Zwei Flugstunden von Daheim
finde ich mich erschöpft am Eingang einer Kirche
und höre die Hymne zum Heiligen Jahr in fremder Sprache.
Die mir bekannte Melodie lädt mich zum Mitsummen ein.
Das Bekannte, vertraut geworden, ist mir wie ein Daheim.
Eine Frucht dieses Heiligen Jahres.

Zwei Flugstunden mit den Gedanken
finde ich mich in dem Oktober-Gedicht von Erich Kästner mit seinen großen Farben.
"Geh nur weiter, bleib nicht stehn."
Mehrmals lädt er ein, das Ziel nicht aufzugeben.
Das Ziel, vertraut geworden, ist mir wie ein Daheim.
Eine Frucht dieses Jahres.

Zwei Flugstunden mit der Erinnerung
finde ich mich in alten Erfahrungen und Gefühlen
und verstehe heute, dass etwas gut geworden ist.
Reif ist es und darum leicht zu genießen.
Die Situation von damals wird mir wie ein Daheim.
Eine Frucht dieses Jahres.

Im Erntedank des Oktober kann so vieles stecken.
Die Frucht der Erde, das tägliche Brot.

Auch neues Verstehen
des Menschen, des Lebens, meiner selbst.

Und es will wie ein Daheim werden.
In dem ich leben kann.

Eine Frucht dieses Jahres.

Gott sei Dank!