Drei Fragen an Schwester M. Andrea Pütz von den Dominikanerinnen im Kloster Arenberg


Andrea Pütz ist Physio-
und Entspannungs-
therapeutinund bietet
pastoralpsycho-
logische Begleitung an.




In der neu angelegten Parkanlage gibt es viel zum Entdecken, zum Beispiel das Labyrinth.


Wodurch unterscheiden sich Ihre Angebote im Kloster Arenberg von denen eines modernen Wellnesshotels?

Wir bieten keinen Wellnessurlaub im klassischen Sinn. Es geht uns vielmehr darum, Wellness als ganzheitliches Konzept zu sehen. Es geht um die Stärkung von Körper, Geist und Seele. Unser Wellnessverständnis ist geprägt vom biblisch-christlichen Menschen-und Gottesbild. Wir glauben, dass man nur mit allen Sinnen zu neuer Vitalität gelangt. Vitalität ist hier aber mehr als Gesundheit, Vitalität ist für uns Lebendigkeit und Lebensfreude, ist Lebenslust, die das Leben bejaht - so wie es ist, mit all seinen Facetten und Farben. So gehören, neben den
 Angeboten für den Körper, auch spirituelle Angebote für die Seele und kulturelle Angebote für den Geist zu unserem Konzept.

Was suchen Menschen, die zu Ihnen kommen?

Kloster Arenberg ist ein Ort für Menschen, die Stille und Ruhe suchen, für Menschen, die Ihre Mitte (Gott) suchen, für Menschen, die ihr Herz öffnen möchten, für Menschen, mit leidvollen Erfahrungen, für Menschen, die ihren Glauben neu entdecken oder vertiefen möchten, für Menschen, die mit Körper, Geist und Seele in Einklang kommen möchten - das alles in einem zeitgemäßen Ambiente.

Wie gelingt es der Gemeinschaft der Arenberger Dominikanerinnen, „traditionelles Klosterleben" mit den Ansprüchen eines modernen Hotelbetriebes in Einklang zu bringen?

Das Anliegen unserer Gründerin - notwendendes, heilendes Dasein für den je konkreten Menscheln ist die Grundhaltung christlichen Lebens - ist die Tradition, der wir uns verpflichtet fühlen. Diese Tradition haben wir mit Kloster Arenberg in unsere Zeit übersetzt. Die Not der Menschen heute ist eine ganz andere als zur Zeit unserer Gründerin (1870). Unsere Gemeinschaft versucht mit dem Gästehaus auf die Nöte unserer Zeit eine Antwort zu geben und gleichzeitig der Tradition und dem Gemeinschaftsleben treu zu bleiben. Viele Schwestern die aus Altersgründen, nicht mehr im Gästehaus mitarbeiten, unterstützen unsere Arbeit mit ihrem Gebet und mit der Aufmerksamkeit für die Menschen, die unsere Gäste sind.