Himmlische Auszeit

Deutschlands schönste Klöster öffnen ihre Pforten für alle, die Ruhe
suchen. Sieben göttliche Ziele zum Kraftschöpfen und Besinnen


Von KAI RIEDEMANN
Fotos: Joachim Storch; Kloster Arenberg

Manchen Zauber kann man nicht erklären. Wer zum ersten Mal ein Kloster betritt, fühlt sich zurückversetzt in eine andere Welt Wo ist die Hektik? Wo ist der Lärm des Alltags? Sogar in Abteien, die längst keine Nonnen oder Mönche 1 mehr beherbergen und nur noch als Baudenkmäler dienen, spüren Besucher diese einzigartige Atmosphäre. Vielleicht sind es auch die jahrhundertealten Mauern, die den Stress fernhalten. Einfach mal Stille genießen, die Seele baumeln lassen und wieder Kraft schöpfen.
Die meisten Klöster haben sich Besuchern geöffnet und bieten Stunden der Besinnung und Begegnung. In kleinen Läden kann man kaufen, was die Schwestern und Brüder herstellen - vom Klosterlikör aus Frauenwörth bis zum Kräuterbrot aus St Marienthal. Und wer in dieser Abgeschiedenheit Urlaub machen möchte, kann oft im Gästehaus übernachten und am geistlichen Leben teilnehmen (siehe auch S. 31). Eine uralte Tradition. Schon der heilige Benedikt (480-547) hielt in seinen Regeln fest: „Nehmt jeden so auf, als sei es Christus selbst"

Kloster Arenberg Rheinland-Pfalz
Erholen, begegnen, heilen. Getreu diesem Motto heißen die Dominikanerinnen ihre Gäste im Wallfahrtsort willkommen. Besucher finden Ruhe hinter historischen Mauern, schlendern durch den Klosterpark (re.) oder genießen Massagen und Kneippbäder. Ein Wellnesshotel? Viel mehr! Jeder Gast ist eingeladen, etwa an den Gebetszeiten der 65 Schwestern teilzunehmen.