Domminikanerinnen Kloster Arenberg in Koblenz

Nach Brandschaden neue Räume mit erweitertem Angebot sowie Neugestaltung der Mutterhauskirche.


In der Kräuterei werden die heimischen Kräuter zu Tee verarbeitet und im hauseigen Teeladen zum Verkauf angeboten



Schwester Josefa (mitte) beim Ausbreiten der Kräuter aus dem heimischen Garten



Nach der letzten Neugestaltung der Mutterhauskirche wurde der Innenraum in zwei Bauabschnitten renoviert

Bereits im Januar wurde mit einem „Tag der offenen Tür“ die Wiedereröffnung des am 21. September 2005 durch einen Groj3brand beschädigten Dominikushauses der Dominikanerinnen im Koblenzer Stadtteil Arenberg gefeiert. Bei Schweißarbeiten im Dachstuhl war das Haus in Brand geraten und bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Dabei wurden die "alte Schule“ und die Kräuterei vernichtet. (Wir berichteten am 21. Januar 2007).

Nach dem Wiederaufbau, der auch eine veränderte Raumaufteilung und Nutzung beinhaltete ist heute die Kräuterwerkstatt im Haus Dominikus offiziell um einen Kreativraum reicher:

Dort erwartet die Gäste ein erweitertes Spektrum mit neuen Angeboten, das nach Aussage von Schwester Angelina sukzessive weiterentwickelt werden soll. Ob alleine oder auch als Gruppe -mit Keramik, Holz oder Papier bis hin zur Seidenmalerel - hier kann jeder Gast seiner Kreativität nachgehen und somit auch im Urlaub dem lieb gewonnenen Hobby frönen. Modellieren, Laubsägearbeiten oder Serviettenringe fertigen: Das breit gefächerte Angebot ist ganz auf die Interessen der Gäste abgestimmt, die in einem Fragebogen über ihre Zufriedenheit Auskunft geben können.

Im Obergeschoss des Dominikushauses leitet Schwester Josefa in der „alten Schule“ die Kräuterei. Nach dem Bewirtschaften des benachbarten Kräutergartens wurde ein großer Raum eingerichtet um nach der Ernte die heimischen Kräuter zu Tee zu verarbeiten: Diese werden von den Schwestern und interessierten Gästen handverlesen, geschnitten und für den Eigenbedarf und den Verkauf im hauseigenen Teeladen verpackt. Der durchschnittliche Jahresertrag an getrockneten Kräutern beläuft sich auf ca. 350 kg. Die Teemischungen in 50 g Packungen beinhalten bis zu acht verschiedene Kräuter in fünf Sorten, wie der beliebte „Haustee-Spezial oder „Gute-Laune-Tee“.
Seit dem letzten Sommer wird das Angebot ergänzt um Kräuteressig, Öle und Kräuterlikör.
Während die Schwestern im Sommer den Garten pflegen, wird vorwiegend im Winter in der Kräuterei gearbeitet.

Infos zu den heimischen Kräutern erhalten die Gäste jeweils mittwochs morgens.

Im Zuge der Bauarbeiten wurde nach Aussage von Schwester Josefa ein neuer Bereich eingerichtet, das „Projekt Ordensgemeinschaft“.
Seit Ende letzten Jahres teilen sich drei Schwestern das Ordensieben mit bis zu fünf Personen. Von acht Tagen bis zu sechs Monaten können hier Männer oder Frauen auf der Suche nach Spiritualität in einer „Lebensorientierung“ eine Aus-zeit verbringen.
Angesprochen sind hier allerdings nicht die üblichen Hausgäste. Neben den einfach eingerichteten Einzelzimmern und Etagendusche gibt es einen Meditationsraum und im Erdgeschoss den groj3en Aufenthaltsraum mit Küche und Sitzgruppen. Die Mahlzeiten werden gemeinsam zubereitet.Im Zuge dieser Bauarbei­ten erfolgte auch eine Neu­gestaltung der Mutterhaus­kirche. Die letzte Umgestal­tung erfolgte 1962. So wurde der Innenraum im vergange­nen Jahr im Zuge der Reno­vierung in zwei Bauabschnit­ten verändert.

Klosterkirche renoviert

Der erste Abschnitt bein­haltete Arbeiten im Schiff und der Sakristei der rechten Seite und der nachfolgende Bauabschnitt Schwesternchor und die Sakristei auf der linken Seite:

Dabei musste die alte Heizungsanlage ebenso wie die Heizkörper entfernt werden, um eine neue Fußbodenheizung einzubauen. Zur Neugestaltung des Altarraumes wurden die Seitenaltäre und die Kommunionbank entfernt, ein neuer Bodenbelag aus Steinzeug verlegt, die Elektrik einschließlich Liedanzeiger und Beleuchtung erneuert. Auf3erdem erfolgte die Erneuerung der Oberlichtverglasung und der Einbau einer Wärmedämmung im Dachraum. Einer neuen Windfanganlage am Haupteingang und der Sanierung der Sanitäranlagen in der Sakristei folgte die farbliche Fassung des Innenraumes. Dabei entschied man sich für eine Kombination aus Ocker, Weiß und Grau. Eine künstlerische Neugestaltung ‘erfuhr der Chorraum, indem auch Tabernakel und Kreuz optisch betont in den Mittelpunkt des Kirchenraumes gerückt wurden. Für den Kirchenmaler Günter Daniel wird damit die Auferstehung Christi symbolisiert.

Die Planung von Brandschaden und der Neugestaltung der Mutterhauskirche der Dominikanerinnen hatte das Architekturbüro BHP aus Koblenz (Bauleitung Witold Schüller)