Auftanken in einem Kloster

Bei den Dominikanerinnen in Koblenz findet Regina Wedding Ruhe.

Text: Regina Wedding


Die Dominikanerinnen verstehen es, eine Oase
der Ruhe und Besinnlichkeit zu schaffen.




Regina Wedding ist
stellvertretende
Bürgermeisterin Erkraths.




Regina Wedding wird oft zu den
gastfreundlichen Orden:
Schwestern zurückkehren.

ARENBERG
Das Kloster Arenberg ist eine Oase für Körper und Seele.
Vergangenes Jahr bin ich im Juli für eine Woche bei den Dominikanerinnen in Koblenz gewesen. Diese eine Woche war, wie drei Wochen Urlaub.
Dieser Aufenthalt im Kloster, ein Geschenk meines Ehemannes, ist für mich sehr beeindruckend gewesen. Statt Trubel und Termine hatte ich Ruhe pur: Begegnungen mit Menschen, Meditation, Zeit zum Nachdenken, Erkenntnisse vertiefen.

Im Schloss Arenberg kann ich Kontakte knüpfen, wenn ich möchte, kann aber auch allein bleiben. Hier kann man machen, was man möchte, man muss nicht irgendwo mitmachen, es ist alles freiwillig. Die Teilnahme an den „Impulsen in den Tag“ morgens um 7.30 Uhr in der schlichten Klosterkapelle im sechsten Stock war für mich besonders wertvoll.
Musik von Herbert Grönemeyers CD „Mensch“ ummalten diese Impulse in
dieser Woche. Als erstes habe ich mir dann zu Hause diese CD gekauft.
Ich höre sie noch heute immer wieder gern, da ich dadurch an die schöne Zeit im Kloster Arenberg erinnert werde. Erholen, Erkenntnisse vertiefen, Begegnungen mit Menschen - das waren die wertvollsten Erkenntnisse für mich.

Aber auch der „Luxus“ kam nicht zu kurz:
Schwimmen im Kloster-Schwimmbad, Aroma-Massagen, Tau-Treten, gute Gespräche und wenn man wollte, beim Essen im Speisesaal nach Ertönen eines Gongs „Schweigen“. Das war zuerst gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Tagen war auch das Erholung.

Ohne Fernseher und Radio
Die schönen Zimmer im Kloster haben keinen Fernseher und Radio. Aber das brauchte man bei all den Eindrücken nicht: Nachmittags Cappuccino im Kloster-Kaffee, abends im Kloster-Keller ein Glas Rotwein, bei guten Gesprächen, Mitfeier der Heiligen Messe, ausgedehnte Spaziergänge im riesigen Kloster- und Kräutergarten, all das hat bleibende Eindrücke bei mir hinterlassen. Ich habe in dieser Zeit Werte neu schätzen gelernt. Der Klosteraufenthalt war eine große Bereicherung für mich.
Ich werde, jedenfalls versuchen, einmal im Jahr für eine Woche in das Kloster zu fahren. Ich freue mich schon sehr darauf, demnächst wieder eine Woche Gast bei den Dominikanerinnen zu sein. Ich werde wieder allein fahren. Und im Herbst werde ich dann gemeinsam mit meinem Mann Urlaub an der Ostsee verbringe.