich keine Zumu-tung darstellt.

Damit Sie sich aber auch eine etwas genauere Vorstellung machen können, was Sie in Kloster Arenberg in Corona-Zeiten erwartet, möchte ich Ihnen nachfolgend – stichwortartig und ohne den Anspruch auf Vollständigkeit – einen Überblick über die wesentlichen Neuerungen geben. Dabei gilt zu beach-ten, dass wir unsere Sicherheitskonzeption in Zeiten von SARS-COV-2 auch immer wieder an ggf. neue Verordnungen des Landes Rheinland-Pfalz anpassen müssen.
Die diesem Schreiben zugrunde liegende Verordnung ist die „Siebente Corona-Bekämpfungsverordnung“ des Landes Rheinland-Pfalz vom 15. Mai 2020, https://corona.rlp.de/fileadmin/rlp-stk/pdf-Dateien/Corona/7._CoBeLVO.pdfdie allerdings auch nur bis zum 26. Mai 2020 Gültigkeit haben wird. Insofern wissen wir per heute nicht, was ggf. an Änderungen noch vor Wiedereröffnung auf uns zukommt. Insofern informieren Sie sich ggf. ab dem 27./28.5.2020 auf diesen Seiten über etwaige Änderungen.

Folgende Änderungen im Betriebsablauf werden wir zu Ihrer Sicherheit gem. der geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz bis zum 1. Juni 2020 umgesetzt haben. Dabei beachten Sie bitte, dass die bei uns geltenden Regelungen ggf. abweichen von denen, die Sie aus Ihrem Bundesland oder aus anderen deutschsprachigen Ländern kennen. Deshalb bedarf es eines Mindest-maßes an Informationen an verschiedenen Stellen im Gästehaus, wobei wir die Zahl an Hinweis-schildern auf ein notwendiges Maß beschränken werden. Denn wir setzen auch auf die Selbstverant-wortung eines jeden Einzelnen. Uns ist bewusst, dass wir Sie durch die nachfolgende Aufführung der coronabedingten Änderungen möglicherweise auf den Gedanken bringen werden, ob zum jetzigen Zeitpunkt ein Aufenthalt in unserem Haus tatsächlich Sinn macht. Sie werden sich dies ohnehin schon überlegt haben. Wir versprechen uns von dieser Offenheit jedoch, dass die Gäste, die trotz der behörd-lichen Auflagen kommen werden, sich im Vorhinein schon besser mit den Gedanken daran „anfreun-den“ können und der Alltag in Kloster Arenberg nicht schwerfällt. Wir vertrauen darauf, dass unserem Gästehaus Kloster Arenberg eine Zukunft beschieden sein wird, wenn es so sein soll. Wir tun dafür, was wir können... Nun aber zu den Veränderungen, auf die Sie sich einstellen sollten:

  • Wir weisen auf die Einhaltung der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen in der persönlichen Begegnung mit anderen Gästen (bundeseinheitlich geregelt) durch geeignete Schilder hin.
  • Die Einhaltung der bundeseinheitlich geltenden Kontaktbeschränkungen insbesondere in den gastronomischen Bereichen (Speisesäle, Klostercafé, ggf. auch Klosterkeller) stellen wir organisa-torisch sicher: Tischbedienung anstatt Büfett; Tische dürfen durch (ggf. auch mehrere) Personen max. zweier unterschiedlicher Haushalte besetzt werden. Abstand Stuhl zum Stuhl des Nachbar-tisches mind. 1,50 m.
  • Wir schaffen ausreichende Möglichkeiten zur Händehygiene und -desinfektion. Allerdings achten wir darauf, dass nur im notwendigen Maße Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen. Wir richten uns hier nach den Vorgaben der geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung und im Detail nach den Empfehlungen des Robert–Koch–Institutes (RKI) und der Bundeszentrale für gesund-heitliche Aufklärung (BZgA).
  • Flächendesinfektion betreiben wir gem. Vorgaben der geltenden Corona-Bekämpfungsverord-nung und den Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
  • Sie dürfen weiter eine hochwertige Vollverpflegung erwarten. Lediglich die Auswahl müssen wir aufgrund der Vorgaben etwas reduzieren. Das betrifft alle drei Hauptmahlzeiten. Zudem ist derzeit geplant, ein etwas „leichteres“ Mittagessen anzubieten und dafür das Abendessen – warm oder kalt in Abhängigkeit der Witterungsverhältnisse – nochmals aufzuwerten.  
  • Es besteht die Pflicht zum Tragen von Mund-/Nasenbedeckungen (Maske, Schal o.ä.) im gesamten Innenbereich – mit Ausnahme des eigenen Zimmers. Auch bei Tisch im Speisesaal, im Klostercafé und im Klosterkeller kann die Mund-/Nasenbedeckung abgenommen werden. Das Tragen einer Mund-/Nasenbedeckung entfällt im Außenbereich, sofern die Abstandsregelungen eingehalten werden können (1,50 m). Unser weitläufiger Klosterpark eignet sich hierfür hervor-ragend; wir haben hier noch mehr Sitzgelegenheiten geschaffen. Auch im Klostercafé werden ausreichend Plätze vorhanden sein, um die vorgeschriebenen Abstände zu gewährleisten. Die Mund-/Nasenbedeckung bitten wir möglichst selbst mitzubringen. Im Bedarfsfall kann man eine mehrfach verwendbare (waschbare) Mund-/Nasenbedeckung im Gästehaus zu unseren Selbst-kosten käuflich erwerben. Das Waschen der selbst mitgebrachten Mund-/Nasenbedeckung muss durch den Gast ggf. auf dem Gästezimmer geschehen; aus hygienischen Gründen können wir diesen Service leider nicht anbieten. Zum Waschen eignet sich jedoch eine einfache Seifenlauge, die im Waschbecken hergestellt werden kann. Insofern empfiehlt es sich, mehrere Mund-/Nasen-bedeckungen mitzubringen. Es empfiehlt sich allerdings, diese bei 60 Grad zu waschen.
  • Wir werden eine ausreichende Belüftung aller gemeinschaftlich genutzter (Kurs-)Räume sicherstellen
  • Bei allen individuellen Anwendungen in unserem Vitalzentrum besteht sowohl für den Therapeuten als auch für den Gast die Pflicht, eine Mund-/Nasenbedeckung zu tragen. Abwei-chend von der zuvor genannten Regelung stellen wir für Anwendungen im Vitalzentrum eine frisch gewaschene Mund-/Nasenabdeckung leihweise und kostenfrei zur Verfügung; das Tragen der selbst mitgebrachten Mund-/Nasenbedeckung ist hier nicht gestattet, da wir sichergehen möchten, dass aufgrund der großen Nähe zueinander auch tatsächlich beidseits unbelastete Mund-/Nasen-bedeckungen zum Einsatz kommen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen können wir das gewohnte Angebot im Vitalzentrum aufrechterhalten https://kloster-arenberg.de/PDF/KlosterArenberg_Preisliste_2020_2_CR_K1.pdf
  • Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum dürfen erst ab dem 10. Juni 2020 wieder geöffnet werden.
  • Die Zimmerreinigung erfolgt gem. Vorgaben der geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung. Sie werden ein Zimmer beziehen, in dem alle möglichen Kontaktflächen (Schalter, Griffe, Stuhl, Tisch, Telefon, ggf. Fernbedienungen u.a.) zuvor desinfiziert wurden. Während Ihres Aufenthaltes werden wir Ihr Zimmer nach Möglichkeit nur selten betreten. Die Zimmerreinigung erfolgt erst-mals am dritten Tag Ihres Aufenthaltes; bei Aufenthalten von nur zwei Übernachtungen wird das Gästezimmer demzufolge nicht ohne besonderen Anlass durch unsere Mitarbeiter*innen betreten. Sollte zwischendurch Bedarf nach Zimmerreinigung, Handtuchwechsel etc. bestehen, so sprechen Sie unsere Mitarbeiterinnen im Gästeservice gerne an. Wenn unsere Mitarbeiter*innen vom Service oder von der Technik Ihr Zimmer betreten (müssen), so versuchen wir sicherzustellen bzw. mit Ihnen abzusprechen, dass dies während Ihrer Abwesenheit geschieht.
  • Wir behalten uns vor, bereits getätigte Reservierungen für die Zimmerkategorie II auf die Zimmerkategorie I – für den Gast kostenfrei – umzubuchen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass wir wegen der coronabedingt geringeren Belegungszahl des Gästehauses die Organisation so effizient wie nur möglich gestalten müssen; einzelne Flure im „Haus Katharina“, in dem sich die Zimmer der Kategorie II befinden, werden demzufolge nicht belegt. So wird auch nur eine geringe Zahl an Zimmern der Kategorie II bis auf Weiteres gebucht werden können.
  • Tagesgruppen werden bis auf Weiteres nicht in Kloster Arenberg verweilen können.
  • Aufenthalte im Rahmen unseres „Time-out-Angebotes“ werden, mit Ausnahme der bereits bestätigten Buchungen, bis auf Weiteres nicht möglich sein.
  • Unsere Stornierungsbedingungen haben wir weiterhin auf die besonderen Bedürfnisse unserer Gäste angepasst https://kloster-arenberg.de/PDF/Stornierungsbedingungen.pdf
  • Eine Zusammenfassung des Sicherheitskonzeptes von Kloster Arenberg finden Sie auf unserer Homepage unter https://kloster-arenberg.de/covid-19-informationen.html

 

Die „7. Corona-Bekämpfungsverordnung“ des Landes Rheinland-Pfalz tritt mit Ablauf des 26. Mai 2020 außer Kraft. Ich möchte Sie herzlich bitten, ab dem 27./28. Mai 2020 sich über unsere Home-page zu informieren, ob es ggf. Änderungen gibt, die Ihren Aufenthalt in Kloster Arenberg betreffen können. Sollte sich das Infektionsgeschehen nicht bedeutsam verändern, gehen wir nicht von einer signifikanten Änderung für unseren Gästebetrieb aus.

Verehrte, liebe Gäste,
wieder einmal viele Informationen, die wir Ihnen mit dieser Schrift zumuten. Ehrliche Transparenz und eine verständliche Kommunikation – diesem Prinzip wollen wir auch mit dieser Information treu bleiben. Ich hoffe, dass mir dies zumindest ansatzweise gelungen ist. Und ich wiederhole mich bewusst: wir freuen uns wirklich sehr, Ihnen (wieder) in Kloster Arenberg zu begegnen, Ihnen eine gute Zeit ermöglichen zu können – soweit es in unseren Händen liegt. Wie auch immer Sie sich hin-sichtlich eines Aufenthaltes in Kloster Arenberg entscheiden: wir haben in jeder Weise dafür Verständnis. Gleichwohl hoffen wir natürlich und vertrauen darauf, dass wir vielleicht gerade in dieser für uns alle herausfordernden Zeit weiter ein Ort der Stärkung an Leib & Seele sein dürfen. Sie erwartet ein Team, dass sich aus ganzem Herzen auf Sie freut, ein für Sie wohlgestaltetes Haus bereit ist und ein Klosterpark, der derzeit in all seiner Blütenpracht zum Verweilen und Träumen einlädt.

Zuletzt möchte ich Ihnen, die Sie auf so unterschiedliche Weise mit uns unterwegs sind, abermals von ganzem Herzen dafür danken. Es berührt mich, es berührt uns sehr – die Fülle an wertschätzenden Zeilen, die uns erreichen, die Gewissheit, dass Sie viel in Gedanken und auch im Gebet mit uns sind. Auch erreichen uns hier und da Spenden, um die finanziellen Folgen etwas abzufedern – für Bolivien und das Gästehaus – ganz lieben Dank auch dafür. Bitte sehen Sie es mir nach, dass ich noch immer nicht dazu gekommen bin, an mich persönlich gerichtete Zeilen zu beantworten oder auch für Spenden zu danken und eine Spendenbescheinigung auszustellen. All dies werde ich nach Wiedereröffnung nachholen ...

Ihnen sehr verbunden, in großer Vorfreude auf ein Wiedersehen,

Bernhard Grunau

 

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 Zwischenbericht der Geschäftsführung vom 3. Mai 2020

Kloster Arenberg, den 03. Mai 2020

 

 

Verehrte, liebe Gäste von Kloster Arenberg,

nach dem umfänglichen Bericht über die (sozial-)wirtschaftliche Lage der Kranken- und Pflege-Anstalt Arenberg GmbH (gegr. 1896) und damit auch über die Lage des Gästehauses Kloster Arenberg vom Karfreitag 2020 möchte ich Ihnen nunmehr einen neuen Zwischenbericht geben.

Aktuell gilt für den Betrieb des Gästehauses die 5. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz vom 30. April 2020, welche die Schließung von Hotels und Beherbergungsbetrieben weiterhin aufrechterhält. Am 6. Mai 2020 wird die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsident*innen der Länder u.a. über ein Ausstiegsszenario von gastronomischen Einrichtungen, Hotels und Beherbergungsbetrieben aus dem „Lockdown“ beraten. Es lässt sich nur schwer vorhersagen, auf welche Ausstiegsszenarien mit welchen Einschränkungen sich die Ministerpräsident*innen einigen und wie schlussendlich diese Absprachen tatsächlich in Landesrecht umgesetzt werden. Aufgrund dieser Ungewissheit haben wir als Geschäftsführung uns dazu entschlossen, mit der Öffnung des Gästehauses zum 1. Juni 2020, also erst nach den Pfingsttagen, zu planen.

Zwischenzeitlich haben wir mit Überlegungen zur Entwicklung eines Corona-Sicherheitskonzeptes für Gäste, Schwestern und Mitarbeiter*innen für die Zeit ab Öffnung des Gästehauses begonnen. Das gestaltet sich insofern noch schwierig, da nicht absehbar ist, wie genau die Auflagen der Gesundheitsbehörden als Voraussetzung für den Betrieb des Gästehauses sein werden. Sicher dürfen wir davon ausgehen, dass es Regelungen zu Abständen, Desinfektions- und Reinigungsvorschriften und – zumindest in bestimmten Situationen – auch zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen geben wird. Wie genau diese Vorschriften lauten, ist für den Betrieb des Gästehauses jedoch von zentraler Bedeutung. So ist es für den organisatorischen Ablauf erheblich, ob beispielsweise der Sicherheitsabstand bei Tisch so groß definiert wird, dass letztlich nur ein Gast an einem Tisch sitzen kann oder aber – wie es in Österreich praktiziert werden wird, vier Personen an einem Tisch sitzen dürfen. Mit dieser Regelung hängt unmittelbar auch zusammen, wie viele Gäste wir überhaupt werden im Gästehaus beherbergen können. Auch ist damit zu rechnen, dass das Büfettsystem anders organisiert werden muss und ggf. weniger Selbstbedienung möglich sein wird. Gleiches gilt für die Organisation im Klostercafé und die Sitzmöglichkeiten in Abhängigkeit von Abstandsregelungen. Welche Leistungen dürfen unter welchen Vorgaben durch unser Vitalzentrum angeboten werden ... Auch in Abhängigkeit der Abstandsregelungen: welche seelsorgerischen Angebote können für welche Zahl an Gästen in welchen Räumen angeboten werden? Hier ist es ganz erheblich, ob der Mindestabstand 1 m (wie in Österreich) oder 1,5 m betragen wird. Wie viele Personen dürfen – selbst unter Wahrung der Abstände – sich maximal versammeln? Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Angebote, die von unseren Individualgästen wahrgenommen werden, sondern auch auf unsere Kurse. Ggf. muss die Teilnehmerzahl der Kurse aufgrund der Abstandsregelungen reduziert, entsprechend Einzelbuchungen von Kursteilnehmer*innen von uns storniert werden. Zur Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung dieses Konzeptes und später als Ansprechpartner für unsere Gäste haben wir eigens einen „Corona-Beauftragten“ berufen. Unser neuer „Schöpfungsbeauftragter“, Albrecht Ruech, den wir zum 1. Februar 2020 eingestellt haben, wird diese Aufgabe in Personalunion übernehmen. Selbstverständlich verlieren wir in der Corona-Krise, während der Schließungszeit und danach nicht die Belange um den Naturschutz in Kloster Arenberg aus den Augen. Sie werden anlässlich Ihres nächsten Aufenthaltes bemerken, was sich in dieser Hinsicht schon wieder auf dem Arenberg getan hat.

Unser Gästehaus verfügt über 79 Zimmer und 95 Betten. Damit wir unseren Gästebetrieb wirtschaftlich führen können, sind wir auf eine übers Jahr durchschnittliche Belegung von mindestens 75 Betten angewiesen. Aufgrund der zu erwartenden Auflagen werden wir möglicherweise nicht in der Lage sein, mehr als 50 Gäste zu beherbergen. Insbesondere der gastronomische Bereich stellt voraussichtlich einen Engpass in der Ablauforganisation dar, wie schon zuvor angedeutet. Sollte beispielsweise tatsächlich die Abstandsregelung von 1,5 m auch auf die Sitzgelegenheiten im Speisesaal anzuwenden sein, können sich in unseren Speisesälen max. 24 Personen gleichzeitig aufhalten (entspricht der Anzahl der Tische im großen und kleinen Speisesaal). Allenfalls Gäste, die als Paare oder in einem Haushalt lebende Personen anreisen, können ggf. an einem Tisch sitzen. Dies hätte zur Folge, dass wir zwei Essenszeitkorridore anbieten müssten, mit wahrscheinlich verlängerten Essenszeiten - und das zu allen drei Mahlzeiten am Tag. In Folge würde das unseren Personaleinsatz erhöhen – bei gleichzeitig weniger Einnahmen und höherem Aufwand bei der täglichen Umsetzung des Sicherheitskonzeptes. Weshalb beschreibe ich das so ausführlich? Ich will Ihnen nur ein Gefühl dafür vermitteln, dass es nicht damit getan sein wird, Desinfektionsmittelspender aufzustellen und ein paar Plexiglasscheiben am Empfang zu installieren oder Abstandsstreifen am Boden zu befestigen. Und da es noch keine verbindlichen Vorgaben gibt und es letztlich in alle Richtungen gehen kann, sind wir momentan nur eingeschränkt in der Lage, Vorkehrungen zu treffen. Selbstverständlich orientieren wir uns schon mal daran, was beispielsweise die österreichische Regierung an Regelungen für den gastronomischen Bereich getroffen hat; die Österreicher scheinen uns dahingehend etwa zwei Wochen voraus zu sein.
Auch halten wir uns auf dem Laufenden, was Verbände wie der Deutsche Tourismusverband (DTV) oder der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA) planen. Aber immer wieder muss man darauf zurückkommen: keiner kann mit Gewissheit sagen, wann und wie es weitergeht und unter welchen Auflagen.

Personell sieht es derzeit so aus, dass viele unserer Mitarbeiter*innen – ab 1. Mai 2020 nochmals mehr als im April – sich in Kurzarbeit befinden. Analog zum Monat April 2020 haben wir für den Monat Mai 2020 das Kurzarbeitergeld der von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeiter*innen abermals von 60 bzw. 67% auf 80 % aus eigenen Mitteln aufgestockt. Aufgrund der Anlagenstruktur und der Notwendigkeit zur Versorgung der Ordensschwestern (Küche, Wäscherei, Spülzentrale) müssen wir jedoch trotz vollständig weggebrochener Einnahmen noch eine Vielzahl von Mitarbeiter*innen weiter beschäftigen. Auch haben wir beispielsweise im Küchenteam feste Einsatzteams gebildet, damit uns nicht das gesamte Küchenteam ausfällt, sollte nur ein einziger Covid-19-Fall im Team auftreten. Entsprechend werden wir auch bei anderen Teams im Hause verfahren müssen. Das bindet mehr Ressourcen als im Normalbetrieb ohne Corona-Sicherheitskonzept. Wenn wir Sie im Juni wieder als unsere Gäste begrüßen dürfen, würden Sie beispielsweise unseren Klosterpark oder den Kräutergarten kaum mehr erkennen, überließen wir ihn, um jetzt Personalkosten zu sparen, in der Hauptwachstumszeit ganz alleine der Natur. Und so sind noch alle Gärtner uneingeschränkt beschäftigt. Auch die Erarbeitung und Implementierung eines Corona-Sicherheitskonzeptes erfordert den Einsatz personeller Ressourcen und alle Bereiche erfordern letztlich schon in der Vorbereitung auf eine Wiedereröffnung Mindestbesetzungen, unabhängig davon, ob Gäste da sind oder nicht. In Summe entstehen selbst bei geschlossenem Gästebetrieb und nach Abzug der Einsparungen durch Kurzarbeit noch immer Personal- und Sachkosten in Höhe eines deutlich sechsstelligen €-Betrags im Monat. Diese Schließungskosten können jedoch nicht über das Gästehaus finanziert werden, sondern ausschließlich über Zuschüsse des Trägers - zu Lasten zukünftiger Investitionen. Aber immerhin sind wir in der Lage, zumindest eine absehbare Zeit liquiditätstechnisch zu überbrücken – bedenkt man, wie viele kleine Betriebe mittlerweile in ihrer Existenz bedroht sind. Dass der Träger dafür einsteht – hierfür sind wir sehr dankbar. An dieser Stelle sei abermals allen Freunden von Kloster Arenberg von Herzen gedankt, die uns in dieser Zeit mit lieben Gedanken, im Gebet und auch mittels einer Spende unterstützt haben. Hinsichtlich der Spendenbescheinigungen bitte ich abermals um etwas Geduld; wir werden es nicht vergessen, benötigen aber noch etwas Zeit.

Um nochmals zurückzukommen auf den von uns festgelegten Termin zur Öffnung unseres Gästebetriebes ab dem 1. Juni 2020. Österreich hat die Öffnung seiner Beherbergungsbetriebe ab dem 29. Mai 2020 beschlossen, so dass wir derzeit davon ausgehen, dass unsere Länderregierungen wahrscheinlich ähnlich entscheiden werden und wohl keine frühere Öffnung zulassen werden. Wir denken, dass zuerst die Gastronomie (Restaurants, Cafés, Eisdielen ...) unter bestimmten Auflagen eine Öffnung erfahren dürfen und erst im übernächsten Schritt Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, auch, wenn die Länderminister von NRW, Niedersachsen und Baden-Württemberg vor wenigen Tagen angekündigt haben, diese Schritte zeitnaher vollziehen zu wollen. Der Förderalismus lässt grüßen ...

Was geschieht neben der Erstellung eines Corona-Sicherheitskonzeptes und der Aufrechterhaltung der notwendigen Teilbetriebe noch in Kloster Arenberg? Unsere sog. „Kleingruppe“, die sich mit konzeptionellen Fragestellungen befasst, wird sich dieser Tage nochmals treffen und sich allfälliger Themen, die wir übers Jahr immer wieder aufschieben, annehmen. Geschäftsführung und Verwaltungsleitung werden sich in den nächsten Wochen damit zu beschäftigen haben, welche (finanz-) wirtschaftlichen Auswirkungen die bisherige Schließungszeit bis hin zu einem vermutlichen Ende der Einschränkungen im Frühjahr/Sommer 2021 haben werden. Dadurch, dass wir die Übernachtungspreise im Gästebetrieb auf Selbstkostenbasis kalkulieren, haben wir keinen finanziellen Spielraum. Eine Erhöhung der Übernachtungspreise über das übliche Maß der Verteuerungen hinaus kommt für uns auch nicht in Betracht, da sich mit aller Wahrscheinlichkeit das Reiseverhalten während und nach der Corona-Krise – gemessen am verfügbaren Einkommen der normalen Haushalte – nicht zu Gunsten der Reisebranche entwickeln wird. Die Übernachtungspreise für 2020 werden wir auch nicht nachträglich coronabedingt erhöhen. Es ist also schlicht und einfach die Frage, wie wir die gewohnte Qualität der Angebote unseres Gästehauses bei verminderten Einnahmen (begrenzte Gästezahl) und erhöhter Kostenstruktur (Kosten für die Umsetzung des Corona-Sicherheitskonzeptes und hohe Fixkosten) halten können. Diese Aufgabe zu lösen, fordert uns derzeit sehr. Allerdings steht für uns außer Frage, dass Sie Kloster Arenberg zwar in einzelnen Facetten in anderer Ablauforganisation, gleichwohl unveränderter Angebotsqualität werden wahrnehmen dürfen, wenn Sie wieder bei uns zu Gast sind. Deshalb ist es für uns so wichtig, erst dann zu öffnen, wenn das Sicherheitskonzept steht, es möglichst einen Probelauf gab und wir sicher sind, dass Sie wirklich auf einen Zustand hoffen dürfen, der Ihnen trotz coronabedingter Anpassungen an die Ablauforganisation innerhalb des Gästehauses ganzheitliche Erholung an Leib & Seele ermöglicht.

Schwestern und Mitarbeiter*innen in unseren Einrichtungen geht es soweit gut. Die in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter*innen freuen sich schon darauf, bald wieder ihre Beschäftigung aufnehmen zu dürfen, wird zuweilen schon die eigene Gewichtszunahme beklagt ...

Aus unserem Alten- und Pflegeheim „Vincenzhaus“ in Oberhausen gibt es nichts Neues zu vermelden, was an sich schon eine gute Nachricht ist. Bislang haben wir keine Infektionen mit Covid-19 zu verzeichnen und die Schutzmaßnahmen können aufgrund angepasster Anordnungen der Behörden absehbar etwas gelockert werden.

Dramatisch stellt sich dagegen die Situation in Bolivien dar, wo sich an vier Standorten unsere bolivianischen Schwestern in verschiedenen Einrichtungen um das Wohl der Ärmsten sorgen – soweit das überhaupt aufgrund von Ausgangssperren möglich ist. Weitere Informationen dazu finden Sie unter https://www.op-schreibt.de .

Liebe Gäste, nun haben Sie wieder einen Überblick gewinnen dürfen, was sich auf dem Arenberg so tut. Wir freuen uns schon sehr darauf, wenn unser Gästehaus wieder mit Leben erfüllt sein wird. Wir freuen uns auf Sie, die wir Sie teilweise schon lange kennen und auch auf Sie, die Sie als neue Gäste schon ganz gespannt sein werden, wie sich Kloster Arenberg anlässlich eines ersten Aufenthaltes und unter den besonderen Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie so anfühlt. Sie dürfen sicher sein, dass wir alles Erdenkliche tun, um für alle Beteiligten größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Wir sind aber ebenso bemüht darum, dass trotz der Auflagen zur Eindämmung von Infektionen Sie diese Maßnahmen nicht als unzumutbare Restriktionen empfinden. Sobald wir unser individuelles Corona-Sicherheitskonzept stehen haben, werden wir dies auf unserer Homepage veröffentlichen. So wissen Sie im Vorhinein, was auf Sie zukommt und wie wir uns bemühen, einen erholsamen Aufenthalt in guter gastlicher Klosteratmosphäre zu gewährleisten.

Bei allem Bemühen der Politik ist noch ungewiss, wie sich die Corona-Pandemie auch in Deutschland entwickelt. Die Unsicherheiten wirken weit in die Privatsphäre hinein und werden nach jetziger Erkenntnis noch viele Monate, wahrscheinlich noch deutlich ins nächste Jahr hinein, andauern. Sei es die Sorge um die Gesundheit der Familie, um Angehörige und vielleicht auch die eigene Gesundheit. Sei es die Sorge um den Arbeitsplatz, die Kinderbetreuung, die Ausbildung der Kinder oder auch die Ungewissheit, wie ein Leben, unser Leben, das Leben derer, die uns am Herzen liegen, wohl nach der Krise aussehen wird. Da die besonderen Umstände unser Leben noch eine ganze Weile mitbestimmen werden, streben vielleicht auch Sie einen Tapetenwechsel an und wollen an Ihren „Sehnsuchtsort Kloster Arenberg“, wie viele Gäste schreiben, zurückkehren. Damit Sie dies angesichts der Ungewissheit, wie das Infektionsgeschehen sich entwickelt und wie es jeden von uns – trotz Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen – treffen kann ohne Sorge um finanzielle Risiken im Falle einer plötzlichen Erkrankung tun können, werden wir für Aufenthalte, die zwischen dem 1. Juni 2020 und dem 15. Juli 2020 liegen, im Falle einer auch kurzfristigen Stornierung keine Stornierungskosten erheben (s. auch unter https://kloster-arenberg.de/PDF/Stornierungsbedingungen.pdf ), unabhängig davon, wie kurzfristig Sie stornieren würden. Damit die durch diese Stornoregelung für uns verbundenen finanziellen Risiken tragbar bleiben, setzen wir darauf, dass eine Stornierung möglichst frühzeitig erfolgt, sobald absehbar ist, dass aller Wahrscheinlichkeit nach keine Anreise möglich sein wird. Auf diese Weise haben wir dann vielleicht noch die Chance, das freigewordene Zimmer anderweitig zu vergeben.

Vielleicht mögen Sie ab ca. 17. Mai 2020 mal wieder auf die Seiten „Unsere Angebote in der Schließungszeit und weitere Informationen“ auf unserer Homepage schauen. Wir bemühen uns bis dahin, Ihnen einen Überblick über die Maßnahmen aus unserem Corona-Sicherheitskonzept zu geben, die Sie anlässlich eines Aufenthaltes in Kloster Arenberg erwarten dürfen.

Ihnen, trotz der besonderen Situation, eine gute Zeit. Mögen Sie in der Hoffnung und Zuversicht leben dürfen, dass sich letztlich vieles zum Guten wenden wird.

In Verbundenheit,

Bernhard Grunau

 

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 Hintergrundinformationen der Geschäftsführung vom 10. April 2020

Karfreitag, den 10. April 2020

 

 

(Sozial-)Wirtschaftliche Lage Gästehaus Kloster Arenberg

Verehrte, liebe Gäste von Kloster Arenberg,

sehr herzlich grüße ich Sie. Ich hoffe, dass Sie und die Ihren wohlauf sind. Sollte dies nicht so sein, so wünsche ich Ihnen von Herzen, dass es gute Perspektiven für Sie und die Menschen gibt, die Ihnen am Herzen liegen. Denen, die wir einander bekannt sind, die wir schon das eine oder andere Wort oder Gespräch miteinander geführt haben, aber auch denen, die wir uns immer mal wieder nur mit einem Lächeln im Vorbeigehen bewusst begegnet sind - von mir einen ganz besonderen Gruß.

Was dürfen Sie von dieser Informationsschrift erwarten? Ganz sicher einige aktuelle Sachinformationen – aber auch einige Hintergrundinformationen, die Sie vielleicht schon immer mal interessierten. Mir persönlich ist es ein Anliegen, dass Sie sich ein Stück auf andere Weise mitgenommen wissen dürfen auf unserem Weg durch die aktuelle Krise. Ganz unterschiedlich sind Sie ja schon mit uns unterwegs – auch in dieser Zeit. Sei es über die sozialen Medien, beispielsweise über www.op-schreibt.de, oder über Fernsehbeiträge mit Sr. M. Ursula, über das Klosterleben, das Gästehaus oder neu durch unsere Online-Angebote, die in dieser Karwoche über unsere Startseite aufgeschaltet wurden. Sie schenkten uns immer wieder ihr Vertrauen und wir spüren, dass dies auch in dieser außergewöhnlichen Zeit anhält. Sie schenken uns Wertschätzung für unser Tun und so möchte ich mit dieser Informationsschrift auch ein Stück ungewöhnlichen Weges, vielleicht ungewöhnlicher Offenheit gehen und Sie über Zusammenhänge informieren, die auch zur betriebswirtschaftlichen Betrachtung wichtig sind. Und da wir auch immer wieder von Ihnen persönlich etwas erfahren, will ich auch als Verfasser dieses Schreibens ein wenig über mich preisgeben. Ja, zunächst stellt sich die Situation um die SARS-CoV-2-Epidemie in unserem Land in der Tat auch in unserem Unternehmen als Krise dar. Ob daraus Chance und Möglichkeit werden können, ob wir als Gesellschaft und/oder als Individuen daran sogar reifen dürfen – das wird die Zeit zeigen. Zunächst bleibt die Ungewissheit, die Angst um die Gesundheit unserer Nächsten, vielleicht auch um die eigene Gesundheit, das Vermissen unserer Sozialkontakte, Angst um den Arbeitsplatz und die Not mit den Einschränkungen von Freiheiten, die wir alle so sehr lieben und jetzt vielleicht erst so richtig schätzen lernen. Also nehme ich Sie einfach mal ein Stück mit auf unserem Weg durch die vergangenen gut drei Wochen im Gästehaus Kloster Arenberg. Eine Bitte hätte ich jedoch: Erwarten Sie keine wohl ausformulierte und sauber durchstrukturierte, in jeder Hinsicht fehlerfreie schriftliche Dokumentation der Ereignisse. Ich möchte Ihnen einfach nur einen Überblick darüber geben, was hier geschieht, weil wir wissen und dies auf vielfältige Weise erfahren, wie Sie mit Gedanken und liebenswerten Worten, im Gebet, durch Spenden oder auf andere Weise mit uns unterwegs und irgendwie – trotz räumlicher Distanz – auch bei uns sind. Die derzeitige Situation fordert auch uns als Leitung derart, dass die zeitlichen Ressourcen sehr knapp bemessen sind. So will ich beginnen ... und schreibe einfach mal runter ... und Sie haben jetzt in der Krise vielleicht auch mehr Muße, in kleineren Häppchen den umfangreichen Stoff zu verdauen. Sollten Sie diese Information lieber ausdrucken wollen, so finden Sie diese ganz am Ende als Download-Datei.
Lesezeit von hier an: 45 Minuten.

Damit Sie auch das mal gehört haben, weil wahrscheinlich schon häufiger gelesen: Die Kranken- und Pflege-Anstalt Arenberg GmbH, gegründet durch den Orden im Jahr 1896 (nicht zu verwechseln mit der Ordensgründung im Jahr 1868), einst ein mittelgroßer Träger sozialer Einrichtungen, ist heute „nur“ noch Rechtsträger des Alten- und Pflegeheims „Vincenzhaus“ (https://www.vincenzhaus-oberhausen.de) in Oberhausen sowie des Gästehauses „Kloster Arenberg“ in Koblenz. „Nur“ deshalb, da im Zuge der (zumeist altersbedingten) Veränderungen innerhalb der Ordensgemeinschaft in den vergangenen 20 Jahren mehrere Einrichtungen geschlossen oder an andere soziale Träger übergeben wurden. Wenn Sie das Jahr der Gründung der Gesellschaft betrachten – 1896 –, dann dürfte auch klar werden, wo der Begriff „Anstalt“ herrührt, wurden Gesundheits- oder Sozialeinrichtungen damals häufig als (Verwahr-)Anstalten bezeichnet. Heute ist der Begriff „Anstalt“ fast ausschließlich negativ konnotiert. Deshalb habe ich seit längerer Zeit, gleichwohl nicht zum offiziellen Unternehmensnamen gehörend, einfach das Gründungsjahr dahinter gesetzt. Denn wer will schon zur ganzheitlichen Erholung in eine „Anstalt“ fahren?! Und so ist die Kongregation der Arenberger Dominikanerinnen bis heute einzige Gesellschafterin der als gemeinnützig anerkannten „Kranken- und Pflege-Anstalt Arenberg GmbH“. "Gemeinnützig“ bedeutet, dass das Unternehmen keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen darf, sondern seine Leistungen kostendeckend kalkuliert. Die Einhaltung dieses Prinzips wird auch durch das Finanzamt und die jährliche Wirtschaftsprüfung überwacht. Das Gästehaus Kloster Arenberg wie auch das Pflegeheim Vincenzhaus in Oberhausen befinden sich somit zu 100 Prozent im Eigentum der Ordensschwestern – und das wird hoffentlich auf absehbare Zukunft hin so bleiben. Geführt wird die Arenberg GmbH einerseits durch die Generalpriorin der Kongregation der Arenberger Dominikanerinnen (sie ist sozusagen die oberste Chefin des Ordens), die satzungsgemäß auch geborenes Mitglied der Geschäftsführung der Arenberg GmbH ist. Seit 2009 ist dies Sr. M. Scholastika Jurt OP, die vielen von Ihnen bekannt sein dürfte. Sie stammt, wie auch die Gründerin der Arenberger Dominikanerinnen, Mutter Cherubine Willimann, aus Rickenbach im Schweizer Kanton Luzern. Dann sollte es laut GmbH-Satzung eigentlich noch eine zweite Ordensfrau als Geschäftsführerin geben, die zugleich innerhalb der Kongregation die Aufgabe der Generalprokuratorin (sozusagen die Finanzchefin des Ordens) innehat. „Eigentlich“ deshalb, da mangels Ordensnachwuchs und Qualifikation derzeit keine Ordensfrau für dieses Amt zur Verfügung steht. Und es gibt einen „weltlichen“ Geschäftsführer – den lernen Sie spätestens in dieser Informationsschrift kennen. Allesamt sind wir einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer*innen. Der Berichtende: Bernhard Grunau, verheiratet, zwei Söhne (20 und 23), der ich seit dem 1. Juni 1999 in den Diensten der Arenberger Dominikanerinnen stehe und seither Führungsverantwortung für die Einrichtungen des Ordens trage. Zuvor diente ich fast 15 Jahre in der Bundeswehr, absolvierte dort im Rahmen meiner Offiziersausbildung ein Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie ein „Studium Universale“, wurde Berufsoffizier und entschied mich dann doch, im Range eines Hauptmanns und in der letzten Verwendung als Kompaniechef, die Bundeswehr zu verlassen.

Ich wechselte sozusagen meinen „Befehlshaber“ und hatte nun eine GENERALpriorin, eben die der Arenberger Dominikanerinnen, als neue Vorgesetzte. Eine sehr gute Entscheidung, wie ich ohne jede Einschränkung bis heute resümieren darf. Damit es nicht falsch rüberkommt: Die Bundeswehrzeit war für mich ebenso ein Geschenk. Sie bot mir viele Entwicklungsmöglichkeiten und ließ mich in so mancher Grundtugend reifen, was mir bei den Arenberger Dominikanerinnen durchaus dienlich sein sollte. Zurück nach Kloster Arenberg: Gemeinsam mit Sr. M. Beatrix, der Priorin des Mutterhauskonventes und Mitglied des Generalrates (dem obersten Ordensleitungsgremium der Arenberger Dominikanerinnen, dem Sr. M. Scholastika vorsteht) nehme ich zudem die Position als „Hausleitung“ des Gästehauses wahr und bin somit nicht nur strategischer Geschäftsführer für alle Einrichtungen, sondern mit Sr. M. Beatrix auch im Detail für die Leitung und programmatische Ausgestaltung des Gästehauses – gemeinsam mit einem „schlagkräftigen“ Team aus Schwestern und leitenden Mitarbeiter*innen - verantwortlich. Schließlich nehme ich in der Cherubine-Willimann-Stiftung Arenberg, die in den vergangenen gut 20 Jahren mehrere Krankenhäuser unter ihrem Dach barg, seit 2006 die Aufgaben als Vorsitzender des Stiftungsrates wahr. Da wir heute keine Krankenhäuser mehr besitzen, befinden wir uns in einem Findungsprozess, um einer etwaigen neuen Herausforderung für die Stiftung nachzuspüren. Auch, wenn sich das nach vielen Funktionen anhört, so hat der Tag nur 24 Stunden. Daher versteht es sich, dass nichts, ganz und gar nichts gut und sehr gut läuft ohne sehr gutes Leitungspersonal und klasse Teams, auf die man sich verlassen kann. Und diese Leitungen und diese Teams haben wir in unseren Einrichtungen. Und eine Ordensgemeinschaft, deren Schwestern und Leitung uns, den weltlichen Mitarbeiter*innen unendlich großes Vertrauen schenkt und einen wunderbaren Arbeitsplatz.

Nun aber zurück zum Gästehaus Kloster Arenberg. Mit Verfügung der Stadt Koblenz vom 17. März 2020 wurde auch Kloster Arenberg angewiesen, seine Pforten zu schließen – erstmals in seiner Geschichte. Am 18. März 2020 mussten wir die ad-hoc-Abreise von über 50 Gästen veranlassen, was uns schmerzte. Es ist doch etwas anderes, unser Haus geplant zum Zwecke der Instandhaltung für einige Wochen zu schließen – wie wir das in den vergangenen drei Jahren machten – oder aber einer Verordnung Folge leisten zu müssen – mit ungewisser zeitlicher Perspektive. Schon die Wochen zuvor hatten viele Gäste aufgrund der sich absehbar zuspitzenden Lage ihren Aufenthalt storniert. Und das in einer Situation, da unser Haus – auch auf die nächsten Wochen und teils Monate hin – sehr gut gebucht war, was für eine selbstkostendeckende Betriebsführung des Gästehauses auch zwingend notwendig ist. Weil wir aber sehr großes Verständnis dafür aufbringen konnten, passten wir die Stornobedingungen – ungeachtet der wirtschaftlichen Auswirkungen - spontan an die Situation an und verzichteten schon deutlich vor der Schließung vollständig auf die Erhebung von Stornierungskosten. Mittlerweile haben wir – weiter abweichend von unseren normalen Geschäftsbedingungen – den kostenfreien Stornierungszeitraum für Aufenthalte bis Ende Mai 2020 ausgeweitet, so dass bei Stornierungen, so kurzfristig sie auch vorgenommen werden, keine Stornokosten anfallen. Bei den Mai-Kursen gibt es eine kleine Ausnahme. Hier ist eine kostenfreie Stornierung noch bis eine Woche vor Kursbeginn möglich. Details finden Sie unter dem Link „Storno/Reservierung“. Viele unserer Gäste erachteten diese uns wirtschaftlich belastende Entscheidung für nicht selbstverständlich; wir durften uns in Folge vieler wertschätzender Rückmeldungen erfreuen – auf diese oder jene Weise. Das hat uns in unserer Vorgehensweise bestätigt, in dieser besonderen Situation anders zu handeln, als sonst erforderlich. Wir sahen uns nämlich durchaus in „normalen“ Zeiten immer mal wieder dem Vorwurf ausgesetzt, dass die Berechnung von Stornierungskosten unchristlich sei, man doch wiederkommen werde, man doch für den ganz konkreten „Einzelfall“ darauf verzichten solle. Dabei sind wir schon immer so vorgegangen, dass wir nur dann Stornierungskosten erhoben haben, wenn wirklich ein Schaden dadurch entstanden ist, dass wir das Zimmer tatsächlich hätten anderweitig vermieten können und auch nicht mehr kurzfristig vermieten konnten. Und in persönlichen Notsituationen haben wir ohnehin schon immer abweichend von den Geschäftsbedingungen gehandelt. Nur redet man nicht ständig darüber. Und der „Einzelfall“, auf den der betroffene Gast sich beruft, ist für einen Betrieb mit einer durchschnittlichen Zahl von 6.000 Gästen im Jahr nie ein Einzelfall. Wir wollen nicht beliebig entscheiden, sondern möglichst mit einer klaren Linie allen Gästen gegenüber fair bleiben. Dies nur ein kleiner Exkurs, da wir im Alltag immer wieder mit der Kritik im Zusammenhang mit Stornierungskosten konfrontiert wurden. Zurück zum Schließungszeitpunkt. Der Allgemeinverfügung der Stadt Koblenz folgten verschiedene „Corona-Bekämpfungsverordnungen“ des Landes Rheinland-Pfalz, welche mit der 3. Corona-Bekämpfungsverordnung vom 23. März 2020 die bisherige Schließungsanordnung bis mindestens einschließlich 19. April 2020 bestätigte.

Kloster Arenberg besteht organisatorisch aus dem Mutterhaus mit dem Mutterhaus- und Noviziatskonvent und dem angeschlossenen Gästehaus. Aktuell leben auf dem Arenberg 54 Dominikanerinnen, von denen alleine 33 Schwestern über 80 Jahre alt sind. Elf der 54 Ordensschwestern leben auf einer ordenseigenen Pflegestation im Mutterhaus, wo sie von acht „weltlichen“ Pflegekräften (Teilzeit) gepflegt, betreut und versorgt werden. Die Nachtwache übernehmen allerdings noch Schwestern des Mutterhauskonventes selbst, solange dies irgendwie möglich ist. Dort starb am 2. April 2020 Schw. M. Ambrosia im Alter von 101 Jahren – aus Altersgründen, dies muss man aktuell betonen; sie war mittlerweile fast blind und wurde die letzten Jahre auf unserer Pflegestation betreut. Sr. M. Ambrosia wurde 1918 geboren, also in der Zeit, in der die „Spanische Grippe“ weltweit wütete und sehr viele Menschenleben forderte. Neben den neun Mitarbeiterinnen auf der Pflegestation sind im Mutterhauskonvent unmittelbar acht Mitarbeiterinnen (Teilzeit) beschäftigt und unterstützen die Ordensschwestern im Haushalt und bei der Pflege der kirchlichen Infrastruktur. Weil es auch von Gästen immer wieder gefragt wird: Die Schwesterngemeinschaft muss diese Mitarbeiterinnen wie auch den Gebäudeunterhalt (Klausur, Kirche, Nebengebäude – nicht das Gästehaus) und auch anteilig den Unterhalt des Klosterparks aus eigenen Mitteln finanzieren. Kein Gast des Gästehauses bezahlt also mit seinem Übernachtungsentgelt etwas für den Lebensunterhalt der Ordensschwestern oder den Unterhalt der ordensspezifischen Gebäudeinfrastrukur (Klausur, Kirche, Nebengebäude). Auch die Personal- und Sachkosten für die gemeinsam genutzten Teilbetriebe wie Küche, Technik oder Wäscherei werden anteilig durch den Orden direkt finanziert. Dies ist nur möglich, da aus der Vergangenheit durch die hohe Erwerbstätigkeit der Ordensschwestern Rücklagen gebildet werden konnten und die Gemeinschaft auch für das Alter vorgesorgt hat. Denn es ist für eine Ordensgemeinschaft nicht verpflichtend, ihre Mitglieder („Mitglieder“ deshalb, da alle Schwestern in einem Verein organisiert sind) in der gesetzlichen Rentenversicherung abzusichern. Aber der Orden ist gesetzlich und vom Kirchenrecht her verpflichtet, im Alter und für den Krankheitsfall seiner Mitglieder Sorge zu tragen – dieser Verpflichtung sind die Arenberger Dominikanerinnen nachgekommen. Allerdings stellt der hohe Grad der Pflegebedürftigkeit in Verbindung mit einem hohen Durchschnittsalter von derzeit 81 Jahren die Gemeinschaft vor große – auch finanzielle – Herausforderungen. Derzeit gibt es noch 95 Arenberger Dominikanerinnen (ohne unsere 19 bolivianischen Schwestern), wovon sich ein knappes Drittel (!) in vollstationärer Pflege befindet. So muss der Orden die benötigte personelle Unterstützung im Konvent selbst finanzieren, aus Versicherungsleistungen und finanziellen Rücklagen. Heute befinden sich nur noch wenige Schwestern „in Gestellung“, was bedeutet, dass nur noch die wenigen jüngeren Schwestern, sofern sie keine ordensinternen Aufgaben übernehmen, im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses, z.B. im Gästehaus, etwas für den Lebensunterhalt ihrer Gemeinschaft beitragen können. Deshalb ist es heute für Orden äußerst schwierig, ohne Entgelt eine wohltätige Aufgabe wahrzunehmen. Denn wovon soll eine Ordensgemeinschaft ihren Lebensunterhalt und zusätzlich noch die Ordensinfrastruktur finanzieren, die auch anderen Menschen zugute kommt (z.B. die Mutterhauskirche)? Kirchensteuermittel jedenfalls erhält weder der Orden noch das Gästehaus – mit einer Ausnahme: Kaplan Michael Toth ist uns mit 60 Prozent für die Seelsorge des Gästehauses vom Bistum geschenkt. Das sind aber die einzigen indirekten Kirchensteuermittel, die die Arenberger Dominikanerinnen als kirchliche Einrichtung erhalten.

Die Sorge um das Wohl der vielen älteren Ordensschwestern in der Corona-Krise, die auf engem Raum zusammenleben, ist groß. So gut wie gar nicht mehr verlassen die Ordensschwestern derzeit das Klostergelände. Wo immer möglich, werden Abstände eingehalten, Gottesdienste werden unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt und natürlich auch andere organisatorische Regelungen getroffen, um die Infektionsgefahr zu minimieren. Die Ordensleitung sorgt sich um das Wohl insbesondere der vielen älteren Schwestern, die zur Risikogruppe im Zusammenhang mit der SARS-CoV-2-Pandemie gehören. Seit Beginn der Krise hält die Gemeinschaft zusätzlich zu den üblichen Gebetszeiten noch eine tägliche „außerordentliche“ Gebetsstunde, in der alle Schwestern in der aktuellen Krise für Kranke und ihre Angehörigen beten, die Sorgen und Nöte der Menschen in ihr Gebet einschließen. So dürfen auch Sie sich damit im wahrsten Sinne des Wortes mit „ins Gebet genommen“ wissen.

Soweit zur Ordensgemeinschaft im Mutterhaus. Den anderen organisatorischen Teil des Arenbergs bildet das Gästehaus mit seinen 83 Mitarbeiter*innen ab. Diese stellen mittlerweile zum weit überwiegenden Teil den Lauf des Gästebetriebes sicher, vereinzelt sind auch noch Schwestern mit kleineren oder größeren Aufgaben tätig – Sie kennen einzelne davon. All diesen Schwestern, die Sie vielleicht über den Gästebetrieb näher kennen, geht es soweit gut. Einzelne Betriebsteile wie Küche, Wäscherei oder Spülzentrale erbringen auch jetzt in der Schließungszeit des Gästehauses noch Leistungen für den Mutterhauskonvent und werden das auch weiter tun. Auch die hierfür anfallenden Personalkosten werden anteilig durch die Ordensgemeinschaft übernommen. Der Lebensunterhalt der Ordensgemeinschaft – also all das, was eine jede und ein jeder von uns auch fürs Leben braucht und auch deren ordensinterne Infrastrukturkosten (Klausur, Nebengebäude und Kirche) muss der Orden also ohne die Einkünfte aus dem Gästebetrieb zu 100 Prozent selbst stemmen. Ich wiederhole mich hier bewusst, weil ganz häufig andere Vermutungen dazu kursieren. Mit den 83 Mitarbeiter*innen des Gästehauses sind es also rund 100 Mitarbeitende, die auf dem Arenberg mit ihrer Beschäftigung den Lebensunterhalt bestreiten. Der weit überwiegende Teil der Mitarbeiter*innen befindet sich in unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen.

„Bereinigt“ man die Zahl der Mitarbeiter*innen, die sowohl für die Gäste als auch für das Mutterhaus ihren Dienst verrichten, so entfallen allein auf das Gästehaus 51 Vollzeitkräfte. Diese sind bis zum heutigen Tag beschäftigt und befinden sich noch nicht in Kurzarbeit. Dies wird sich allerdings ab dem 15. April 2020 ändern müssen. Ab dann werden wir nach und nach zunächst für den Rest-April 44 Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit (ganz oder teilweise) schicken müssen, dies entspricht 27 Vollzeitkräften. Sie werden sich vielleicht fragen, warum der Gästebetrieb Kloster Arenberg erst jetzt Kurzarbeit anmeldet, da doch seit dem 18. März 2020 keine Gäste mehr beherbergt werden dürfen. Diese Frage zu beantworten, macht es erforderlich, etwas weiter auszuholen. Wir haben bereits in der Phase der Anbahnung der Krise Ende Februar/Anfang März 2020 damit begonnen, uns Gedanken für den „schlimmsten Fall“ zu machen. Zunächst war das Szenario einer Komplettschließung aufgrund behördlicher Anordnung ohne Vorliegen eines Infektionsfalles im eigenen Hause noch gar nicht wirklich denkbar. Es war viel wahrscheinlicher, in Betracht zu ziehen, dass ein „Infektionsfall“ unter den Gästen möglicherweise zu einer behördlich angeordneten Schließung führen könnte. Dementsprechend begannen wir Anfang März, Schutzvorkehrungen für unsere Gäste und die Schwestern aufzubauen. Niedrigschwellig begann es damit, im Gästebereich Hinweise zur richtigen Händehygiene aufzuhängen und auch Mitarbeiter*innen sensibel dafür zu machen. Wenig später begannen wir damit, die Besetzungen der Tische im Speisesaal der Anzahl nach zu reduzieren und die Tische im Klostercafé räumlich etwas zu entzerren; so fanden diese zum Teil im Wandelgang und im Foyer ihren Platz, dort, wo sonst der schöne Schreibtisch der Gründerin der Gemeinschaft, Mutter Cherubine Willimann, zum Elfchenschreiben seinen Platz hatte. In der letzten Phase der Öffnungszeit wurden dann die schönen neuen Naturholztische im Speisesaal – aus Sorge, dass sie durch die mittlerweile eingesetzten Flächendesinfektionsmittel Schaden nehmen könnten, wieder mit Tischdecken bedeckt, die personalisierten Stoff-Serviettentaschen wurden durch Einwegservietten ausgetauscht, in denen das Besteck eingewickelt war. Zuletzt wurde die Händedesinfektion beim Zutritt zum Speisesaal verpflichtend. Wir hielten uns aus Solidarität zu den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen mit dem Einsatz und Angebot von Händedesinfektionsmitteln im Gästehaus sehr zurück, da die Gesundheitseinrichtungen allerorten Verknappungen meldeten und im Wissen darum, dass eine sorgfältige Händehygiene für Bereiche wie das Gästehaus aus wissenschaftlicher Sicht ausreichte. Ich schreibe das auch deshalb, da teilweise Unverständnis geäußert, vielleicht auch nur gedacht wurde, dass wir erst gar nicht und später nur ganz punktuell Händedesinfektionsmittel im Gästehaus angeboten haben. Zwischenzeitlich haben wir aus eigenen Vorräten des Gästehauses unserem Pflegeheim in Oberhausen mit Desinfektionsmitteln aushelfen können, Sr. M. Ursula ist in die elterliche Apotheke ins Saarland gefahren, um einen 10-Liter-Kanister selbst hergestellten Desinfektionsmittels für die Pflegestation zu beschaffen und die Leiterin unserer Pflegestation im Mutterhaus, Christina Trebing, hat über die Firma ihres Mannes eine Desinfektionsmittelspende erwirken können.

Zurück zur behördlichen Schließungsanordnung vom 17. März: Unser Gästehaus war im Sinne der Absicht der Verordnung mit gewerblichen Hotels gleichzusetzen und somit verließen uns die letzten Gäste im Laufe des 18. März 2020 - notgedrungen. Selbstverständlich beschränkten wir uns in der Vorphase der Schließung unseres Gästehauses nicht darauf, auf Abstands- und Hygieneregelungen hinzuweisen und organisatorische Maßnahmen zu treffen. Das Schließungsszenario rückte ja gefühlt auch ohne behördliche Anordnung näher. Und so wurde frühzeitig überlegt, wie eine zeitlich noch ungewisse Schließungsdauer – in der Hoffnung, dass sie nicht zu lange dauern würde – sinnvoll überbrückt werden könnte. Im Fokus stand schon sehr bald die zweiwöchige Schließungszeit, die wir bereits für den Januar 2021 geplant hatten. Es stand die Prüffrage im Raum, ob die während dieser im nächsten Jahr geplanten Instandhaltungsmaßnahmen nicht in den immer wahrscheinlicher werdenden behördlichen Schließungszeitraum vorgezogen werden könnten. Weiter wurde überlegt, ob bestimmte – vor allem konzeptionelle - Aufgaben, für die im Alltag kaum die erforderliche Ruhe zu finden ist, angegangen werden könnten. Oder eben interne Fort- und Weiterbildungen. Könnten Arbeiten erledigt werden, zu denen die einzelnen Abteilungen im Alltag in der Regel nicht die Zeit finden? Neben all diesen sachlichen Überlegungen waren wir alle – jeder für sich – auch emotional gefordert, mit einer noch nie dagewesenen Situation umzugehen – bis heute. Mitarbeiter*innen durften plötzlich ihre Eltern nicht mehr im Pflegeheim besuchen, wussten ihre Kinderbetreuung nur schwer zu organisieren oder hatten einfach nur Angst, sich anzustecken oder selbst eine Gefahr für andere zu sein, auch für unsere meist hochbetagten Schwestern. Besondere Sorge galt dementsprechend dem Schwesternkonvent. Was würde passieren, wenn nur eine Schwester infiziert würde, wo Abstandsregeln schwierig einzuhalten sind, ähnlich, wie man sich dies in einer familiären Situation vorstellen mag. Die meisten Ansteckungen treten derzeit in Familien- oder familienähnlichen Wohnkonstellationen auf. Die Öffentlichkeit musste von den Gottesdiensten ausgeschlossen werden – die Kar- und Ostertage sollten anders werden als jemals zuvor.

In einer dem Schließungszeitpunkt zeitnah folgenden Mitarbeiterinformation wurde den Mitarbeitenden des Gästehauses – die Mitarbeiter*innen des Schwesternkonventes waren von der Schließung ja nicht betroffen – zugesagt, dass es ein Anliegen der Geschäftsführung sei, die Beschäftigung aller Mitarbeitenden zu sichern. Im Augenblick wolle man deshalb von einschneidenden Maßnahmen absehen – angesichts der noch unklaren Lage, wie lange sich die angeordnete Schließung hinziehen würde. Man wolle die Zeit nutzen, um die zuvor beschriebenen Maßnahmen gemeinsam anzugehen. Die Alternative wäre gewesen, sofort Kurzarbeit anzumelden; diesen Schnellschuss wollten wir als Geschäftsführung jedoch nicht auslösen, da die Lagebeurteilung komplexer war, als sie auf den ersten Blick schien. Und es war uns ein Bedürfnis, unseren Mitarbeiter*innen in dieser so schwierigen Lage, wo keiner wissen konnte, wie es weitergeht, zumindest für den Anfang Sicherheit hinsichtlich des Erhalts des Arbeitsplatzes und der Sicherstellung des Lohnes zu vermitteln. Selbstverständlich stand dabei auch immer im Fokus, wie lange eine solche Entscheidung auch wirtschaftlich durchgehalten werden könnte. Auch musste eine Weiterbeschäftigung – zunächst ohne Kündigungen oder Kurzarbeit – auch wirklich Sinn machen, die Mitarbeiter*innen sinnvoll beschäftigt werden können. Denn eines war uns von vornherein klar: Was wir jetzt ohne laufenden Gästebetrieb an Kosten verausgaben, werden wir für künftige Investitionen nicht mehr zur Verfügung haben. Aber die Investition in unsere Mitarbeitenden hatte für uns seinen ganz eigenen Wert. Eine überschlägige Rechnung offenbarte schnell, dass wir bereits nach möglichen Maßnahmen zur Betriebskostenreduzierung noch immer mit rund 240.000 € / Monat an Personal- und Betriebskosten zu rechnen hätten – vorausgesetzt, es würden keine personellen Konsequenzen gezogen werden (betriebsbedingte Kündigungen, Kurzarbeit) – was wir bis einschließlich 15. April auch nicht getan haben werden. In dieser Zeit der Abwägung erreichten uns viele Zuschriften von Gästen, die sich um den Fortbestand unseres Gästehauses sorgten. Damit hatten wir nicht gerechnet. Denn uns war und ist bewusst, dass diese Krise bei vielen Menschen bereits Not und Leid verursacht hat und wohl noch verursachen kann. Und trotzdem sorgen sich Menschen um den Gästebetrieb und – natürlich – auch um unsere Ordensschwestern. Das berührt uns sehr. Es bestätigt uns in unserem Anliegen, gut und verantwortlich Sorge auch für unsere Mitarbeitenden zu tragen, auch, wenn es uns viel kostet. Neben den vielen ermutigenden Rückmeldungen erreichen uns auch Spenden von Gästen, die damit einen Beitrag zur Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen tragen wollen. Auch das berührt uns sehr.

In der Phase der Vorüberlegungen begannen wir schon vor der Schließung, mit Firmen Kontakt aufzunehmen, die wir normalerweise erst im Vorfeld der Schließung im Januar 2021 angesprochen hätten. Wie der Zufall es will, hatten wir beispielsweise Anfang des Jahres bereits für Gästeflure die Teppichböden bestellt, die erst im Jahr 2021 verlegt werden sollten. Wir erzielten Einkaufsvorteile, weshalb wir diese Teppichböden auf Lager legten. Das kam uns jetzt zugute. Andreas Schmitz, unser langjähriger Begleiter bei Bodenbelagsarbeiten aus Berlin, sagte auch prompt zu, da er in einem anderen Projekt flexibler sein konnte. Neben den Teppichböden auf einzelnen Fluren konnte so auch der Bodenbelag im Saunabereich erneuert werden. Nicht zuletzt konnte in einzelnen Zimmern der Parkettboden – wo nötig – geschliffen und neu lackiert werden. Am Karsamstag wird Herr Schmitz die Arbeiten beendet haben. All diese Maßnahmen wären im laufenden Gästebetrieb nicht möglich gewesen. Für die Woche ab dem 23. März 2020 war als Maßnahme zur Erhöhung der Biodiversität schon lange geplant, im hinteren Parkbereich eine Wiese in einen Magerstandort für Wildstauden und -sträucher umzuwandeln. Diesem Vorhaben kam es zugute, dass keine Gäste da waren; so konnten sie auch nicht in ihrem Ruhebedürfnis gestört werden. Denn für dieses Projekt mussten große Erdmassen bewegt, umgeschichtet und aufgefüllt werden. Die neue fast 500 qm große Naturfläche ist mit dem gestrigen Tage vornehmlich durch unseren Gärtner, Markus Thießen, unseren neuen Schöpfungsbeauftragten, Albrecht Ruech, und mit Unterstützung unseres afghanischen Mitarbeiters, Babur Shah Anwarzad, der seit der Flucht mit seiner Familie eine Projektstelle im Garten wahrnimmt, fertiggestellt worden. Unterstützt hat uns dabei der Naturgarten-Fachmann Eugen Sturmlechner aus Österreich – diesmal aufgrund der aktuellen Reisesituation leider nur telefonisch, der uns in den Naturgartenprojekten (Renaturierung weitestgehend lebloser Wiesenflächen) der vergangenen Jahre beraten und begleitet hat. Bei dieser Gelegenheit: Wie wahrscheinlich bei den meisten von Ihnen zu Hause hat es seit Wochen auf dem Arenberg nicht mehr geregnet. Die Erde reißt auf und wir beginnen jetzt schon damit, großflächig zu gießen. Dazu haben wir ein Bewässerungs-Patenprojekt aufgelegt, indem Mitarbeiter*innen und Schwestern uns bei der Bewässerung der Flächen ehrenamtlich unterstützen, während unser Gärtnerteam den Garten so in Schuss bringen und halten kann, dass Sie, liebe Gäste, wenn Sie wieder zu uns kommen dürfen, Ihre wahre Freude daran haben werden. So schade, dass Sie das Frühlingserwachen im Klosterpark nicht miterleben können. Es scheint, als streckten die vielen wunderbaren, im Herbst neu gepflanzten Verwilderungszwiebeln ihre Hälse auf der Suche nach Ihnen aus. Zu den Unternehmen, die uns spontan unterstützen, gehört auch das Steinmetzunternehmen Pabst aus Koblenz. Die Mitarbeiter haben begonnen, die Verfugungen des Plattenbelages vor dem Eingang Gästehaus aufzubereiten, obgleich die Firma eigentlich alle Hände voll zu tun hatte mit den städtischen Friedhofsarbeiten für die Kar- und Ostertage. Auch auf diese langjährige Geschäftsbeziehung ist in Krisenzeiten Verlass. Und wir sind ein weiteres Projekt angegangen, welches wir für 2020 eigentlich nicht mehr in Betracht gezogen hätten. Dieser Tage haben wir nach umfänglichen Vorplanungen die Ausführung von Hitzeschutzmaßnahmen für den Café- und Foyerbereich beauftragt (außenliegender Sonnenschutz an den großen Glasfronten im Cafébereich). Da es sich hierbei um Spezialkonstruktionen handelt, wo auch der vorbeugende Brandschutz eine gehörige Rolle spielt, waren umfängliche Planungsaufgaben erforderlich. Mit viel Glück können diese Arbeiten Ende April / Anfang Mai ausgeführt werden und schon in diesem Sommer wirken, der wieder heiß zu werden scheint. Unklar ist noch, ob die Lieferketten dies momentan zulassen.

Unser Gästehaus fordert nicht nur in den großen Themen heraus, auch die vermeintlich kleinen Dienste sind uns wichtig. Neben den größeren Investitionen haben wir in den ersten drei Wochen nach Schließung unser Gästehaus „auf Vordermann“ gebracht – fast ausnahmslos durch sehr tüchtige Frauen. So konnten die Mitarbeiterinnen der Hauswirtschaft alle Gästebereiche von Grund auf reinigen und die Fenster im ganzen Haus – soweit dies aus Sicherheitsgründen bei den großen Glasfassaden möglich war – selbst reinigen. Hierdurch konnten die Kosten für die frühjährliche Fensterreinigung, die ansonsten durch eine Fremdfirma durchgeführt wird, eingespart werden. Ähnlich verhält es sich mit Handwerkerleistungen. Malerarbeiten, für die wir normalerweise in der jährlichen 14-tägigen Schließungszeit auf eine Fremdfirma angewiesen sind, führen wir derzeit selbst aus. Unser Anstreicher, Robert Neusius, ist hier federführend. Die Streichung der Balkonbrüstungen, die nur in der wärmeren Jahreszeit erfolgen kann, haben wir nun in Angriff genommen. Diese Maßnahme hätte im Normalbetrieb die Schließung einzelner Gästezimmer erforderlich gemacht, da während der kurzen winterlichen Schließungszeit die Temperaturen keine Arbeiten im Außenbereich zulassen. Die Firma Künster, die uns immer wieder in den Elektroarbeiten unterstützt, stellte uns unkompliziert eine große Hebebühne zur Verfügung. Die tagelangen Ausfallkosten durch die Nichtvermietung aller Balkonzimmer zur Durchführung dieser Arbeiten sind uns erspart geblieben beziehungsweise dürfen den Kosten durch die Schließung kompensierend gegenübergestellt werden. Die Wäscherei kam endlich dazu, Vorhänge, Stores und vieles andere zu waschen, was im normalen Betriebsalltag oft auf der Strecke bleibt. Unser Seelsorgeteam und das Vitalzentrum haben sich an die Arbeit gemacht, Online-Angebote für unsere Gäste vorzubereiten. Die Seelsorge hält seit drei Wochen jeden Werktag einen Morgenimpuls für interessierte Mitarbeiter*innen in der Gästekapelle – unter Beachtung des nötigen Abstandes natürlich. So könnten wir aus allen Abteilungen des Gästebetriebes berichten, wie aufgearbeitet, gepflegt, gereinigt, gebetet, gewartet, repariert, geprüft, geplant, gekocht, gespült, verwaltet und leitungsseitig die Krise zu bewältigen versucht wird – in mancherlei Hinsicht nur von Tag zu Tag planend. Virusbedingt ist bislang einzig unser Vitalzentrum-Team zeitweise ausgefallen. Eine Kollegin wurde positiv auf SARS-Cov-2 getestet und in Folge das ganze Team als „Kontaktpersonen 1. Kategorie“ für 14 Tage in Quarantäne geschickt – zunächst noch als vorsorgliche Maßnahme von uns als Hausleitung, später kam dann auch die Anordnung durch die Gesundheitsbehörde. Auch vier Schwestern waren von der Quarantäne betroffen. Darunter Sr. M. Beatrix, die vielen von Ihnen bekannt ist. Bis auf die infizierte Kollegin sind alle davon Betroffenen, darunter auch zwei Schwestern unserer Pflegestation, symptomfrei geblieben - aus der Quarantäne entlassen und wohlauf. Der infizierten Kollegin geht es zunehmend besser, jedoch zeigt sich das Virus schon von seiner hartnäckigen Seite. Wir hoffen, dass auch Sie bald wieder ganz genesen sein wird. Das Team Vitalzentrum kehrte in der Karwoche nach und nach wieder in den Betrieb zurück, um dann schweren Herzens gleich wieder von der Hausleitung in angeordneten Überstunden- oder Urlaubsabbau geschickt zu werden.

Aus den geplanten Schließungszeiten bereits eingeübte Praxis ist, dass die Abteilungen untereinander behilflich sind. So helfen Jana Best vom Empfang und Martina Böhm vom Speisesaalteam im Garten, Kaplan Michael Toth mäht den Rasen, Dr. Martin Hofmeir und Oliver Reinhard aus dem Vitalzentrum helfen dem Technikteam bei den Malerarbeiten oder bei der Sortierung des Altpapiers. Die jungen Schwestern übernehmen Aufgaben im Konvent, damit die Mitarbeiterinnen dort endlich mal Überstunden abbauen können. Anders herum helfen Mitarbeiterinnen des Gästehauses – wenn bislang auch nur in geringem Umfang erforderlich - im Schwesternbereich mit. Eine Aufzählung ist hier nur auszugsweise möglich. Alle anderen Mitarbeiter*innen sind gleichermaßen gemeint und für ihren Einsatz gewürdigt. Apropos Überstunden: Selbstverständlich war eine der ersten Maßnahmen nach Schließung, dafür Sorge zu tragen, dass die Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen des Gästebetriebes vorrangig Überstunden abbauen konnten (dies war auch im Blick auf eine mögliche spätere Antragstellung auf Kurzarbeit zwingend erforderlich) und den Urlaub, der ohnehin im Rahmen der Jahres-Urlaubsplanung angedacht war, ungeachtet der Schließung und der Reisebeschränkungen antraten.

Jeden Tag treffen sich Geschäftsführung, Hausleitung, Abteilungsleitungen, Mitarbeiterinnen aus der Personalabteilung – wenn erforderlich, Kaplan Toth und – wenn organisatorisch abbildbar – auch ein Vertreter der Mitarbeitervertretung zu einem Jour fixe im großen Mariensaal, dessen Raumgröße das Einhalten der gebotenen Mindestabstände möglich macht. Bislang treffen Tag für Tag neue Informationen und Vorschriften ein, die die Kinderbetreuung in Betrieben, die Kurzarbeit in caritativen Einrichtungen, das Arbeitsrecht und neu gebotene Verhaltensregelungen betreffen, die mitzuteilen und deren Umsetzung miteinander zu besprechen sind. Immer wieder muss auch auf die Maßnahmen zum gegenseitigen Gesundheitsschutz hingewiesen werden. Mittlerweile ist es aber schon ein sehr gut eingeübtes Verhalten. Auch sind oder waren neben unserer Schneiderin, Schwester Marietta, einige Mitarbeiterinnen und die Kinder von Dr. Hofmeir dabei, meist im „Home-Office“, Mund-Nasen-Schutzmasken herzustellen. Zunächst haben wir unsere Pflegerinnen auf der Pflegestationen ausgestattet (medizinische Masken halten wir dort in Reserve), anschließend die Mitarbeiterinnen im Schwesternkonvent und nun werden die kontaktkritischen Bereiche im Gästehaus, die Ordensschwestern und schließlich alle Mitarbeiter*innen mit diesen Masken ausgestattet. So sind wir auch für den Fall gerüstet, dass es eine Masken-Tragepflicht geben wird.
Wir sind immer wieder überrascht, wieviel Zeit uns die organisatorischen Maßnahmen auch ohne Gästebetrieb im Jour fix abverlangen. Auch die Mitarbeiter-Cafeteria wird noch betrieben – allerdings unter strikter Einhaltung der gebotenen Abstände und Händedesinfektionsvorschriften. Dies nur ein kleiner Auszug aus dem Alltag des Gästebetriebes – leider ohne Gäste. Zwischenzeitlich sind unsere insbesondere seelsorgerischen Angebote während der Schließungszeit online. Uns bleibt derzeit leider nur diese Kontaktmöglichkeit, aber immerhin.

Neben den vielen Tätigkeiten, die aus unserer Sicht sinnvollerweise während der vergangenen knapp drei Wochen ausgeführt werden konnten, ist zu bedenken, dass wir die Versorgung des Schwesternbereichs weiterhin sicherstellen müssen. So haben wir aus Gründen der Risikominimierung (Ausfallgefahr des gesamten Küchenteams durch wechselnde Schichtbesetzungen) das Küchenteam geteilt. Im 14-Tage-Rhythmus versieht es – ununterbrochen – derzeit seinen Dienst. Ebenso leisten Wäscherei und Spülzentrale weiterhin ihren Dienst für den Schwesternkonvent. Das gilt auch für die Gebäudetechnik. Die alte, wenn auch in gutem Zustand befindliche Gebäudeinfrastruktur für die Ordensschwestern will auch während einer Corona-Krise repariert und gewartet sein. So benötigen wir derzeit zur Sicherstellung der Aufgaben innerhalb der Ordensgebäude und zur Sicherstellung der Versorgung der meist hochbetagten Ordensschwestern mehr Personal, als wir unter Normalbetrieb des Gästehauses für den Ordensbereich anteilig eigentlich vorhalten müssen. So kommt es auch, dass weniger Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit gehen müssen, als dies von der Einnahmesituation des Gästehauses eigentlich erforderlich wäre.

Wie geht es nun in der Kar- und Osterwoche weiter? Wenn wir eingangs unsere Entscheidung erläutert haben, unsere Mitarbeiter*innen auf absehbare Zeit sinnvoll und vor dem Hintergrund des enormen Ressourceneinsatzes (Personalkosten) weiter zu beschäftigen, so sind knapp drei Wochen vergangen, seit wir unser Gästehaus schließen mussten und unseren Mitarbeiter*innen diese Zusage machten. Versucht man die unterschiedlichen Verlautbarungen seitens der Politik und des Robert-Koch-Instituts zu deuten, so erscheint es eher unwahrscheinlich, dass wir unser Gästehaus am 20. April 2020 wieder werden öffnen dürfen. Dennoch nehmen wir Buchungen ab diesem Zeitpunkt noch entgegen; Risiken durch eine Stornierung bestehen für unsere Gäste ja nicht (s. hierzu auch den Link „Reservierungen/Storno“). Selbst für den Fall einer Öffnung des Gästehauses ab 20. April ist nicht damit zu rechnen, dass von jetzt auf gleich eine solche Belegung wird erzielt werden können, dass wir alle unsere 83 Mitarbeiter*innen, die maßgeblich für den Gästebetrieb tätig sind, von Anfang an genügend beschäftigen können bzw. die Einnahmensituation bei vergleichsweise niedriger Belegung dies wirtschaftlich zuließe. So haben wir uns als Geschäftsführung bereits Anfang der vergangenen Woche dazu durchringen müssen, zeitnah Kurzarbeit zumindest für einen Teil unserer Mitarbeiter*innen zu beantragen. Leichter gesagt, als getan. Eine solche Entscheidung erfordert in vielerlei Hinsicht Maßnahmen, Gespräche, Fristeinhaltungen und nicht zuletzt Verhandlungen mit der Mitarbeitervertretung (MAV), die der Einführung von Kurzarbeit grundsätzlich zustimmen muss. So wurden unsere Mitarbeiter*innen Freitag vergangener Woche über die Absicht der Einführung von Kurzarbeit informiert. Zuvor hatte die MAV diesem Anliegen grundsätzlich zugestimmt – vorbehaltlich detaillierter Regelungen im Rahmen einer Dienstvereinbarung. Am 6. April haben wir unkompliziert und vertrauensvoll eine Dienstvereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit gegenseitig unterzeichnen können. Bereits vor Verhandlungsbeginn gaben wir als Geschäftsführung bekannt, dass – zunächst gültig für den Monat April 2020 – das Kurzarbeitergeld von 60% bzw. 67% auf 80% aufgestockt werde – dies zu unseren Lasten. Weiter boten wir an, dass auf unkonventionelle Weise eine Lösung für den Fall gesucht wird, dass eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter finanzielle Probleme durch die Absenkung des Nettogehaltes nach Aufstockung auf 80% hat, selbstverständlich unter Wahrung größtmöglicher Vertraulichkeit. Uns ist bewusst, dass die Mitarbeiter*innen in den sogenannten „Niedriglohngruppen“ auf jeden Cent angewiesen sind. Auch deshalb, weil viele Mitarbeiter*innen nur in Teilzeit, oft nur mit wenigen Stunden, arbeiten können. Nicht zuletzt boten wir der Mitarbeitervertretung an, dass Mitarbeiter später im Monat oder im Jahr geplanten Erholungsurlaub auch vorziehen könnten, um auf diese Weise individuell den Beginn der Kurzarbeit hinauszögern und das volle Gehalt sichern zu können. Gleichwohl sind wir vereinzelt wegen Entfalls der Arbeit auch nicht umhingekommen, für ein paar wenige Tage bis zum Beginn der Kurzarbeit Erholungsurlaub anzuordnen. Viele Mitarbeiter*innen müssen wir zu 100 Prozent in Kurzarbeit schicken, deutlich weniger können noch einen Teil ihrer vertraglichen Wochenstunden arbeiten. Ob wir die Aufstockung zur Kurzarbeit für den Monat Mai auch werden leisten können, müssen wir noch prüfen. Einige Mitarbeiter*innen werden weiterhin im Rahmen ihrer normalen Wochenarbeitszeit bei uns direkt beschäftigt sein.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass wir durch die sehr verzögerte Beantragung von Kurzarbeitergeld – wirksam voraussichtlich vier Wochen nach Schließungsanordnung, durch die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent des Nettogehaltes, durch die zusätzliche Abfederung persönlicher Härten sowie die Möglichkeit, Jahresurlaub in den geplanten Kurzarbeitszeitraum vorzuziehen, alles in unseren Möglichkeiten stehende getan haben, um die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise für den einzelnen Mitarbeiter – zumindest bis heute – auf ein sehr geringes Maß zu reduzieren. Mit diesen Maßnahmen werden wir alle unsere heutigen Mitarbeiter*innen, bis auf eine einzige Kündigung in der Probezeit, weiter an uns binden können – so hoffen wir. Wie lange wir dies vermögen, lässt sich derzeit natürlich nicht sicher sagen.

In der Karwoche wurden also noch Überstunden abgebaut und geplanter Urlaub angetreten, das Seelsorgeteam wird nach Veröffentlichung unserer Online-Angebote wohl einer steigenden Nachfrage gerne entgegensehen, unser Technikteam und die Fremdhandwerker werden weiter notwendige Arbeiten ausführen, das Empfangsteam am Karsamstag und am Ostermontag Ihre Reservierungen / Stornierungen entgegen nehmen, um dann wieder ab Osterdienstag dauerhaft für Sie da zu sein. Die Mitarbeiter*innen auf der Pflegestation und Jutta Erkelenz, die für Sauberkeit in diesem Bereich sorgt, werden weiter für die pflegebedürftigen Schwestern gute Sorgende sein. Jutta Pelzer aus der Personalabteilung – verstärkt durch Stephanie Schmitz vom Empfang (von ihrer „Grundausbildung“ Personalfachfrau) werden unsere Verwaltungsleiterin, Beate Hierold, in den jetzt notwendigen Arbeiten insbesondere im Zusammenhang mit der Kurzarbeit unterstützen, unsere Damen in der Finanzbuchhaltung werden weiter buchen – wenn auch keine Gastrechnungen mehr. Die Hauswirtschaft wird dafür Sorge tragen, dass nach und nach die von unseren eigenen Handwerkern oder von Fremdhandwerkern fertiggestellten Bereiche wieder gründlich gesäubert werden. Unsere Handwerker werden die technische Prüfung elektrischer Geräte, derer es viele hundert in unserem Gästebetrieb gibt, fortsetzen. Auch die Einpflege von Öl auf dem Parkettboden ist vorgezogen und gerade fertiggestellt worden. Unsere FÖJler (Freiwilliges Ökologisches Jahr) haben die Kräuterwerkstatt malerisch kreativ verschönert und den Tischschmuck im Klostercafé arrangiert, so, als würden Sie, unsere Gäste, jeden Tag erwartet. Unsere Gärtner werden allesamt voll beschäftigt bleiben, niemand aus diesem Team wird Kurzarbeit antreten. Denn Sie würden das Klostergelände nicht wiedererkennen, wenn wir in der Hauptwachstumsphase auch nur zwei Wochen die Arbeit einstellen würden. Auch die Projektstelle, die unser afghanischer Mitarbeiter innehat, wird – zumindest vorläufig - nicht angetastet, da seine Arbeitskraft dringend benötigt wird. Unser Team im Vitalzentrum wird leider überwiegend von Kurzarbeit betroffen sein, ebenso unsere Mitarbeiterinnen vom Empfang und viele Mitarbeiterinnen aus den hauswirtschaftlichen Diensten. Für unseren neuen Schöpfungsbeauftragten ergibt sich durch die Corona-Krise jedoch nicht weniger sinnvolle und notwendige Arbeit. Die Erfordernisse der Natur stehen nicht still, auch wenn die Corona-Krise durch die Reiseeinschränkungen und den geringeren Verbrauch fossiler Energieträger eine kleine Atempause verschafft. Der Klosterpark ruft geradezu danach, die Lebensräume für eine hohe Artenvielfalt zu erweitern. Küche, Wäscherei und Spülzentrale werden in geringerer Besetzung weiter für die Versorgung des Schwesternkonventes sorgen und die Mitarbeiterinnen der Pflegestation für unsere Pflegebedürftigen da sein.

Anfang der Osterwoche wollen sich die Bundesregierung und die Länderminister*innen dazu äußern, wie sie die aktuelle Lage der SARS-CoV-2-Epidemie in Deutschland einschätzen und welche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sie beibehalten, verstärken oder schrittweise wieder zurücknehmen wollen. Wir erhoffen eine Aussage dazu, ob das Verbot für Beherbungsbetriebe, Übernachtungsmöglichkeiten zu „touristischen Zwecken“ anzubieten, zum 20. April 2020 unter Auflagen aufgehoben wird oder bestehen bleibt. Zu dem Zeitpunkt, da das Beherbergungsverbot aufgehoben würde, ist damit zu rechnen, dass es Auflagen geben wird, die insbesondere die noch gebotenen Abstandsregeln einfordern und Versammlungsverbote beinhalten. So ist vorstellbar, dass nur noch ein Gast, allenfalls zwei Gäste an einem Tisch im Speisesaal oder im Klostercafé sitzen dürfen, dass es in der Meditation oder den Impulsen in der Gästekapelle zu Teilnehmerzahl-Beschränkungen kommt oder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Wie verfahren werden sollte, wenn ein Gast während des Aufenthaltes oder unmittelbar danach positiv getestet würde, bleibt abzuwarten, ebenso in Bezug auf unsere Mitarbeiter*innen. Derzeit gehen wir jedoch davon aus, dass das Verbot für Beherbungsbetriebe nicht zum 20. April 2020 aufgehoben wird. Österreich hat angekündigt, ab der Osterwoche bestimmte Maßnahmen zu lockern oder ganz aufzuheben. Hotels betreffend kündigte der österreichische Bundeskanzler Kurz jedoch an, dass die Aufhebung des Beherbungsverbotes für „frühestens Mitte Mai“ zu erwarten sei. Unsere Annahme ist, dass die deutschen Empfehlungen sich in eine ähnliche Richtung bewegen werden; die Ministerpräsidenten von NRW und Bayern zeichnen in Stellungsnahmen bereits ein entsprechendes Bild. Auch die Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Gründonnerstag weisen in diese Richtung.

Aus dieser Lagebeurteilung heraus haben wir unsere Gästezahl vorsorglich bis Ende Mai auf die Zahl 50 begrenzt, um mögliche Abstands- und Versammlungsauflagen auch erfüllen zu können; gegebenenfalls werden wir dies bis Ende Juni ausweiten. Sollten die Auflagen es zulassen, wieder mehr Gäste aufzunehmen, werden wir selbstverständlich sofort reagieren. Wir empfehlen jedoch, sich ggf. auf eine Warteliste setzen zu lassen, die wir der Reihe nach abarbeiten werden. Diese Vorgehensweise hätte abermals wirtschaftliche Konsequenzen, da die hohen Fixkosten sich nicht mit einer Auslastung von nur 50 oder 60 Prozent decken lassen. Einzige Möglichkeit scheint derzeit, diese Situation über eine schrittweise Aufhebung der Kurzarbeit in den Griff zu bekommen, falls die Voraussetzungen für Kurzarbeit auch unter veränderten Rahmenbedingungen noch gegeben sind. Unsere aktuellen Übernachtungspreise haben wir auf Grundlage einer Belegungsquote von 75 Prozent kalkuliert, was für die letzten Jahre ein durchaus realistischer Wert war.

An dieser Stelle auch denjenigen Gästen, die uns eine Spende zukommen ließen, ein ganz herzliches Dankeschön. Mit der Ausstellung der Spendenbescheinigung bitten wir noch um etwas Geduld. Ebenso noch um etwas Geduld möchten Sr. M. Scholastika (ich glaube, das in ihrem Namen schreiben zu dürfen) und ich Sie hiermit bitten, sollten Sie eine Rückmeldung auf eine E-Mail, Briefpost oder eine andere Form der Kontaktaufnahme warten. Wir tun unser Möglichstes, um unserer Wertschätzung auf Ihre Grüße hin einen persönlichen Ausdruck zu verleihen, benötigen hierfür aber noch etwas Zeit.

Bevor ich zum vorläufigen Schlusswort komme, noch ein kurzer Ausflug zu unserem Pflegeheim „Vincenzhaus“ in Oberhausen (NRW), in dem wir 118 pflegebedürftigen Bewohner*innen, davon derzeit 16 Ordensschwestern, pflegen, versorgen und betreuen. Bislang ist noch keine Bewohner*in nachweislich an Covid-19 erkrankt. Zwei Verdachtsfälle in der vorvergangenen Woche haben sich – Gott sei Dank – nicht bestätigt. Einrichtungs- und Pflegedienstleitung treffen jedoch vorsorgliche Maßnahmen, um einem Ausbruch dieser Krankheit so gut wie möglich entgegenzuwirken. Auch ist man darauf eingestellt, sollte eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachweislich auftreten, entsprechend zu reagieren. Für unsere Verantwortlichen vor Ort ist die ständige Ungewissheit und Sorge, wie es tatsächlich um die Gesundheit der Bewohner*innen und der Mitarbeiter*innen in Sachen von Covid-19 steht, sehr belastend. Nun endlich scheint seitens der Politik und der allgemeinen Öffentlichkeit den Mitarbeiter*innen in der Pflege und auch den in anderen Berufsgruppen Beschäftigten in Pflegeheimen und Krankenhäusern endlich der Stellenwert im Dienst an der Gesellschaft und am konkreten Menschen deutlicher ins Bewusstsein gerückt. Ihnen werden wir hoffentlich auch nach Überwindung dieser Krise noch in gebührender Weise zu danken wissen. Uns als sozialem Träger ist das natürlich keine neue Erkenntnis. Und trotzdem oder gerade deshalb sei an dieser Stelle unseren Leitungen und Mitarbeiter*innen in unserem Vincenzhaus in Oberhausen wie auch denen auf unserer Pflegestation im Mutterhaus ein besonders herzliches Dankeschön zugerufen.

Trotz aller Unwägbarkeiten sehen wir optimistisch in die Zukunft. Hoffentlich haben Sie trotz aller sachlichen Darstellungen dieser Information auch entnehmen können, dass wir gar nicht darauf eingestellt sind, den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten. Nein, wir haben sogar noch investiert und sind dabei, unser Haus und den Klosterpark in dem Zustand zu erhalten, wie Sie diese erfahren durften. Und nein, ohne unsere Gäste ist nicht alles doof (hier knüpfe ich an ein Video von Sr. M. Ursula an, sollte Ihnen das noch nicht aufgefallen sein – s. auf unserer Krisen-Sonderseite), vieles natürlich, aber vielleicht darf aus all dem Geschehenen und selbst der Tragik der Situation auch nachhaltig Gutes erwachsen. Wir vermögen es derzeit wahrscheinlich nur schwer zu erkennen, aber ich hoffe darauf. Und so freuen wir uns darauf, wenn wir Sie zwar nicht gleich wieder in die Arme nehmen (was ja sowieso die Ausnahme ist), Ihnen aber bald schon mit An-Sehen wieder begegnen dürfen. Das wird ein Fest ... irgendwie gefühlt wie vor knapp 17 Jahren, als wir neu die Pforten des Gästehauses öffneten.

Ihnen, trotz der besonderen Situation, frohe und gesegnete Ostertage.

In Verbundenheit,

Bernhard Grunau

 

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 Grußwort der Hausleitung Kloster Arenberg vom April 2020

Sehr geehrte, liebe Gäste von Kloster Arenberg, liebe Freunde*innen, liebe Besucher*innen unserer Homepage,

aus einer räumlichen Distanzsituation heraus senden das Team von Kloster Arenberg, Mitarbeiter*innen und Schwestern, Ihnen einen sehr herzlichen Gruß. „Social Distance“ wollen wir nicht betreiben, wir möchten zumindest ein wenig, den Möglichkeiten entsprechend, mit Ihnen in Kontakt bleiben.

Nachdem auch wir seit der behördlich angeordneten Schließung des Gästehauses am 18. März 2020 zunächst Zeit benötigten, um uns zu sortieren und die nötigsten Dinge zu organisieren, sind wir in der vergangenen Woche dazu gekommen, uns Gedanken zu machen, wie wir unserer Verbundenheit mit Ihnen in dieser besonderen Zeit Ausdruck verleihen können.

Viele Gäste haben uns in den letzten Wochen ihre so liebenswerten Gedanken geschenkt, haben uns so viel Wertschätzung für unser Tun in Kloster Arenberg zum Ausdruck gebracht. Auch die vielen Reaktionen auf die von uns praktizierte Stornoregelung während dieser Zeit haben uns darin bestätigt, dass die Entscheidung, bereits schon Wochen vor der Schließung und bis auf Weiteres auf Stornokosten zu verzichten, richtig war. Aber auch die generelle Sorge so einiger Gäste, wie es wohl mit dem Gästehaus weitergeht, wie unsere Einrichtung diese Krise gut überstehen kann, hat uns tief beeindruckt. Sei es in Form von Briefen, E-Mails oder über Social-Media-Kanäle. Sie dürfen uns glauben: Sie haben uns damit eine wirklich große Freude bereitet, Ihre Sorge berührt uns sehr.

Das eine oder andere werden Sie vielleicht auch zwischenzeitlich vom Arenberg mitbekommen haben, denn die „jungen Wilden“ unter unseren Schwestern sind fleißig am bloggen: www.op-schreibt.de
Ergänzend zu diesen bestehenden Social-Media-Kontakten erhalten Sie nun für die Übergangsphase bis zur Wiedereröffnung des Gästehauses von Kloster Arenberg Online-Informationen darüber, was gerade bei uns geschieht und wo aktuell die Reise hingeht. Aber vor allem ist es uns wichtig, mit Ihnen „im Geiste unseres Hauses“ in Kontakt zu bleiben; unser Seelsorgeteam hält für Sie entsprechende Online-Angebote bereit, die Sie auf diesen Sonderseiten finden können.

Dankbar schauen wir darauf, dass uns auf dem Arenberg die Corona-Krise bislang im Wesentlichen nur materiell erwischt hat. Bei bislang nur einer Mitarbeiterin wurde eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 diagnostiziert; ihr geht es den Umständen entsprechend soweit gut. Einige Schwestern und Mitarbeiter*innen, die als Kontaktpersonen „1. Kategorie“ identifiziert werden
konnten, wurden in Folge dessen von uns in freiwillige, später in behördlich angeordnete Quarantäne geschickt; auch Ihnen geht es soweit gut.  Einen Überblick, mit welchen Dingen und welchen Gedanken wir uns derzeit konkret beschäftigen, finden Sie in einer gesonderten Information ebenso auf diesen Sonderseiten.

Denken wollen wir jedoch auch an diejenigen, die Gefahr laufen, im Zuge der Corona-Pandemie in Vergessenheit zu geraten, deren Nöte und Leid nicht kleiner geworden sind.

So wünschen wir auch Ihnen, dass Sie an Leib & Seele gesund und behütet bleiben mögen. Wir freuen uns schon so sehr darauf, Sie wieder in unserem Hause begrüßen zu dürfen.

Von Herzen mit Ihnen verbunden – auch stellvertretend für das ganze Team von Kloster Arenberg,

Ihr(e)

Bernhard Grunau          Schw. M. Beatrix Locker OP
Hausleitung                                           

 

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