DAS BESONDERE

Was ist das Herzensanliegen von Schwestern und Mitarbeitenden? Was lässt so manchen Gast sagen, dass er hier mehr bekommen hat als erwartet?


Herzlichkeit und Offenheit

Wir wollen den Menschen, die zu uns kommen, herzlich begegnen und ihnen großes Wohlwollen entgegenbringen. In unserem Leitbild haben wir formuliert:

Jeder Gast – gleich welchen Glaubens und welcher Lebenssituation – soll sich in seinem Suchen und Fragen, in seinen Hoffnungen und Ängsten verstanden, angenommen und aufgenommen wissen.

Herzoffenheit scheint das Kostbarste zu sein, was wir unseren Gästen geben können. Das lesen wir immer wieder in Briefen und E-Mails und in unserem Gästebuch:

Ich kam (mit Skepsis)
Ich sah (mit Erstaunen und Freude)
Sie – die Schwestern und auch die Mitarbeiter – siegten
mit Ihrer unaufdringlichen Herzlichkeit.

 

Leib und Seele

Als Christen würdigen wir den ganzen Menschen – auch in seiner Leiblichkeit. Es ist unser Anliegen, Ihnen Erfahrungen zu ermöglichen, die Leib und Seele in Einklang bringen:

Der Duft von Rosenöl bei der Massage, die Wärme des Kräuterstempels auf der Haut, sich tragen lassen vom Wasser des Schwimmbads, beim Nordic Walking den eigenen Herzschlag wahrnehmen, in der Sauna gesund schwitzen, beim Qi Gong den Leib in Harmonie erfahren, mit Leib und Seele meditieren, mit allen Sinnen durchs Labyrinth schlendern...

In diesen berührenden Augenblicken ist der Leib in der Seele zu Hause und die Seele ist im Leib daheim.

Besonders gut getan hat mir die Kombination aus körperlicher und geistiger Entspannung, dass man immer die Möglichkeit hatte, in schöner Umgebung zu beten. In meinen bisherigen Urlauben hatte Gott dann auch immer Urlaub. (aus einem Gästefragebogen)

 

Freiheit und Vielfalt

Unser ganzheitliches Konzept spricht Jung und Alt, Männer und Frauen sowie Menschen an, die unterschiedliche Erfahrungen mit Glauben und Kirche gemacht haben. Daher bieten wir Ihnen ein sehr
vielfältiges Programm und legen großen Wert auf Freiheit.

So heißt es in unserem Leitbild:

Bewusst achten wir auf die Freiheit jedes Einzelnen. Die vielfältigen Angebote unseres Hauses verstehen wir als Anregungen und Ergänzungen für die individuelle körperliche und seelische Erholung.

Die Wertschätzung des vielfältigen Angebotes und die wohltuende – hinter Klostermauern oft nicht vermutete – Freiheit kommen in der Erfahrung vieler Gäste zum Ausdruck:

Das Gefühl, machen zu können, aber nicht machen zu müssen, beruhigt mich zutiefst.
(aus einem Gästefragebogen)

 

Für sich sein und Begegnung

In Kloster Arenberg möchten wir auch denen Raum geben, die ganz für sich sein wollen.
Ebenso wichtig ist uns, gute Begegnungen und den Austausch mit anderen zu ermöglichen.

Ein Beispiel für diese Wahlfreiheit sind die Mahlzeiten. So gibt es einen Speiseraum, in dem gesprochen wird, und einen stillen Speiseraum für diejenigen, die schweigen möchten. Sie können von Mahlzeit zu Mahlzeit neu entscheiden, in welchem der Räume Sie essen möchten.

Ob Gruppenangebote, spontane Begegnungen oder Alleinsein – Sie haben die Möglichkeit zu wählen, was Ihnen gut tut.

Auf die Frage, was ihr in Kloster Arenberg besonders gut getan hat, gab uns eine Frau, die stellvertretend für viele andere Gäste steht, folgende Antwort:

Ich sein dürfen, für mich sein können und mich trotzdem nicht einsam fühlen, denn immer sind irgendwo freundliche offene Menschen, die ich ansprechen könnte oder die mir ein Lächeln schenken.

 

Klösterliche Atmosphäre

Als Kloster eröffnen wir Ihnen Erfahrungen der Ruhe und Stille, des zweckfreien Daseins und der Einfachheit – Gegenpole zu unserer rastlosen und leistungsorientierten Zeit. Das Leben kann sich dadurch neu ordnen und vertiefen.

Die spirituellen Impulse am Morgen und Abend, die Meditationsangebote, das stille Verweilen im Garten oder die Möglichkeit, gemeinsam mit andern schweigend eine Mahlzeit einzunehmen, laden dazu ein, Gott, sich selbst und den Nächsten wieder aufmerksamer wahrzunehmen.

Die Präsenz der Schwestern und die Begegnungen mit ihnen tragen dazu bei, dass im Gästehaus die klösterliche Atmosphäre spürbar ist. So können die Gäste z.B. am Stundengebet und Gottesdienst der Schwestern teilnehmen oder das Angebot „Lebenslänglich“ wahrnehmen, um mehr über das Ordensleben zu erfahren.

Im Kontakt mit den Schwestern, im stillen oder gemeinsamen Gebet, wissen sich unsere Gäste getragen und geborgen – auch und gerade in ihren Nöten, wie beispielsweise folgende Rückmeldung zeigt:

Mit Scheitern im Christentum aufgefangen und aufgehoben sein. Wohin soll ich sonst gehen in meiner Not?



Schöpfung erfahren und schöpferisch sein

Unser wunderbarer Klosterpark lässt die Schönheit von Gottes Schöpfung erspüren und lädt ein zum Verweilen in der Natur. Im Wechsel der Jahreszeiten birgt er Schätze und Schönheiten, die sich dem Besucher im lautlosen Wahrnehmen erschließen.

Feuchtbiotop, Bienenstöcke, Insektenhotel, Kaninchengehege, Schafe, viele Vogelarten, Eichhörnchen, Blumenbeete, zahlreiche Heilpflanzen, Wildobststräucher und Obstbäume – unser Klosterpark ist ein besonderer Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Mit der Schöpfung und ihren Ressourcen sorgsam umzugehen, ist uns ein großes Anliegen. Darum sammeln wir das Regenwasser, nutzen die Sonnenenergie und verwenden Naturstrom. Wir benutzen so weit möglich Natur- und Recyclingmaterial und achten auf eine sachgerechte Entsorgung von anfallenden Resten.

Wir laden ein, die Schöpfung zu erfahren und auch selbst schöpferisch zu sein: In unserem schönen, hellen Kreativraum, im Josefshof mit Sandkastenfläche, Mal- und Schreibtischen, in verschiedenen kreativen Kursangeboten, bei Biodanza, in der Mitarbeit im Förder- und Freundeskreis oder auch beim Schreiben in Ihrem Zimmer.

Nach einem Kreativkurs schickte uns ein Teilnehmer folgenden, von ihm selbst verfassten Text, der ahnen lässt, was alles geschehen mag, wenn man sich in guter Atmosphäre dem Schöpferischen überlassen kann:

 

zum kern vordringen. mein inneres aufspüren.
bedürfnisse wahrnehmen. zeit nehmen.
veränderung wagen. angst und schmerz zulassen.
loslassen was nicht gut tut. mich öffnen.
aufbruch. verwandlung.
bewährtes mitnehmen. das gute bewahren.
heilung erfahren. vertrauen gewinnen.
beschenken lassen. die kernschmelzung zulassen.
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neues entsteht.